Rund und heiser, Dienstag und Mittwoch 23.-24.6.2026

  • Beitrags-Kategorie:IndienTagebuch

Zwei sehr, sehr gleichförmige, insgesamt sehr runde Tage, mit gleichen Zeiten (aufstehen um sieben, Frühstück halb acht, Taxi um acht, Institut von zehn nach acht bis sieben, Mittagspause um zwölf, abends ausruhen, Telefon, lesen, Bett um zehn), gleichem Essen (jeden Tag das gleiche Hotelfrühstück – nur Varianten bei den Currys und beim Joghurt, ab dem dritten Tag ließen sie das Chapati und den Obstsalat weg, was mir recht war – mittags Currys und Reis in der Schule, abends Masala und Chapati im Restaurant Madras) und gleichem Prüfungsablauf. Wir kamen, auch mit den Mitarbeitenden vor Ort, in eine sehr angenehme, saubere Arbeitsroutine, sodass ich wenig zu tun hatte und nebenher auch mal ein bisschen E-Mails beantworten konnte und ähnliches.Zwar gab es den kompletten Dienstag und den halben Mittwoch Stromausfall, aber vor der Tür stand ein Dieselgenerator und sprang ein. (Mehr oder weniger, mit dem Generator konnten nicht alle Klimaanlagen bedient werden – deshalb saß ich am Mittwochnachmittag im T-Shirt komplett schweißgebadet da. Oh well.) Da die streikenden Rechner ja am Montag wieder gefixt worden waren, stand uns auch das komplette Equipment zur Verfügung. Bisschen merkwürdiges Gemecker von einer externen Prüferin (wollte keine Aufsicht im Prüfungsraum, verlangte eine einstündige Mittagspause –…

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Montag 22.6.2026, Durchgewurschtel

  • Beitrags-Kategorie:IndienTagebuch

Um sieben vom Handywecker geweckt (...mit dreieinhalb Stunden Zeitunterschied war es gefühlt 3:30 Uhr, also schon ein ziemliches Faust-ins-Gesicht-Gefühl). Ich hatte mir morgens nicht wahnsinnig viel Zeit eingeplant, trank also erst einmal viel Wasser (Flaschenwasser auf dem Zimmer damit leer, Leitungswasser trinken ist ja streng verboten, man braucht das Flaschenwasser auch fürs Zähne putzen und so), dann schnelle Dusche und zum Frühstück um halb acht. Das Frühstück, so war mir noch am Morgen davor erklärt worden, werde morgens zwischen acht und zehn serviert, was ich für einen normalen Werktag doch *sehr* erstaunlich fand, aber nun gut, andere Länder, andere Sitten. Ich fragte aber vorsichtig nach und man erklärte mir, doch, ein kleines Frühstück könne man mir schon ab halb acht servieren. Das „kleine“ Frühstück entpuppte sich als drei Dosa, Chapati, Toast, zwei diverse Currys, Joghurt, Butter & Marmelade, Obstsalat, Melonensaft (frisch!), Wasser und Chai. Sehr großartig natürlich (ich hätte nie gedacht, wie gut ein Kichererbsencurry am Morgen passt), ich schaffe allerdings „nur“ alle Dosa, die Currys, den Joghurt und eine Scheibe Toast, dazu alle Getränke. Den Rest muss ich leider stehen lassen, es wäre sonst viel zu viel zu viel. Um acht wartete mein Fahrer und brachte mich zum…

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Anreise, Samstag und Sonntag 20./21.6.2026

