Nach okayer Nacht um ziemlich exakt Punkt sechs Uhr aufgewacht und kurz gehadert: Hallo, Wochenende, ausschlafen? Ich ließ den Kater auf die Dachterrasse und legte mich noch einmal ins Bett (auch um die Temperatur im Schlafzimmer runterzukriegen, es hatte nämlich, seufz, 23 Grad), aber zwanzig Minuten später stand ich doch auf. Katzenmaintenance, ausführliche Küchenrunde, Tee. Der Liebste folgte kurz nach mir: Wir waren also für einen Sonntag ausgesprochen früh am Start. Ist mir ja eigentlich die liebste Tageszeit.
Ruhiger Morgen mit ausführlichem englischem Frühstück, ein bisschen schreiben, Blick ins Internet. Der Liebste putzte das Erdgeschoss, nachdem die Roboter sich dazu bequemt hatten, richtig zu saugen (es werden alle drei quasi zeitgleich fehleranfällig und schwierig, klar, sind ja auch alle alt, aber trotzdem), und ich ging duschen, putzte gründlich das obere Bad und kümmerte mich dann um die Wäsche. Das beschäftigte mich mehr oder weniger den ganzen Tag (letzte Maschine um fünf aufgehängt).
Ansonsten länger am Handy herumgemacht: Die meisten Reise-Apps sind neu eingerichtet (DB-Navigator, die App, in der mein Deutschland-Ticket liegt – das ist von irgendeinem bayerischen Verkehrsverbund oder so, keine Ahnung – und die Apps von Lufthansa und Carsharing), dazu Outlook – besonders wichtig, weil ich darüber Zugriff auf meinen Kalender habe. Außerdem trug ich manuell die bis jetzt dieses Jahr gelesenen 24 Bücher in meine Lese-App ein, weil das mit dem Daten-Safe und Übertrag ja leider nicht geklappt hat. Jetzt fehlen noch ein paar große Brocken (Banking-Apps, die dazu gehörenden Secure-Apps und der Authenticator, die Bund-ID-App) und ein bisschen was zum Thema Gesundheit (…meine eGym-App!), dann sollte ich eigentlich so ziemlich durch sein und kann das Fairphone als Geschäftshandy einrichten. (…das geht hoffentlich schneller.)
Ich hatte natürlich überlegt, ins Fitness zu gehen, das aber verworfen. Auch Spaziergang und so: Mäh. Das Höchste der Gefühle war einmal mit dem Kater in den Garten (dort waren kurze Hose und T-Shirt okay, im Haus fast etwas kühl). Stattdessen verbrachte ich große Teile des Tages im Lesesessel und las Axel Hackes Buch zu großen Teilen (das letzte Kapitel fehlt mir noch). Etwas ironisch, bewegungslos im Sessel zu hängen und vom Körper und seinen diversen Maladien zu lesen. (Anscheinend bemüht sich Axel Hacke, täglich Sport zu machen, was ist mit dem Mann.) Immerhin hervorragend durch eine Kanne Earl Grey begleitet.
Apropos Körper: Der Kater war ab dem Spätnachmittag wieder bei uns. Wir nutzten die Chance, ihm ein Spot-On (gegen Exo- und Endoparasiten, „Flöhe und Würmer immer zusammen behandeln“) in den Nacken zu träufeln und später auch noch ein bisschen Augencreme ins tränende Auge zu applizieren – das eher Selbstmedikation ohne vorherigen ärztlichen Rat, keine Ahnung, ob das sinnvoll ist. Es sah am Abend schon wieder besser aus, aber gut ist es definitiv noch nicht. Völlig klar, dass so etwas immer am Wochenende passiert. Da werden wir wohl die Tierärztin draufschauen lassen müssen.
Essen: Mittags zweite Hälfte Dinkelpfanne, Rest Rote Bete-Salat, restliches Haselnusseis. Als nächstes Eis suchte ich uns Mohn-Marzipan raus, in erster Linie, weil wir Marzipan haben, das weg muss (kleiner Nachteil: Nach diesem Rezept ist immer noch die Hälfte Marzipan da und wir werden ein Glas Mohn im Schrank stehen haben, das auch weg muss). Irgendwann im Lauf der nächsten Woche dann.
Am frühen Abend machte ich uns den Wochenplan für die kommende Woche. Wieder ohne die Urlaubsnachbarkiste einzuplanen, ich weiß ja nicht, was da drin sein wird. Die letzte haben wir aber ganz gut verbraucht bekommen. Das lag in erster Linie am Rote Bete-Salat und an diesem Abendessen: Wir machten ein Gulasch mit Sojachunks, dazu Paprika, Ochsenherztomaten, Petersilie und als Beilage kleinen neuen Kartoffeln – die letzten vier Bestandteile alle aus der Kiste. Es gefällt mir schon sehr, wenn das Essen so zusammenläuft, dass wir alles aus den beiden Kisten aufgegessen kriegen und tolle Sachen dabei herauskommen (das Gulasch: superlecker). Und wir essen aktuell halt eine Tonne Gemüse, noch mehr als sowieso schon.
Der restliche Abend war Blaulichtquatsch, Sternentor, Handygedaddel und Lesen. Zu einer einigermaßen vernünftigen Uhrzeit ins Bett – die nächste Woche hält sich zwar in Grenzen, was Termine angeht, aber ich bin ja sowieso immer so müde, deshalb lieber mit einem kleinen Energievorsprung starten. Falls das überhaupt möglich ist.