An jedem Monatsfünften fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und sammelt die Antworten der diversen Tagebuch-Blogs bei sich. Hier: Ein sehr normaler, sehr entspannter Sommersonntag.
Recht gute Nacht mit wieder zwischenzeitlichem Deckenwechsel, was aber nur zeigt, dass die Temperaturen nachts auf sehr angenehme Werte sinken. Im Schlafzimmer beim Aufstehen noch etwas mehr als 22 Grad, und das ist für Hochsommer ja absolut Gold. Im Wohnzimmer (wo wir auch ein Fenster offen hatten) 20 Grad.
Leichte Bewölkung am Himmel, die versprach, sich über den Tag zu mehr auszuwachsen (seit Tagen ist in der DWD-App von irgendwelchem Regen die Rede, und wenn man dann etwas später nachschaut, hat sich alles wieder verzogen, also nicht die imaginären Regenwolken, sondern die Vorhersage). Regen wäre für den Garten natürlich super. Ich verließ mich aber nicht darauf und goss Dachterrasse und Südbalkon gründlich. Und erntete oben gleich noch zwei Zucchini: Eine leider gammelig und schon am Schrumpeln, die andere aber absolut perfekt. Die eine oder andere Zucchini werden wir von unseren drei Pflanzen hoffentlich noch bekommen. Die erste Tomate bekommt auch schon rote Bäckchen, auch wenn es da bis zur Ernte vermutlich noch eine oder zwei Wochen dauern wird.
Auf jeden Fall dann erst einmal Tee und Küchenrunde, während der Liebste die schwarzweiße Nachbarskatze aus dem unteren Stock geleitete (…wenn man unten die Fenster offen stehen hat, dann bringt die chipgesicherte Katzenklappe halt nicht so viel) und unsere Kater versorgte. Bisschen die Bude aufräumen, Tee kochen. Ruhiger Morgen: Der Liebste machte uns ein englisches Frühstück, ich schrieb ein bisschen und las im Internet herum. Irgendwann fuhren im Erdgeschoss die Sauger, der Liebste wischte hinterher, ich kochte mir eine Kanne Kabusé (schon eine ganze Weile nicht mehr gehabt) und versenkte die Nase in meinen Krimi.
Gegen elf eine Nektarine (perfekt reif – ich hatte im Biomarkt eine der wenigen erwischt, die noch keine Schimmelspuren zeigten, Nektarinen sind so ein kompliziertes Obst), dann gründliche Körperpflege, und um kurz vor zwölf nutzte ich das recht angenehme Wetter (ungefähr 26 Grad draußen) und ging endlich mal wieder ins Fitness.
Erstaunlicherweise war sehr wenig los: Außer mir nur noch zwei weitere Personen, kurz vor Ende kam noch eine dritte. Dabei war es zum Trainieren echt okay (also nicht zu heiß), und Sommerferien sind auch noch keine – ich hätte mit mehr Leuten gerechnet. Vielleicht waren die alle am Baggersee oder so. Mir war es auf jeden Fall sehr recht, so konnte ich mir Zeit lassen. Auf dem Display wurde mir präsentiert, dass ich Anfang Mai (Mai!!) das letzte Mal trainieren gewesen war. Wenn ich so drüber nachdenke, ist es eigentlich klar: Nicht nur war der Juni mit wichtigen Terminen voll gewesen und ich dann auch noch verreist, ich hatte dazu ja auch ab Anfang Mai Abendkurse gehabt. Trotzdem fand ich es etwas erschütternd.
Dementsprechend machte ich erst einmal eine Kraftmessung außer der Reihe. Wenig überraschend an allen Geräten außer einem eine Verschlechterung der Kraftwerte, aber das war ja auch okay: Ich möchte schon gern mit meinem aktuellen Leistungsstand trainieren und dann auch durchkommen, anstatt mich überall zu überlasten. Das eigentliche Training ging dann auch ausgesprochen gut, vielleicht bis auf den Bauchmuskelbeuger (aber der ist immer doof). Große Freude übrigens: Es gibt ein neues Gerät, „Butterfly“ genannt, bei dem man vor allem die vordere Brust- und Schultermuskulatur trainiert. Ich merkte schnell, dass das eine Muskelpartie ist, die bei mir bis jetzt stark vernachlässigt wurde. Sehr gute Ergänzung. Es gibt jetzt zehn eGym-Maschinen zum Krafttraining (plus sechs Flex-Geräte), und das ist schon eine sehr gute Trainingsrunde.
Um kurz nach halb zwei daheim. Dort als Mittagessen die zweite Hälfte Auberginenauflauf, restlicher Rhabarberkuchen zum Nachtisch. Der weitere Nachmittag war quasi ausschließlich Lesezeit und Haushaltskram: Drei Maschinen Wäsche sortiert, laufen lassen, aufgehängt, ein bisschen gebügelt, zwischendrin weiter im Buch. Außerdem putzte ich gründlich das Bad (damit Bude wieder sauber) und machte uns einen Wochenplan für die kommende Woche (angeblich soll es auf über dreißig Grad hochgehen). Während der Hausarbeit Begleitung durch den aktuellen Blätter-Podcast. Große Empfehlung, sie erwischen wirklich immer wieder sehr interessante Themen.
Zwischendrin immer wieder längere Phasen lesen. Eigentlich auf dem Balkon, aber als hätte ich ihn herbeizitiert, begann prompt, kaum dass ich draußen saß, dann doch der angekündigte Regen. Und begleitete uns vom Spätnachmittag bis in den Abend, sodass wir den restlichen Tag auch nicht mehr rausgingen (sogar die Kater schauten irgendwann mal drinnen vorbei). Jetzt sind die Regentonnen wieder voll. Und, wunderschön: Um acht kam trotz Regen die Sonne hervor und bescherte uns den schönsten, kräftigsten, doppelten Regenbogen seit langem.
Gegen acht machte der Liebste uns das Abendessen, einen mediterran angehauchten Nudelsalat mit Orzo, Feto, Tomaten, Gurken, Zucchini (diese angebraten), Lauchzwiebeln und Oliven. Damit aufs Sofa, einmal Nachrichten (bei mir allerdings gerade eher Verweigerungshaltung, ich rege mich über die aktuellen „Reformen“ der Regierung sowieso schon genug auf, von der internationalen Ebene ganz zu schweigen) und dann ein paar Folgen Stargate. Früh ins Bett, bei angenehmen Schlaftemperaturen. SO gut.