Arbeiten und Pilze, Mittwoch 1.4.2026

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Erstes Quartal des Arbeitsjahrs schon vorbei. Wahnsinn. Wobei ich sagen muss: Auch eine Menge passiert in diesen ersten drei Monaten.
Einigermaßen okay geschlafen auf jeden Fall, kurz nach halb sieben aufgestanden (draußen schon wieder deutlich am Dämmern – das mag ich so an der Zeitumstellung zum Sommer: Man hat sofort die Belohnung mit den längeren Abenden, und morgens merkt man es trotzdem kaum. Also ich zumindest). Da Osterferien waren, fiel der Yogakurs aus, ich hatte also einen etwas entspannteren Morgen vor mir. Erst einmal gemeinsame Küchenrunde und Katzenmaintenance, da der Liebste mit mir zusammen aufgestanden war und außerdem festgestellt hatte, dass unsere Zeitung fehlte. Das war natürlich andererseits ziemlich blöd, aber nun ja.

Viel Tee, Schreiben, zum Frühstück der letzte Rest selbstgebackenes Brot mit der zweiten Hälfte der Avocado (jetzt deutlich besser nach zwei Tagen Wartezeit, auch wenn ich immer noch eine Gabel zum Zerdrücken brauchte). Beim Frühstück ein bisschen in Nostalgie geschwelgt, weil der Liebste und ich beide das Past Puzzle machten (es gab ja keine Zeitung) und das gesuchte Jahr 2001 war – wir erinnerten uns also an quasi alles. Ich lag bei der ersten Frage (kontrollierter Absturz der Mir) noch um ein Jahrzehnt daneben, bei der zweiten Frage (Launch von Wikipedia) hatte ich bereits den Treffer, ich erinnerte mich aus dem Studium und Berufsleben noch daran. Sehr lustig war die verlinkte Webarchiv-Startseite der Ursprungs-Wikipedia: Man kann sich kaum noch vorstellen, dass Webseiten mal so aussahen. Auch nett die dritte Frage zum Release von Windows XP: Mein zweites Betriebssystem und dasjenige, das bei mir am längsten lief (und das beste, das Microsoft je gemacht hat). Wobei Linux Mint gute Karten hat, hier auf Platz 1 zu kommen, was Nutzerfreundlichkeit, Stabilität und generelles „kein Gedöns“ angeht.

Nach dem Frühstück verschwand der Liebste recht schnell ins Büro, aber ich beschloss ein bisschen Minusstunden zu machen und mich erst um den Blog zu kümmern (konkret die Lieblingströts vom März zu sammeln). Um halb neun mal ein Blick in Mails und Nachrichten, aber weil da nichts auflief, ließ ich mir Zeit. Schreiben, ausführliche Dusche, gegen halb zehn war ich dann „richtig“ am Schreibtisch.
Geruhsamer Vormittag, den ich in erster Linie mit Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Kommunikation und Antworten verbrachte. Insgesamt wenig Ansprache: Man merkt schon deutlich, dass viele in den Osterferien sind.

Um halb eins lange Mittagspause mit der zweiten Hälfte Nudelsalat, dazu Internet leerlesen, Podcast hören (mal wieder ein Guardian-Podcast, The Day In Focus, außerdem eine Live-Folge von Der Rest ist Geschichte zum Umgang der US-Regierung mit ihrer Geschichte und Erinnerungskultur allgemein), gelieferte Gemüsekiste aufräumen, Katzen bespaßen. Um Viertel vor zwei schließlich ins Büro, mit Schal und Mütze, aber wieder mit roter Jacke (es wurde gaaanz, ganz graduell milder, und der Schneeregen hatte sich auch verzogen).

Am Nachmittag dann noch vier Stunden Büroarbeit mit viel administrativem Zeug, ein paar Sachen mit Kolleg:innen zu besprechen, Telefonate, eine Stunde Unterricht vor Ort, ein Beratungstermin (etwas nervig, unter anderem weil die Person 20 Minuten zu spät kam). Und schließlich eine größere Sachen für unser QMS, bei dem ich zwar nicht „fertig“ wurde, aber zu einem besprechbaren Zustand kam. Sehr typisch für mich: Ab halb fünf wurde ich wieder richtig produktiv und hätte eigentlich noch gut in den Abend rein arbeiten können. Machte ich aber nicht, sondern um sechs pünktlichen Feierabend.

Daheim kurzer Austausch mit dem Liebsten, der die Kater schon versorgt hatte und gerade seine Sachen für den Abend packte: Er war auf der JHV für den Bastelverein und musste deshalb vor dem Abendessen (essen und noch wichtiger, kochen) schon los. Ich kochte also allein, ein einfaches Rezept aus dem Januar-Heft VF&L, angeblich eine Art Pissaladière. Aber eigentlich auch nicht, weil natürlich keine Sardellenpaste (Pissalat) benutzt wurde und keine Tomaten oder Oliven und auch kein Hefeteig: Stattdessen gekaufter Blätterteig, auf den eine große Portion geschmorter Pilze kamen und sehr viele Zwiebeln (bei mir eine Mischung aus roter Zwiebeln und Schalotten), die ich ebenfalls schmorte und mit Zucker und Balsamicoessig karamellisierte. Dann 20 Minuten in den Ofen und am Ende noch eine Handvoll geschnittenen Rucola als Topping. War also kein kompliziertes Essen und ausgesprochen gut. Nur ein bisschen wenig, aber mit einer Portion Chicoréesalat vorneweg und einem Vanillequark danach war es in Ordnung.

Restlicher Abend lesen, erst auf dem Sofa mit einem wärmenden Magi auf dem Bauch, ab neun im Bett. Kurz vor zehn die richtige Bettschwere für Licht aus. Schöner, entspannter Abend.