Immer noch warm in der Nacht. Abkühlung und Regen ist vorhergesagt, so richtig glaube ich nicht dran. Auf jeden Fall anstrengend, alle paar Stunden wach geworden mit allen Begleiterscheinungen. Anyway. Kein Katerbesuch, vermutlich sind sie beleidigt. Um halb acht stand ich auf und goss auf der Dachterrasse (an der einen Zucchinipflanze zeigen sich schon erste Früchte, an der zweiten bisher nur riesige Blätter, die dritte ist noch klein, hat aber immerhin schon Blütenansätze – wenn die alle drei Früchte tragen, dann werden wir uns vor Zucchini nicht mehr retten können). Dann halbherzige Küchenrunde und Tee, während der Liebste die Tiere versorgte (Magi nahm nichts außer seinen Medikamenten und legte sich dann draußen ins Gras) und die Pflanzen auf dem Balkon goss (das ganze Wohnzimmer roch danach mediterran, weil er den großen Rosmarin und den Majoran gegossen hatte). Außerdem gemeinsames Gießen vor dem Haus, und wir sahen den neuen Nachbarn, wie er den frisch eingesäten Rasen in seinem Vorgarten goss – wir sind offensichtlich nicht die einzigen, die Zweifel wegen des angesagten Regens haben. Gut wäre er allerdings schon, das Wasserfass vor dem Haus ist jetzt leer.
Sehr normaler, langweiliger, unspannender Sonntag – aber so ziemlich genau das, was ich aktuell wohl brauche. Erst einmal ausführliches Schreiben mit Tee, dann ein englisches Frühstück und anschließendes Internet-Leerlesen. Zwischendrin gelegentlich nach Magi schauen, der morgens vom Liebsten versorgt worden war und jetzt recht entspannt im Gras lag. Die Roboter saugten das Erdgeschoss, und weil der Liebste am Samstag das Obergeschoss übernommen hatte, wischte ich im Erdgeschoss hinterher. Dann duschen, während es draußen schon wieder heiß wurde und wir die Fenster zumachen mussten. Schmutzwäsche sortieren und die erste Maschine starten, und damit war der Vormittag vorbei.
Zum Mittagessen machte der Liebste uns eine große Schüssel Salat (Lollo Bianco, Tomaten, Paprika, Feto), Nachtisch Erdbeeren mit Zitronenquark und ein Espresso. Dann weiter im Text mit Haushaltskram, zweite und dritte Maschine Wäsche durchlaufen lassen und aufhängen (am Ende war der Wäschekeller sehr voll), bügeln, gründlich das Bad putzen. Begleitet vom neuesten Lage-Podcast (unter anderem mit dem Thema „explodierende Tierarztkosten“, you don’t say) und dem neuesten Science Cops-Podcast. Man kann schlechter unterhalten werden.
Währenddessen wurde es draußen bewölkt, es kam Wind auf und wir hofften ganz vorsichtig auf Regen. Aber von wegen. Es kühlte zwar ein kleines bisschen ab, aber abgesehen von zehn Regentropfen um vier Uhr passierte überhaupt nichts. Das war nicht einmal genug, um Magi zum Gang ins Haus zu bewegen (er lag auf dem Schattendeck im Trockenen). Nur der Nasenkater kam nachmittags zu uns. Während es draußen nach dem bisschen Regen sofort sehr unangenehm schwül wurde. Seufz.
Gemeinsames Kochen, wir machten einen großen Topf Gulasch mit Sojachunks, darin Tomaten (frisch und regional), Pilze (frisch und regional), Tomaten (frisch und regional) und grüne Bohnen (frisch, aber nicht ganz regional, na gut). Während das Gulasch köchelte, versorgten wir die Kater für den Abend und machten dann einen Wochenplan für die kommende Woche. Das gestaltete sich deutlich schwieriger als gedacht. Zuerst schaute ich das Juni-Heft VF&L durch, aber dieses Mal war irgendwie überhaupt nichts drin, was mich angesprochen hätte. (Viele Rezepte mit Zucchini und Auberginen, und das gibt es – noch – nicht.) Und erschwerend haben wir grünen Spargel und vor allem Mangold daheim, beides will verplant werden. Normalerweise habe ich ständig das Gefühl, ich würde von Mangold-Rezepten überrannt (wie oft ich dachte „ach, das sieht gut aus, aber können wir nicht machen, der Liebste mag kein Mangold“), und wenn ich mal eins suche, finde ich NICHTS. Leicht nervig. Ich griff schließlich für den grünen Spargel auf klassische Spaghetti mit Tomaten und Spargel zurück, und für den Mangold wird es ein Sahnegemüse mit Kartoffelbrei werden. Es soll abkühlen in der nächsten Woche, also sind deftige warme Gerichte vielleicht ganz gut.
Apropos Abkühlen. Gegen halb acht wurde es tatsächlich etwas kühler: Wir machten überall die Fenster auf und ich wechselte in lange Jogginghose und Hoodie. SO gut. Dann Abendessen, bisschen Zeitungsrätsel, bisschen mit dem Nasenkater diskutieren, der Aufmerksamkeit wollte.
Restlicher Abend: Kein Sternentor, stattdessen sammelte ich schon die Lieblingströts vom Mai zusammen und bereitete einen Blogpost vor, und dann las ich noch ein paar Takte. Bevor ich früh ins Bett ging. Vor mir eine (wieder) sehr volle Woche, und ich möchte gern wenigstens versuchen, einigermaßen ausgeschlafen zu starten.