Abhaken und abwarten, Donnerstag 16.7.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Am Abend dachte ich beim Licht ausmachen noch, okay, Schlafzimmer hat 23,6 Grad, das ist ganz in Ordnung, und Dachterrassentür ist ja offen, es wird also noch weiter abkühlen. Kann der Ventilator also aus sein und ich mal ohne Ohrstöpsel schlafen. Als ich ungefähr anderthalb Stunden später aufwachte, waren es 24,2 Grad. Über ein halbes Grad mehr trotz offener Dachterrasse! Sehr angenervt. Also machte ich den Ventilator doch wieder an (und ein weiteres Fenster auf) und konnte damit dann (…mit Ohrstöpseln) einigermaßen schlafen. Morgens trotzdem sehr müde, zweimal gesnoozt vor dem Aufstehen.

Der Blick auf die Dachterrasse zeigte: Nachts schien es stark geregnet und gewindet zu haben (die Plastik-Gießkanne und den Fußabstreifer sammelte ich irgendwo ein). Gießen also nicht nötig, ich erntete aber zwei Zucchini (eine davon klein, aber schon etwas schrumpelig), eine kleine Tomate (leider entdeckte ich zwei weitere, die noch nicht erntereif waren, aber schon braune Stellen hatten, seufz) und die erste Spitzpaprika. Noch grün, aber ich denke, das ist eine Sorte, die man grün ernten sollte (vielleicht Pimientos de Padron, ich bin nicht sicher).
Als ich die Treppe herunterkam, wackelte mir Magi aus dem Wohnzimmer entgegen. Also mit dem Liebsten gemeinsame Katzenmaintenance, irgendwann kam auch der Kater aus dem Garten dazu. Küchenrunde, Tee. Beide sehr, sehr müde und wirklich froh, dass bald Urlaub ist. Dabei ist es bei mir bei der Arbeit im Moment echt angenehm ruhig, aber trotzdem ist es anstrengend.

Nun ja. Keine lange Zeit zum Gedanken machen, ich hatte einen frühen Termin. Tee, schreiben, dann machte der Liebste uns ein Porridge, ich ging duschen und um kurz vor halb neun saß ich mit noch ganz leicht feuchten Haaren pünktlich im Online-Meeting. Für einen zweiten Tee hatte es nicht gereicht, aber ich bekam vom Liebsten eine Tasse Kaffee nach oben gebracht.
Relativ merkwürdiger Arbeitstag, an dem ich einerseits das Gefühl hatte, tausend Dinge noch erledigen zu müssen, andererseits ging es nicht so richtig vorwärts – teils weil mir Informationen von Leuten fehlten, teils war aber auch der gefühlte „Erledigen!!“-Berg eher gefühlte Unruhe – nicht untypisch kurz vor dem Urlaub. Auf jeden Fall ein Meeting am Morgen, dann Zeugs abarbeiten, Mails beantworten, auf Informationen warten, so halt.

Mittagspause um halb eins mit dem restlichen Thai Curry (wirklich sehr gelungen dieses Mal), ab eins wieder am Schreibtisch. Ein zweites, längeres Meeting am Nachmittag, und dann wurde es etwas ruhiger und ich konnte Krams bearbeiten. Und mich auch um so Sachen kümmern wie ein Geburtstagsgeschenk für einen Kollegen organisieren (die Kollegin sammelt Geld ein, ich besorge – fällt dann in meinen Urlaub, aber egal, wir fahren ja nicht weg), ein paar Bücher bestellen und etwas Datensicherung betreiben und so. Außerdem Termine für nach dem Urlaub ausmachen, denn im August geht es gleich tapfer weiter, wenn auch mit – hoffentlich – okayer Schlagzahl.

Um kurz nach sechs machte ich Feierabend und holte den Liebsten aus dem Arbeitszimmer. Das von Nina zwischenzeitlich angekündigte SCHWERE Gewitter mit HAGEL und STURMBÖEN hatte sich zwar nicht bewahrheitet (zumindest bei uns nicht), aber es war heiß und sehr unangenehm schwül. Leicht gestresst zum Supermarkt nebenan, wo wir, wie so oft, „nur ein paar Kleinigkeiten“ (Wasser in erster Linie) holen wollten und mit einem vollen Einkaufswagen zurückkamen. Ausgerechnet das Wasser gab es nur noch in der Medium-Variante, und nachdem bereits die „Still“-Variante für meinen Geschmack grenzwertig viel Kohlensäure hat, wird diese Kiste wohl eher etwas für den Liebsten sein.

Daheim Zeugs wegräumen, mit den Katern diskutieren (der Nasenkater bettelte quasi permanent nach Katzenwurst, Magi wollte stattdessen gar nichts – er ließ sich aber wenigstens mal bürsten, dringend nötig – und nahm seine Medikamente nur unter Mühen) und Abendessen. Ich hatte Ofengemüse geplant, was bei dem warmen Wetter vielleicht nicht die beste Idee war, aber egal. Auf jeden Fall eine eigene Zucchini (extrem aromatisch), Paprika, Pilze, Brokkoli und Kartoffeln, dazu ein Joghurt mit Minze und Gurke, das war dann schon ein sehr, sehr gutes Essen.
Damit zum Sternentor aufs Sofa, vom Nasenkater begleitet (Magi wollte nicht). Um zehn ins Bett und noch ein bisschen lesen. Nur noch ein letzter Arbeitstag bis Urlaub, und so langsam freue ich mich richtig drauf.