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Der erste Schritt des Abenteuers (und schon der, der mich am meisten stresste): Die lange, lange Anreise. Aber es ging alles sehr problemlos, vor allem im Vergleich zum letzten Mal im Januar. Ich schlief in der Nacht (mit sehr dünner Decke) einigermaßen gut und stand um kurz vor halb sechs vor dem Weckerklingeln auf. Schnelle Dusche, letzter Check auf die Gepäckstücke, während der Liebste (der dieses Mal nicht verschlafen hatte) die Kater versorgte, und pünktlichst um sechs gingen wir los. Da es Samstag frühmorgens war, kamen wir extrem gut durch und waren um 20 vor sieben bereits am Flughafen. Viel zu früh natürlich, aber egal: Wir frühstückten beim Bäcker dort, relativ ausführlich (nicht viel, aber genug, dazu eine Tasse grünen Tee). Dann gründliche Verabschiedung vom Liebsten (beide traurig), ich ging durch die Security, und um acht war ich am Gate. Bisschen Herumgewarte, eine Flasche Wasser, schließlich Boarding um 9:15 und pünktlicher, schneller Flug nach München. In München hatte ich zwar okay viel (wenn auch nicht sehr viel) Zeit zum Umsteigen und kam auch gut durch die Passkontrolle (automatisiert), verlief mich dann aber erst einmal, weil ich kurzfristig mein Gate verwechselte und zum Gate J15 (statt L15) latschte. Das existiert…

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Startklar, Freitag 19.6.2026

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Wenig überraschend nicht wirklich ausreichend geschlafen, es war deutlich zu warm im Zimmer. Morgens beim Aufstehen noch knapp unter 24 Grad, obwohl ich überall die Fenster auf hatte (aber es zieht nicht genug durch). Ich schlief trotzdem ein bisschen, lag aber so ab halb sechs wach und wunderte mich irgendwann über merkwürdige Raschelgeräusche im Garten. Als ich nachschaute, stand der Liebste draußen und schnitt die Sträucher zurück. Da war es dann schon zehn vor sechs, aber trotzdem vielleicht ein bisschen früh für Gartenarbeit? Andererseits die einzige Uhrzeit, wo man noch in den Garten gehen kann ohne Hitzeschock. Ich stand also auch auf und goss erst einmal Balkon und Dachterrasse gründlich (die ersten Zucchini werden reif werden, während ich in Indien bin, vermute ich mal). Dann Katzenmaintenance, Küchenrunde, erste Nachrichten vom indischen Kollegen beantwortet, noch eine Regenjacke in den Koffer gepackt. Der Liebste machte uns Müsli und Tee. Bei mir ziemliche Anspannung, obwohl bis jetzt alles in Ordnung ist – mir graut halt ein wenig vor der Anstrengung. Aber erst noch ein normaler Arbeitstag. Ein bisschen zum Essen gezwungen, kurz geschrieben, ausführliche Körperpflege, und um Viertel vor neun aus dem Haus – in kurzem Rock, Shirt und Sandalen, und trotzdem…

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Rödeln und packen, Donnerstag 18.6.2026

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Ganz gut geschlafen bis zwanzig vor zwölf, als (schon wieder) ein Hubschrauber extrem laut über unserem Viertel kreiste. Nerv. (Heute früh dann in der Zeitung: Die Polizei hat einen 6-jährigen gesucht, der am Mittwochnachmittag daheim verschwunden und allein nach Stuttgart gefahren war. Na gut. Ist ein akzeptabler Grund für einen Hubschraubereinsatz. Er ist mittlerweile wieder daheim.)Immerhin konnte ich mit Ohrstöpseln relativ bald wieder einschlafen. Beim Weckerlicht trotzdem ziemlich erschlagen, dazu leichtes Kopfweh, mäh. Draußen ein strahlendblauer Sommertag, es versprach warm zu werden. (Beide Kater auch nach Katzenmaintenance sofort wieder raus, der Nasenkater ohne irgendetwas zu fressen – er hatte vermutlich nachts das Trockenfutter leer gemacht.) Mein Plan für den Tag war, dringend Minusstunden zu machen, allerdings gab es noch SO VIEL zu tun, na ja. Ich war froh, dass ich den Tag über daheim arbeiten konnte. Um acht deshalb erster Blick in den Laptop und eine halbe Stunde Arbeit, ein paar Sachen angeleiert, ein paar Nachrichten beantwortet. Dann aber Müsli zum Frühstück, schreiben, bisschen herumlesen, duschen und so richtig am Schreibtisch erst um kurz nach zehn. Wie erwartet wurde es ein sehr voller Tag, einfach weil ich den Audit-Mittwoch nacharbeiten musste. Bisschen Unterricht vorbereitet, ein dreiviertelstündiges Meeting, aber ansonsten…

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