Familienwochenende! Und wenig Zeit zu Schreiben, deshalb Kurzzusammenfassung.
Am Samstag ganz gut geschlafen, ich erinnere mich zumindest an keine längere Wachphase. Abgesehen von einmaligem lautem Miauen vor der Schlafzimmertür, da war es aber dann schon halb sieben. Um kurz vor sieben stand ich auf. Draußen regennasser Garten und dichte Wolken, das angekündigte milde Wetter scheint in erster Linie nass zu werden.
Katzenmaintenance, ausführliche Küchenrunde, Harold und Konsorten fuhren im Ober- und Untergeschoss. Zum Frühstück getoastetes Bauernbrot, weil das so langsam weg musste und wir zum nächsten Frühstück ja nicht da sind. Plan für den Tag: Vormittags im Haus alles richten, einmal schnell einkaufen gehen, und dann ab mittags im Auto und ab an den Bodensee.
Das klappte auch ziemlich hervorragend, inklusive Wocheneinkauf und Rucksack packen und überhaupt. Zum Mittagessen gingen wir um halb eins zu einem Burgerladen bei uns ums Eck, der besser ist als McD und eine ganz okaye Wahl, wenn man mal klassischen Burger will (will ich so einmal im Jahr) und keine Preise bezahlen, als wäre man im Sternenrestaurant. Vegan war der Gemüseburger vermutlich auch, harhar.
I-Tüpfelchen war der Outdoor-Laden, wo wir einen Hüttenschlafsack für mich kauften, erschreckend teuer, aber ich hatte im November erstmalig den Hüttenschlafsack des Liebsten in Berlin benutzt, und das ist schon praktisch. Da wir jetzt zu zweit waren, brauchte ich halt auch einen. Außerdem kauften wir einen neuen großen Waschbeutel, weil der Liebste unseren alten ja mit unserem Koffer im Zug vergessen hat (immer noch traurig, und kürzlich hat er mir auch noch gebeichtet, dass seine TOLLEN grünen Waldviertler Schuhe auch im Koffer waren! SO blöd). Dann Zeugs zusammenpacken und um zwei fuhren wir los.
Wir hatten dieses Mal wieder den Citroen e C3, den wir kürzlich schon für den Tierarztbesuch geliehen hatten, und das Auto ist ganz okay – nur die Reichweite ist etwas optimistisch angegeben. Es war recht kalt (dazu Dauerregen, schlecht Sicht – unangenehm zu fahren), und da man dann Richtung Bodensee lang bergauf fährt, konnten wir zusehen, wie der Akku leer wurde. Beim Hegau fuhren wir raus und dort an den Schnelllader – nur noch 37% Akku, und wir hatten die Befürchtung, dass wir damit zwar bis nach Konstanz kommen, dort aber erst einmal nicht weiter (wir mussten noch von der Familie zum Restaurant und so).
Das Laden ging leider nicht so wie gedacht. Erstens war die Anzeige im Display der Ladesäule bescheuert – es waren zwei Stationen an einer Säule, aber nur ein Display, und es war nicht ersichtlich, auf welche Station sich die Anzeige bezog – und dann lud er zwar (wir gingen währenddessen aufs Klo und einen schnellen Kaffee trinken), aber bei 55% Akkustand hörte er auf. Keine Ahnung warum. Nun gut, besser als nichts, aber: Dann bekamen wir das Ladekabel nicht mehr gelöst. MEINE GÜTE war das nervig. Wir riefen den Carsharing-Service an, der erst auch nicht so richtig weiter wusste, und noch während er versuchte, den Techniker zu erreichen, bekamen wir (nach zwanzig Minuten Gedöns und dem Drücken von diversen Knöpfen, Auto zu- und aufschließen und was weiß ich) das Kabel schließlich entriegelt. Was für ein blöder Quatsch, warum muss das überhaupt so verriegelt werden? Dafür weiß ich keinen sachlichen Grund. So ein Blödsinn.
Wie auch immer. Um halb fünf da, und ab da Familienzeit – also nicht nur, es war ein runder Geburtstag meiner Schwester und natürlich hatte sie auch Freund:innen eingeladen. Zuerst kurzer Stopp bei ihr, dann fuhren wir zusammen ins Restaurant (wir hätten unser Auto gar nicht mehr gebraucht und stellten es erst mal zu einer normalen Ladestation). Dann Begrüßung allerorten und gemütlicher Restaurantabend. Ich unterhielt mich in erster Linie mit meinen beiden Brüdern, Schwägerin und Patenneffen (alle schon länger nicht mehr gesehen, war sehr schön). Gutes Essen dazu, für uns gab es sogar ein veganes Gemüsecurry. Um halb zwölf im Bett.
Am Sonntag um halb acht aufgestanden, nach relativ guter Nacht (klar, auf dem Sofa und mit ungewohnter Umgebung und dann war der Hüttenschlafsack noch neu und überhaupt, aber es ging schon).
Den Vormittag über machten wir nichts weiter außer ausführlichst zu fünft frühstücken (neben Schwester und Schwager war auch der Patenneffe dabei, der jüngste Neffe leider nicht) und ausführlichst unterhalten, und um elf packten wir dann zusammen und fuhren wieder nach Hause. Schöner Besuch.
Ereignislose Rückfahrt mit vollem Akku (der den Rückweg über auch problemlos hielt) und bei Trockenheit. Einziger Nervfaktor war wieder die Ladestation, dieses Mal beim Abstellen des Carsharing-Autos: Wir konnten zwar das Kabel einstecken, aber es begann keinen Ladevorgang. Wie sich herausstellte, braucht man da seit neuestem eine extra Ladekarte, die man aus dem Handschuhfach holen muss, was halt nirgendwo stand (oder zumindest hatten wir nichts gesehen). Nun ja. Reichlich angenervt am Ende, aber egal: Wir waren um eins daheim und hatten noch einen halben freien Sonntag.
Daheim erst einmal die Kater begrüßt und ihnen ihre Medikamente gegeben (der Nachbar hatte sie versorgt, aber die Medikamente übernahmen wir), dann zum Asian Fusion Restaurant für einen Teller dringend benötigte gebratene Udon. (Wo ich übrigens jemanden von der Uni mit Familie sah, den ich bisher nur von Vorträgen und Büchern kannte, aber Tübingen ist halt ein Dorf.)
Den restlichen Tag Haushaltszeug: Sachen wegräumen, drei Maschinen Wäsche waschen, bügeln, aufhängen, Wochenplan für die kommende Woche machen, und abends übernahm ich das Kochen, während der Liebste sich mit irgendwelchem Vereins-Buchhaltungszeug herumschlug. Um acht hatten wir eine große Auflaufform mit Pastítsios und zogen uns zu etwas Blaulichtdoku aufs Sofa zurück.
Schönes Wochenende, etwas Energie getankt, und das ist auch gut so: Die Woche wird sehr voll, ich werde vermutlich erst in der zweiten Wochenhälfte wieder zum Schreiben kommen. Es passiert aber voraussichtlich auch nicht sehr viel, außer Arbeit halt.