Okay geschlafen, nur reichlich genervt von schon wieder (…immer noch, die Kälte war nur ein kurzes Zwischenspiel) der unangenehmem Sommerhitze – nachts verschwitzt wach gelegen, Fenster komplett offen.
Nun ja. Morgens wach mit Weckerlicht. Morgenroutine, dabei einmal die Bude durchgelüftet, dann Frühstück: Da wir noch zwei kleine Tomaten von der Dachterrasse hatten und eine Gurke vom Bodensee (<3), und da wir eine Packung Körnerbrot aufgetaut hatten, die ich kürzlich aus dem MHD-Regal im Supermarkt gerettet und eingefroren hatte, gab es Gurke und Tomate auf Frischkäse-Körnerbrot. Hatte ich schon viele Jahre nicht mehr. Alles mit Blick auf die Uhr, wir mussten beide ins Büro und hatten nicht sonderlich viel Zeit.
Der Liebste setzte sich um kurz vor acht aufs Mopedle, ich folgte ihm nach Badbesuch mit dem Fahrrad auf neun ins Büro. (Also nicht ins gleiche.) Morgens war es noch frisch mit dünner Strickjacke über dem Shirt, aber es wurde sehr schnell wieder warm. Den Vormittag über war ich mit Strickjacke anziehen, ausziehen beschäftigt, ab dem Nachmittag ließ ich sie dann ganz weg. Allein die Sneaker an den Füßen machten schon warm genug.
Arbeitsamer Vormittag, weil viele Kolleg:innen da waren und es einiges zu besprechen gab. Ein Meeting war geplant (die Kollegin, die mich in Indien vertreten wird, weil eigentlich mein Fuß jetzt heilen müsste, brauchte noch letzte Einarbeitung), die anderen spontan, dazu Mails, Telefon, Teams.
Mittagspause mit restlicher Tagine (immer noch gut – vielleicht mache ich demnächst mal ein Tabouleh oder so, mit dem restlichen Couscous, solang es gerade noch regionale Tomaten gibt), dazu Körpergeschichten mit Kollegin. Sie hatte zwei Jahre lang mit einem Fersensporn zu kämpfen – wir kamen wegen meiner Achillesgeschichte drauf. Das scheint ein ähnliches Überlastungs-Gedöns zu sein, es klang nur noch einmal sehr viel schmerzhafter. Wohl auch nicht gut zu operieren. Sie bekam es mit am Ende mit einer ominösen Eigenbluttherapie weg (oder es ist halt einfach von selbst ausgeheilt, ist ja auch immer eine Möglichkeit, gerade bei so „Alternativtherapien“).
Am Nachmittag kamen dann ENDLICH die benötigten Informationen aus Indien. Oder na ja, zumindest teilweise, und auch im nicht ganz richtigen Format, und fehlerhaft natürlich auch. Aber darüber wundere ich mich ja kaum mehr. Ich war also nachmittags mit Listenkorrekturen beschäftigt (und schlug mich mit Excel rum, das zwar auf Deutsch eingestellt war, aber in irgendeiner anderen „Länderversion“ daherkam und deshalb manche Feldbefehle plötzlich nicht mehr ausführen wollte – so unfassbar nervig). Nebenher noch zwei sehr nette Beratungstermine (leider nicht für meine Kurse).
Zum Tagesabschluss noch etwas Aufregung, weil ein Partner plötzlich komplett freizudrehen begann vor lauter gekränkter Eitelkeit. Er behauptete, er sei zu einem wichtigen Meeting nicht eingeladen worden zu sein (war er), obwohl alle anderen Partner dabei seien, er dagegen habe nur indirekt über uns davon erfahren. Das sei respektlos und er werde deshalb alle weiteren Vorgänge in dieser Hinsicht ignorieren. Stattdessen aber bei einem anderen Meeting auftauchen (bei dem er explizit nicht eingeladen ist), einfach weil. Der Chef verstand erst gar nicht, was genau er da las, erst als ich es mit ihm durchsprach („ist dir klar, dass X ankündigt, nächste Woche bei Meeting Y aufzuschlagen und einen kleinen Eklat zu verursachen?“) fiel er aus allen Wolken und stellte mal ein paar Sachen klar. Die Erklärung des wehleidigen Menschen zu seinem Verhalten? Er hatte die Einladung zum ersten Meeting angeblich nicht bekommen, „wegen Spam“.
…Männer in den 50ern. Eine bizarre Menschengruppe.
Um sechs radelte ich nach Hause und holte dort den Liebsten aus seinem Arbeitszimmer. Er war schon eine Stunde daheim und hatte die Zeit genutzt, um für den nächsten Tag eine Mousse au Chocolat zu machen (leider für eine Bürofeier und nicht für uns). Kurzer Austausch über den Tag (bei beiden ganz gut verlaufen), dann gemeinsames Kochen, ein Orzo-Auflauf in bester Rumfort-Manier: Die letzten Zucchini, ein paar letzte Tomaten (plus ein Glas Passata), übrige Frühlingszwiebeln und übriger Brokkoli, ein halbes Glas Oliven, ein Rest Petersilie, eine angebrochene Packung Mandelstreukäse. Das ergab nach 30 Minuten im Ofen ein richtig gutes Abendessen. Und der Kühlschrank ist wieder etwas leerer.
Abendunterhaltung: Die aller-allerletzte Folge Stargate: SG1 (eine besonders emotionale noch dazu). Danach hatten wir natürlich keine Lust, sofort mit einer anderen Serie zu starten (Stargate Atlantis wäre noch okay gewesen, aber da muss ich erst mal nachschauen, wo wir das jetzt herbekommen: Wir hatten alle Folgen auf unserer Medien-Festplatte, aber die ist uns vor einiger Zeit leider abgeschmiert). Deshalb noch eine Folge QI, bevor ich um Viertel nach neun für etwas Lesezeit nach oben ging. Allerdings nicht sehr lang, denn um halb zehn wurde ich einfach so unfassbar müde, dass ich dringend das Licht ausmachen musste.