Zettel, Kaffee, Bücher, Montag 9.3.2026

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Anstrengende Nacht mit vielen Wachphasen, Heiß-Kalt-Abwechslung, eine klassische Montagsnacht halt. (Ob das in der Rente besser wird?) (Lol, Rente)
Um zehn nach halb sieben nach etwas Snoozen schließlich aufgestanden. Morgenroutine mit nervigen Katern (die das ganze Futter aus der Schüssel ausräumten, statt es zu fressen, also zumindest der Nasenkater, Magi versuchte das Fressen nicht mal, nach der Medikamentengabe – die klappte immerhin – verschwand er gleich in den Garten und dann aufs Sofa), dann ein Blick in die Zeitung. Wirklich überraschend war es nicht gekommen, aber ich war trotzdem traurig über das extrem schlechte Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl. Und klar, Glückwunsch an die Grünen, und ein schwarzer Ministerpräsident ist uns erspart geblieben (…vermutlich), aber die Grünen sind halt hier in BW nichts anderes als eine grün lackierte CDU, und… nun ja. Ich schob die Landespolitik erst einmal aus dem Kopf, war eh zu müde.

Müsli zum Frühstück, Tee, ein bisschen schreiben, schnell ins Bad, eine Kanne chinesischen Gunpowder kochen, und um kurz vor neun war ich pünktlich am Schreibtisch.

Ein recht vollgepackter Tag: Nach dem ersten Sichten von Kalender und Inbox schrieb ich mir erst einmal einen priorisierten Aufgabenzettel. Eine Stunde Onlineunterricht, etwas Nachbereitung, dann administrativer Krams. Unterbrochen von einem spontanen Meeting mit dem Chef, der ein paar wichtige Dinge zu besprechen hatte (praktisch, weil die teilweise auch mit meinem Aufgabenzettel zu tun hatten). Als ich um Viertel vor eins Mittagspause machte, hatte ich schon einen recht guten Stand.

Mittagspause mit zweiter Hälfte Linsencurry und Buch (ich habe mir das neue von Michael Butter zum zweiten Lesen – zumindest von ein paar Kapiteln – aus dem Regal gezogen). Draußen schönstes Frühlingswetter und ziemlich warm (die Narzissen vor dem Haus haben angefangen zu blühen), sodass ich mir die grüne Jacke und einen Togo-Becher nahm und zum Supermarkt nebenan ging (immerhin ein paar Schritte draußen!), um mir einen Kaffee zu holen. Milchkaffee in dem Sinn hatten sie in vegan nicht, aber einen normalen Kaffee und so ein Minipack Oatly dazu, sehr niedlich eigentlich. Das war für mich völlig ausreichend.
Daheim nach Kaffee schnell das Bad geputzt, außerdem Diskussionen mit den Katern, die das morgens angebotene Futter nicht wollten: Es ist aus einer gemischten Senior-Packung, sodass ich nicht über alle Sorten die Kontrolle habe, und eine davon war halt Lachs. Was doof ist, denn erstens will ich Fische eigentlich überhaupt gar nicht kaufen (jede Art von Tiernutzung ist komplett scheiße – ein großes Dilemma bei der Katzenfütterung – aber Fische sind noch einmal eine Katastrophe im Quadrat, was Tierquälerei und Umweltzerstörung angeht), und zweitens mögen die Kater sie noch nicht einmal sonderlich. Nachdem ich ein bisschen „Soup“ druntergemischt hatte und sie halbherzig gefressen hatten, warf ich den Rest schließlich weg. Seufz.

Ab halb zwei am Schreibtisch: Weiter mit meinem Aufgabenzettel, ein spontanes Meeting mit der Co-Chefin (woraus mir weitere Aufgaben erwuchsen, aber für die kommenden Tage), dann ein geplantes Meeting mit dem Chef, und schließlich noch eine Stunde Unterricht zum Abschluss. Am Ende (so zwanzig nach sechs) war der Zettel leer, meine Inbox ein bisschen leerer (nicht so gern, wie ich es gern gehabt hätte, nachmittags meldete sich ein Kollege krank, den ich vertreten musste, deshalb kamen ab da seine Mails zu mir) und ich war ganz zufrieden mit dem Arbeitstag.

Weil der Liebste mir zwischendrin schon geschrieben hatte, dass er spät heimkommen würde, übernahm ich Katzen (Medikamentengabe wieder mit Diskussionen) und Kochen, begleitet von einem Podcast von Der Rest ist Geschichte, mit der nicht von der Hand zu weisenden Fragestellung „Warum gibt es die CSU?“ – und sieh an, das hing unter anderem damit zusammen, dass die Amis in ihrer Besatzungszone nur die Gründung von Parteien auf Landesebene erlaubten, auf Bundesebene aber verboten, sodass die CDU in Bayern keinen Verband gründen durften – und später wollte die CSU keine Fusion mehr. Wusste ich nicht.
Um halb acht hatten wir ein wunderbares Essen bestehend aus Lauch, Räuchertofu, Chili, Kohlrabiwürfeln und Dinkel, alles in der Pfanne gebraten. Ich liebe Getreidekörner als Essen so sehr.

Restlicher Abend lesen, ich ging bald nach oben (der Liebste schaute währenddessen eine Doku in der Mediathek an, schlief aber bald ein). Gerade keine Lust auf Serien und so, aber wenn ich die Zeit dafür zum Lesen nutzen kann, ist es mir sehr recht. Dementsprechend auch: drei Bücher bestellt, die hoffentlich bald kommen. Ach ja, und eine Überraschung für den Liebsten bestellt, ein Fotobuch mit einer Kollektion von 2025. (Also es ist für uns beide, aber er weiß davon noch nichts.) Ein bisschen kitschig vielleicht (das machen ja viele Leute, deshalb hat es mich bisher immer abgeschreckt), aber andererseits haben wir ja kürzlich ein Fotobuch (nicht von 2025) zum Geburtstag meiner Schwester gemacht, und die Idee fand ich nett. Die Chance ist recht hoch, dass wir nie mehr reinschauen, ist aber egal. Es nimmt im Regal wenig Platz weg.