Erstaunlich gut durchgeschlafen, obwohl irgendwann frühmorgens Magi zu mir kam (die Schlafzimmertür war zur Abwechslung mal wieder auf) und sich zu meinen Füßen zusammenrollte. Da er weder zappelte noch sich auf die Füße legte noch laut schnurrte, schlief ich tatsächlich wieder ein. Als er dann irgendwann mal nachsehen kam, ob ich vielleicht noch zuckte oder so, war es tatsächlich schon halb acht und ich stand auf (dieses tapfere, geduldige Tier). Katzenmaintenance (der Nasenkater wartete unten) und ausführliche Küchenrunde, dann wurde der Liebste wach und wir starteten in zwei von drei Stockwerken die Saugroboter. Den Luftentfeuchter im Wäschekeller leerte ich auch und der Liebste hängte die Wäsche ab: Bis auf die Mütze eines Hoodies war alles schon trocken. Sehr schön.
Routinierter Vormittag, ich schrieb ein bisschen, las mich ein bisschen durchs Internet, und der Liebste machte uns Pfannkuchen zum Frühstück. Dann eine Kanne Gunpowder. Schließlich Haushaltszeug: bisschen Küche, schlappen Salat waschen (und in Zuckerwasser legen) Wäsche wegräumen, dann oben Schlaf- und Arbeitszimmer wischen, nachdem ich Harold überredet hatte, auch das Arbeitszimmer zu saugen – mehrmals Fehlermeldungen, „Staubfilter einsetzen“ (war natürlich drin und frisch geleert). Eigentlich hätte er dann noch „schnell“ das Bad saugen sollen, während ich fertig wischte, aber das ging nur unter Mühen. Alle paar Sekunden kam die gleiche Fehlermeldung, bis der Liebste ihn schließlich nach unten trug und etwas genauer ansah. Die Ursache war schnell gefunden (ein Kontakthebel wird nicht mehr richtig gedrückt), die Lösung – mal sehen. Alles mal gründlich gereinigt, der erste Test klappte nicht, also nochmal auseinandergefriemelt und gereinigt, dann sah es ganz gut aus. Harold ist ja der erste und älteste unserer Roboter, von der Schwiegermutter damals als „defekt“ überlassen, und wenn er jetzt so langsam seinen Geist aufgeben würde, hätte er wirklich lang und treu seine Dienste geleistet. (…wir müssten ihn dann allerdings trotzdem ersetzen. Ohne Roboter kriegen wir das Putzen nicht mehr hin.)
Nach dem Putzen ausführliche Körperpflege, dann war es eins und ich machte uns ein paar Spaghetti zum Mittagessen – wir hatten noch reichlich von dem selbst gemachten Rucolapesto da. (Gut, nur ein bisschen langweilig, sogar das Bittere war verschwunden.) Zeitungsrätsel, ein türkischer Mokka und ein paar Mannerschnitten (für mich vermutlich das letzte Mal: Ich kann sie wirklich nicht mehr essen, sie sind SO UNFASSBAR PAPPSÜSS!!), dann packte ich alles zusammen fürs Einkaufen.
Große Einkaufsrunde, die einen beträchtlichen Teil des Nachmittags einnahm. Erst einmal zu Alnatura und dm, daheim alles aufräumen, dann zum Supermarkt nebenan. Dort wollten wir eigentlich „nur“ Wasser und ein paar andere Sachen, aber am Ende wurde es auch dort ein kompletter Einkaufswagen voll. Und in beiden Läden eine dreistellige Summe (dm nicht, aber auch dort nicht wenig). Wenn man noch den Baumarkt vom Freitag dazu nimmt, der auch dreistellig war, dann… war das ein sehr teures Wochenende, ganz ohne wegfahren. Aber dafür weißer Spargel, grüner Spargel, Erdbeeren, und alle Vorräte sind auch wieder aufgefüllt, für Kater und Menschen. Außerdem wieder frische Blumen: Dieses Mal vier frische Gerbera, knallig gelb, die sich in der Vase aus blauem Rauchglas ganz ausgesprochen gut machen.
Wieder daheim letztes Zeug wegräumen, dann größere Pflanzaktion (es war nämlich mittlerweile die Sonne rausgekommen): Wir holten die Zwiebeln der verblühten Mininarzissen aus den Schalen vor dem Haus und vergruben sie in einem Balkonkasten auf der Dachterrasse (mal sehen, ob sie nächstes Jahr wieder kommen, aber ich bin optimistisch). In die Schalen kamen die gekauften Sukkulenten, und das sieht tatsächlich ziemlich cool aus – ungefähr so wie von mir vorgestellt. Ich hoffe mal, dass sie jetzt auch ein paar Monate überleben.
Nächster Schritt Dachterrasse mit wildem Pflanzentausch. Die zwei neu gekauften Terrakottatöpfe wurden befüllt und bekamen zwei Tomatenpflanzen, die aus ihren kleinen Töpfen befreit wurden. Dann setzten wir eine Paprika ins Hochbeet an die Stelle der gekillten Zucchinipflanze (bis jetzt keine weiteren Fraßschäden, ich hoffe, dass das Schneckenthema damit durch ist), außerdem noch zweimal Basilikum. Und schließlich fanden wir noch einen dritten großen Topf (…nämlich den mit der endgültig gestorbenen Echinacea) für die letzte Zucchinipflanze, die bis jetzt auf dem unteren Balkon darbte. Mal sehen, ob sie anwächst. Die anderen beiden im Hochbeet (die keine Schneckenattacke zu erdulden hatten) sind schon ziemlich gewachsen. Vielleicht wird es dieses Jahr wieder etwas mit Zucchini.
Mittlerweile war es halb sieben und Zeit fürs Abendessen: Ein bisschen gemeinsame Schnippelei, dann hatten wir eine Schüssel Salat, Spargel, Béchamelsauce und Kartoffeln aus dem Ofen (weil der Liebste keine Geduld für Bratkartoffeln hatte – war aber eine sehr gute Alternative). Gutes Essen.
Restlicher Abend mit SG1 (und zwei Katern) auf dem Sofa, begleitet von einem Glas badischem Weißburgunder (vom Kaiserstuhl). Kein ESC für uns – ich hatte überhaupt keine Lust drauf. Nicht wegen Israel-Boykott oder so (eher genervt davon), sondern irgendwie passte die Stimmung nicht. So viel zu tun im Moment, so viele Baustellen, Laune immer so halbgar, und ich hatte überhaupt keine Lust, bis nachts um zwei wach zu bleiben. Dass mir nach der langen Einkaufsrunde extrem die Füße weh taten (neues Feature: Meine rechte Achillessehne tut jetzt akut genauso scharf weh wie die linke, toll), half auch kein bisschen – ich kam kaum die Treppe runter. Deshalb einfach ins Bett um halb elf.