Disziplin, Dienstag 3.2.2026

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Mit Weckerklingeln aufgewacht, nachdem ich unruhig geschlafen hatte, mehrfach aufgestanden, Kopfweh, mäh. Dementsprechend furchtbar müde am Morgen, ich brauchte dreimal Snoozen. Und stellte dann fest, dass der Wecker etwas zu früh eingestellt war – nur eine Viertelstunde, aber am Morgen zählt bekanntlich jede Minute. Nun ja. Auf jeden Fall kein sonderlich entspanntes Aufstehen.
Katzenmaintenance (so müde, dass ich einen Teil des Katzenfutters auf den Boden flatschen ließ, nerv), der Liebste (ebenso müde wie ich) übernahm die Küche. Dann der erste Blick auf meinen Laptop, der halt immer noch viel Aufmerksamkeit einfordert (nicht Linux an sich, sondern halt alles drumherum: Firefox ist ja auch noch recht neu für mich und LibreOffice sowieso (schon ein paar Jahre her, dass ich es genutzt habe), und halt sonst die Ansichten und alles). Das Posten meines Blogeintrags hatte gestern ja schon mal nicht geklappt, jetzt also zweiter Versuch. Vorher holte ich mir aber noch die Backups von der Dropbox lokal auf den Rechner – die Backups der Backups sozusagen. Alles da, hihi. Dann etwas schreiben, speichern, und das Posten auf der Blogseite ging nun auch problemlos. Sehr gut.

Müsli zum Frühstück, um halb neun am Schreibtisch für eine erste Runde Mails und Chatnachrichten (ein bisschen Feuerwehr in der Kommunikation, aber nichts Dramatisches), dann unter die Dusche. Um Viertel nach neun war ich dann so richtig parat.
Der Vormittag verging ereignisarm, abgesehen von einem längeren Meeting mit dem Chef, dem ich gleich von meinen Linux-Entscheidungen erzählte und der sehr interessiert war. Natürlich ist es bei uns in der Firma nicht so ganz einfach, die Rechner auf Linux umzustellen – weniger wegen des Betriebssystems, sondern weil fast alle von uns benutzten Programme halt Microsoft-basiert sind. Ich googelte direkt anschließend gleich mal: Bis 2025 hätte es sogar eine linuxkompatible Teams-App gegeben, aber dann hat Microsoft die Verfügbarkeit eingestellt. Na super.

Mittagessen um halb eins mit dem Liebsten (auch im Home Office) und der restlichen Süßkartoffel-Linsensuppe, danach ein Stück Zitronencremetorte, und ab eins war ich wieder oben.
Der Nachmittag war etwas unbefriedigend: Zuerst ein Orgameeting (das war okay, nur etwas eng getaktet), dann anderthalb Stunden Unterricht für die Skandinavier, die ich teilweise aus meinem Wintersemester-Kurs noch kannte. Ich hatte mich eigentlich darauf gefreut und einiges vorbereitet, aber aus diversen kursorganisatorischen Gründen klappte das alles nicht so wie geplant und mir lief am Ende komplett die Zeit davon – so sehr, dass ich sogar den Endpunkt verpasste und von den Studierenden daran erinnerte werden musste, dass „jetzt eigentlich die Stunde zu Ende ist“. Hmpf. Ich glaube, für die Leute war es schon okay, aber ich war nicht so richtig zufrieden.

Noch eine gute Stunde Orgakrams, Dokumente durcharbeiten, Zeugs, Feierabend um Viertel nach fünf. Ich hatte mir vorgenommen, endlich wieder (das erste Mal dieses Jahr!) ins Fitness zu gehen. Richtig Lust hatte ich nicht (einer der Nachteile, wenn man aus so einer Routine rauskommt, die Motivation sinkt sofort), aber ich war vernünftig und ging trotzdem.
Und Jungejunge, war das anstrengend, so nach über einem Monat Pause. Ich hatte die ganze Zeit so einen kleinen wehleidigen inneren Monolog in meinem Kopf („echt jetzt menno blöde Geräte das hier ganz besonders ätzend warum muss das denn sein so keine Lust“) und war ziemlich schweißgebadet danach. Dass ich meine Bluetooth-Kopfhörer vergessen hatte, deshalb keinen Podcast hören konnte und im Radio im Studio nur so furchtbare 80er-Musik lief, half auch kein bisschen. Aber egal: Ich kam durch (wenn auch mit zitternden Beinen die Treppe runter) und war recht stolz auf mich am Ende.

Der Liebste hatte bereits die Kater versorgt und das Abendessen gemacht: Wir konnten also mit einem Teller Krautnudeln (und dem letzten Stück Zitronentorte danach) direkt aufs Sofa. Dort ein bisschen unmotiviertes Herumgeklicke, neuen Blaulichtcontent fanden wir nicht, also schaute ich schließlich bei Netflix nach, was ich auf meiner Liste gebookmarkt hatte. Wir landeten bei Bodkin, einer in Irland spielenden Krimiserie, bei der ich überhaupt gar keine Erinnerung mehr daran hatte, sie jemals irgendwo als Empfehlung wahrgenommen zu haben. War aber egal: Wir schauten gleich mal die ersten drei Folgen und waren sehr angetan davon. Witzig, spannend, sämtliche Klischees ironisierend, und überhaupt, Irland halt. SO schön da alles. Sogar die knorrigen Leute.