WMDEDGT, Donnerstag 5.11.2026

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Wie jeden Monatsfünften fragt auch im November Frau Brüllen in ihrem Blog „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT). Hier meine Antwort, ein sehr normaler, vollgepackter Arbeitstag.

Mitten in der Nacht aufgewacht mit ziemlichen Kopfschmerzen, ewig nicht mehr schlafen können, jede Menge doofer Nachtgedanken. Irgendwann stand ich dann doch auf und nahm eine Tablette, da war es dann leider schon fünf. Katermaunzen um Viertel nach fünf, immerhin gab er recht bald auf und ich schlief endlich ein. War natürlich mitten im Tiefschlaf (inklusive wilder Träume) und völlig neben der Spur, als um halb sieben der Wecker klingelte. Deshalb machte ich ihn aus und versuchte noch einmal eine halbe Stunde zu schlafen – klappte mehr schlecht als recht. Das Kopfweh war am Morgen auch wieder zurück, allerdings nur leicht und in einer Form, wo ich auf eine Tasse Tee und ein richtiges Wachwerden zählte, um es vollends zu bekämpfen. Das funktionierte tatsächlich.

Müsli zum Frühstück (mit Maracuja, weil der Chef am Vortag im Büro welche dabei gehabt hatte – schmeckte man aber wenig raus), ausführliche Körperpflege, und weil ich die Tage davor immer so lang gearbeitet hatte (und mein Unterricht am Morgen ja nicht stattfand, SO froh), machte ich dann eine Kanne Kräutertee und eine Kanne Kaffee und startete erst um halb zehn am Schreibtisch.

Den Vormittag über Routine, einmal durch die Mails, dann der Versuch, einigermaßen priorisiert Sachen abzuarbeiten – ich bin mittlerweile leider schon ziemlich hinter der Welle und gehe Sachen an, die ich mir Montag und Dienstag terminiert hatte. Na ja. Bei der großen Baustelle natürlich auch keine neuen Informationen und dementsprechend nicht wirklich eine Verbesserung, aber andererseits konnte ich so anderes Zeug angehen, das auch sehr wichtig war. (Und das ich eigentlich geplant hätte, wenn mir nicht diese Chaospiloten in die Quere gekommen wären.)

Um zwölf schloss ich den Vormittag bereits ab und der Liebste ging ein gebuchtes Auto holen (hoffentlich das allerletzte Mal Fahrdienst, so ist es zumindest geplant). Alles so ein bisschen blödes Timing, weil wir dadurch keine Zeit für Mittagessen hatten, deshalb packte ich mir einen geschnittenen Apfel und ein Erdnussbutterbrot ein. Um halb eins war ich im Büro, kurzer Kolleg:innenaustausch, dann fuhr ich mit zwei Kolleginnen wieder ins Albrand-Städtchen zum Firmenkurs für meine Hospitation. Dieses Mal gleicher Kurs, aber andere Kollegin – für mich also superspannend, weil ich dadurch noch einmal einen Einblick in eine andere Arbeitsweise bekam. (Die Kollegin war etwas nervös, dass ich dabei war – hätte sie gar nicht sein müssen, ich war ja zum Lernen da, auch wenn ich ihr hinterher ein – von ihr erbetenes – Feedback gab).

Um vier fuhren wir wieder zurück, die Kollegin fuhr mich netterweise direkt nach Hause. Der Fuß war zwar mehr oder weniger okay, aber tat halt einfach schon weh, deshalb war ich froh, dass ich nicht länger gehen musste (und der Liebste hätte mich nicht abholen können, er hatte nachmittags Termine).
Daheim erst einmal kurze Haushaltspause, ich verlas die mittwochs gelieferten Haferkörner, sortierte Wäsche und startete eine Maschine. Dann wieder an den Schreibtisch: bis sieben Uhr konzentriertes Gedöns-Abarbeiten. Kam ganz gut voran.

Der Liebste war zum Feierabend mit Kolleg:innen verabredet, deshalb stellte ich mich auf einen Abend allein ein. Um Viertel nach sieben war er allerdings schon wieder da. Ich erledigte noch die Wäsche (bügeln, zweite durchlaufen lassen und aufhängen) und aß dann die eigentlich mittags geplante Portion (Pilzragout und Ofenkartoffeln) als Abendessen, während der Liebste von seinem Tag erzählte. Es gibt in der Innenstadt ein Restaurant, das wohl vor einiger Zeit den Besitzer gewechselt hat, und vielleicht, so wie er es einschätzt, haben wir damit eine Alternative zu unserem geschlossenen Altstadtrand-Italiener. Ist zwar etwas weiter zu Fuß für uns, aber würde noch gehen.

Restlicher Abend wieder Küchen der Welt und Lucie auf Arte, und um halb zehn noch zum Lesen nach oben. Vorher war ich aber GANZ tapfer und gab mir das allerletzte Mal die Thrombosespritze. (Traf natürlich prompt beim ersten Versuch wieder eine Ader, meine ganze rechte Bauchseite ist voller kleiner Hämatome.) Damit habe ich die ganze Packung brav verwendet und bin schon sehr stolz auf mich – das war weit außerhalb meiner Komfortzone. (Gut, vermutlich bei fast jedem, wer piekst sich schon gern.) Bin froh, dass ich es tatsächlich durchgezogen habe.