Erledigungen, Donnerstag 11.12.2025

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Freier Tag (überstundenfrei, und der Arbeitsberg ist überschaubar), also Wecker aus. Natürlich wachte ich um halb sechs auf und konnte nicht mehr einschlafen (immerhin hatte ich bis dahin aber durchgeschlafen). Um Viertel nach sechs schließlich aufgestanden, Katzenmaintenance und Küchenrunde, außerdem Blick zum Liebsten, der mich durch die Schlafzimmertür mit kläglicher Stimme begrüßte. Er sah deutlich malade und fiebrig aus, und einmal Messen bestätigte die erhöhte Temperatur. Na super. Das war kurz vor dem Weihnachtsmarkt (wo er für den Sportverein mit auf- und abbauen sollte), vor der Firmenweihnachtsfeier und überhaupt anderthalb Wochen vor Jahresabschluss natürlich kein sonderlich gutes Timing. Andererseits: Dann ist er hoffentlich zum Urlaub hin wieder gesund. Ich stellte mich auf jeden Fall auf Krankenpflege ein und darauf, mich hoffentlich nicht anzustecken. Holte gleich einmal eine eigene Wasserflasche für mich.

Dann Tee, etwas schreiben und den Adventskalender, der heute wieder einen Jasmintee beinhaltete. Völlig in Ordnung, den vom ersten Tag habe ich durch und der zweite ist schon angebrochen. Außerdem Blick ins Internet, und weil ich ja frei hatte und Lesen eins der Dinge war, die ich mir für den freien Tag vorgenommen hatte, las ich dann einfach mal die nächsten Stunden das Internet leer. Nur unterbrochen von Tee für den Liebsten und einem Peanutbutter Porridge zum Frühstück.
Irgendwann dann Dusche, Spülmaschine, Wäsche wegräumen, Schmutzwäsche sortieren, zwei Maschinen waschen und den Garmisch-Hoodie, bei dem ich es schon wieder geschafft hatte, Salatdressing-Flecken zu machen (er ist ziemlich hell und deshalb ein bisschen gefährdet), von Hand auswaschen. Das nahm einen größeren Teil des Tages ein (Wäsche: ebenfalls auf der freier-Tag-Liste).

Mittags machte ich uns ein paar frische Penne zur restlichen Pilz-Spinatsauce, und der Liebste (der den ganzen Morgen geschlafen hatte) kam dazu sogar nach oben. Zur Verwirrung der Kater, die beide (!) den kompletten Vormittag mit ihm im unteren Schlafzimmer im Bett gepennt hatten. Lang blieb er allerdings nicht am Esstisch, er zog sich aufs Sofa zurück und maß noch einmal Fieber (38,2). Die Kater folgten ihm kurz darauf und legten sich neben ihn schlafen. Keine Ahnung, ob das zwei nette Krankenpfleger sind oder einfach nur Kletten. Oder beides.

Am Nachmittag setzte ich eine neue Body Butter an (dritter Punkt auf der Liste) und schmolz dazu Sheabutter, Kokosöl, Mangobutter und Olivenöl im Wasserbad. Und dann setzte ich mich an den Esstisch und schrieb die nächsten anderthalb Stunden die restlichen Weihnachtskarten fertig. Außerdem räumte ich ein bisschen meinen privaten Posteingang auf, schaute mir die merkwürdigen Mails vom Postshop an und probierte den Login noch einmal: Und siehe da, er funktionierte. Meine Güte. Das war natürlich super, so konnte ich die Auslands-Briefmarken und die restlichen normalen (ich hatte nur zwei Bögen am Schalter gekauft) ausdrucken und aufkleben, und weil der Liebste sich irgendwann dazu gesetzt und seine Karten auch fertiggeschrieben hatte, waren wir gegen fünf mit allen Karten durch. SO cool.

Eigentlich hatte ich für den Tag auch noch Fitness eingeplant, aber gleichzeitig stand auch „Gehen“ sehr groß vor meinem inneren Auge (die Füße trainieren), und deshalb beschloss ich, Fitness sein zu lassen und stattdessen die Weihnachtskarten zu Fuß wegzubringen. Eine große Runde einmal durch die Südstadt (bei ein paar Leuten werfen wir die Karten immer direkt ein), dann mit einem kleinen Bogen bis zur Hauptpost und wieder heim. Insgesamt war es eine Stunde Weg und 10.000 Schritte, und ich fand es so sehr angenehm (gerade auch im Dunkeln, mit den Lichtern und der nebelfeuchten Stimmung), dass ich mich (…mal wieder) fragte, warum ich das nicht viel häufiger in meinen Alltag einbaue. Vermutlich müsste ich dafür halt irgendetwas Anderes streichen oder so.

Daheim fühlte sich der Liebste ein klein wenig besser, das Fieber war gesunken, deshalb hatte er ein Feuer im Ofen gemacht und die Body Butter aufgeschlagen und abgefüllt. Dann zog er sich wieder aufs Sofa zurück und ich übernahm das Kochen. Eigentlich ein einfaches Rezept, ein Thai Curry mit grünen Bohnen und Linsen, das allerdings eine ganze Weile brauchte (vor allem weil die Berglinsen länger kochen mussten, als ich vermutet hatte, deutlich über eine halbe Stunde). Lecker war es aber auf jeden Fall. Als Nachtisch ein Zitronenjoghurt, und damit war ich gut satt. Und trotzdem mit den Kalorien völlig im Limit, nach dem Spaziergang sowieso. Seitdem ich wieder tracke (also seit einer Woche), ist schon ein Kilo runter. Davon war vermutlich ein Pfund nur eingelagertes Wasser, aber egal. Bis jetzt fällt mir das Tracken noch recht leicht, wir werden sehen, wie es dann im Urlaub wird.

Abendunterhaltung Raumstation mit einer etwas langweiligen und einer recht aufwühlenden Folge, an die ich mich noch gut erinnerte, Hard Times (Miles O’Brien verbringt 20 Jahre in einem fiktiven Gefängnis – was für eine Vorstellung).  Früh ins Bett zum Lesen, und mit nicht so wahnsinnig viel Lust auf den kommenden, wieder normalen Arbeitstag – ich hatte das Gefühl, dass mein freier Tag irgendwie mit Haushaltszeug und Erledigungen recht schnell verschwunden war. Aber das war andererseits auch zu erwarten, und da es ein Minusstundentag war (und kein „richtiger“ Urlaubstag), war es irgendwie schon auch in Ordnung. Die ganzen Sachen hätte ich sonst zum Feierabend erledigen müssen.