Trainingsfortschritte, Montag 10.11.2025

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Ganz okay geschlafen, wach um 5.59 Uhr, was selbst für mich das Signal war: Jetzt noch mal umdrehen und weiterschlafen lohnt sich nicht mehr. Aber halt noch ein paar Takte liegenbleiben, bis zum Weckerlicht und zwei üblichen, drängelnden Katzen. Ebenfalls übliche Morgenroutine aus Katzenmaintenance, Küchen- und Aufräumrunde, erschwert durch eine blöde Waldschabe, die in der Zeitung saß, als ich sie aus der Zeitungsrolle holte, und erst wieder aus der Wohnung komplimentiert werden wollte. Man merkt deutlich, dass die ersten Minusgrade vor der Tür stehen, es drücken zahlreiche Insekten in die Wohnung. Nerv. Noch aber über null, der Garten taunass und vernebelt, die meisten bunten Blätter mittlerweile auf dem Boden. Schöne Herbstatmosphäre.

Ein etwas geruhsamerer Start am Morgen, Müsli zum Frühstück, dann ging der Liebste und ich ließ mir etwas Zeit zum Lesen, Duschen und Tasche Packen, packte noch meine frisch gerichteten Wanderstiefel aus (sehen aus wie neu mit den neuen Sohlen, SO COOL) und bezahlte die Rechnung dafür, und plötzlich war es Viertel nach neun. Nun ja. Schnell aus dem Haus, ab halb zehn im Büro. Mit nur so halb bürotauglicher Kleidung übrigens, ich trug zu Jeans und grauen Sneakern (die demnächst nicht mehr ins Büro gehen werden) meinen neuen Garmisch-Hoodie, einfach weil er so schön und außerdem kuschlig ist. Einmal Büro, bevor er zu den Freizeitkleidern kommt.

Ein mittelprächtiger Arbeitstag. Zwar bekam ich einiges meiner mir selbst gestellten Aufgaben abgearbeitet, dazu ein wichtiges Meeting und einen Beratungstermin, aber es kamen parallel irgendwelche nervigen oder zeitaufwendigen oder blöden Tasks dazu, sodass mein Posteingang am Ende genauso voll war wie am Anfang. Hm. Trotzdem keine Klagen von mir, ein paar wichtige Entscheidungen getroffen, ein paar Dinge vorangebracht, dazu die Feinarbeit für einen neuen Auftrag, schon alles in Ordnung. Nur so unglaublich Spaß machte mir vieles davon nicht. (Einiges schon.) Nun ja. Mittleres Niveau halt, wie gesagt, wenig stressig immerhin.
Und sehr nett: Die Pause mit den Kolleginnen klappte mal, sodass ich auch prompt ein bisschen länger Pause machte (hatte mir neben der Portion Lasagne auch noch einen Schokokuchen eingepackt) und wir uns nett unterhielten. Über Hunde in erster Linie.

Um halb sechs war ich soweit, dass ich mir genug Arbeit für den nächsten Tag übrig lassen konnte (immer wichtig), und ging deshalb ins Fitness. Dort flüssiges und erstaunlich wenig mühsames, routiniertes Training in einem sehr vollen Studio, es waren beinah alle Geräte besetzt (ich war glücklicherweise ein wenig vor der Welle gekommen und kam deshalb gut durch).
Während des Trainings sprach mich Trainerin A an und wollte wissen, wie es bei mir so aussähe mit Trainingsprogramm, Fortschritt, überhaupt. Ich erzählte, dass ich jetzt schon seit ziemlich langer Zeit mit dem Programm „Allgemeine Fitness“ trainiere und mir den Wechsel in das (anstrengendere) Programm „Muskelaufbau“ noch nicht so richtig zutraue, obwohl das eigentlich mal mein Ziel gewesen war. Sie schlug vor, nach dem Training mal in meine Messdaten zu schauen (ich mache an den Geräten ja regelmäßig eine Kraftmessung, einer der Vorteile der eGym-Geräte).

Das machten wir also, und alles sehr interessant. Kurz gefasst bin ich überall in einer ganz guten Muskelbalance außer bei den Beinen, was gut ist. Beim Kraftzuwachs ein gemischtes Bild: Teilweise kontinuierlich nach oben, teilweise ein ziemlicher Rückschritt, bei den meisten Geräten aber: Allmählicher Zuwachs und dann ein ziemlicher Absturz im September. Kein Wunder: Anfang August hatte ich meine blöde Mittelfußgeschichte gehabt und dann einige Wochen nicht trainieren (oder sonst viel machen) können.
Die Quintessenz war, dass ich in dem aktuellen Programm durchaus noch Wachstumspotenzial habe, es ist nirgendwo ein Plateau erreicht. Da ich jetzt die nächsten Monate noch ziemlich viele Aufgaben in der Arbeit vor mir habe, fassten wir mal ins Auge, dass ich noch eine Runde (ungefähr zwölf Wochen) beim aktuellen Programm bleibe und dann so Anfang Februar nächsten Jahres vielleicht wechsle. Klingt nach einem guten Plan, und ich freue mich ehrlich gesagt, jetzt auf ein Ziel hin zu trainieren.

Um sieben holte ich den Liebsten aus dem Bastelverein ab, wo er mit seiner Drehmaschine herumgewerkelt hatte. Gemeinsamer Abend mit ausgesprochen guter Laune bei uns beiden, was ja auch mal erwähnenswert ist (beim Liebsten war der Tag sowohl auf der Arbeit als auch hobbymäßig ausgesprochen positiv verlaufen).
Wir kochten uns erst einmal einen großen Topf Dal mit roten Linsen und Spinat, dazu Reis, und zogen uns dann mit zwei Katern aufs Sofa zurück. Ein paar Besuchspläne fürs Wochenende konkretisieren, dann ein paar Bergsteigerdokus, über den Watzmann, das Matterhorn (was für ein Trubel dort, meine Güte) und dann über einen Fernwanderweg vom Watzmann über den Großglockner bis zu den drei Zinnen. Da das wie gesagt ein Fernwanderweg war und kein Klettersteig, ging es weniger um schwindelerregendes Kraxeln, sondern eher um, naja, halt Wandern und die tolle Natur genießen. Und da bekam ich dann wieder so richtig, richtig Lust zum längeren Wandern. Schuhe dafür habe ich jetzt ja.