Ergebnisse, Dienstag 14.7.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Anstrengende Nacht: Natürlich abends wieder 25 Grad im Schlafzimmer, trotz Ventilator, und das ist einfach etwas zu viel. Es dauerte lang, bis ich die warme Luft rausgepustet hatte (klappte eh nicht so toll). Dann musste ich mehrfach aufs Klo, kein Wunder, wenn man am Abend noch einen Liter (alkoholfreies) Bier trinkt, und generell wälzte ich mich etwas herum und schlief schlecht. Am Morgen mehrfaches Snoozen, bis der Liebste um zehn vor sieben nach Katerversorgung und allem schließlich nachschauen kam, ob ich vielleicht auch mal aufstehen wollte oder so?
Dachterrassengießen, Tee und Brötchen mit Mandelfrischkäse zum Frühstück, während der Himmel draußen immer dunkler wurde und sich dicke Regenwolken zeigten. Es waren eigentlich erst gegen Nachmittag Schauer und Gewitter angekündigt (Dachterrasse deshalb trotzdem gegossen, denn der Regen zieht so oft an uns vorbei). Da die Regenfässer nicht mehr viel Wasser haben und überhaupt der ganze Garten dringend Wasser braucht, hätten wir gegen einen nassen Tag überhaupt nichts einzuwenden.

Der Wunsch erfüllte sich ziemlich pünktlich um kurz vor acht, als es zu gewittern und heftig zu regnen begann. Etwas blöd für den Liebsten, der gerade dabei war, aus dem Haus zu gehen. Er buchte sich stattdessen ein TeilAuto, unter Mühen: Offensichtlich hatten sämtliche andere Nutzer auch aus dem Fenster geschaut und beschlossen, bei dem Regen eher mit dem Auto zu fahren. Man konnte quasi zuschauen, wie die freien Autos von der Karte verschwanden. Schließlich war er doch noch erfolgreich und ging los, und ich ging duschen.
Als ich um Viertel vor neun ins Büro ging, hatte sich das zentrale Gewitter etwas verzogen, aber es regnete noch. Kalt war es nicht, also ging ich mit langer Hose, Shirt, Regenschirm und Sandalen aus dem Haus. Klappte okay bis auf die Schuhe: Dass die Zehen nass wurden, war mir egal (wie gesagt warm), aber die Sandalen waren doch deutlich nasser als erwartet. Im Büro zog ich sie erst einmal aus und saß die erste Zeit barfuß da, während sie so einigermaßen trockneten.

Ein recht voller Arbeitstag, obwohl ich eigentlich gehofft hatte, ich hätte ein paar Ruhepausen für Zeugs. Naja, Zeugs erledigte ich schon, aber alles akute Sachen. Vormittags war ich ein kleines bisschen in die laufende Prüfung involviert (eher für Nachfragen, der Kollege war verantwortlich) und arbeitete ansonsten meine Mailbox durch, schrieb Rechnungen, Gedöns. Und stellte kurz vor der Pause fest, dass wichtige Prüfungsergebnisse veröffentlicht worden waren. Also noch einmal eine Runde Nachbearbeitung und viele, viele Mails.

Mittagspause um halb eins mit den restlichen „Currykartoffeln“ mit Kichererbsen, immer noch gut, nur nervig zu essen (…Kartoffeln zerkleinern hätte einfach geholfen). Am Nachmittag war ich bis kurz vor drei in der Prüfungsaufsicht (leicht genervt von einer Prüfungsteilnehmerin, die wegen der Prüfungskonditionen am Morgen herumzujammern begann, bisschen spät halt) und legte außerdem eine kleine handschriftliche Liste an: Ideen, womit ich unseren baldigen Urlaub daheim füllen möchte. Damit wir nicht nur „rumhängen“ oder arbeiten.

Um drei hatte ich mit dem Chef ein interessantes Meeting, also interessant für mich, weil das für uns eher selten vorkommt: Ein Mensch einer Firma, der mich kürzlich kaltaquisemäßig angerufen hatte, stellte uns ihre Prüfungssoftware vor. Wir sind so halb die Zielgruppe dafür, und es war schon recht interessant, auch wenn der Chef etwas weniger überzeugt war als ich (und auch ich meine Fragezeichen habe). Insgesamt ist alles ziemlich KI-basiert, und da bin ich bei weitem nicht so optimistisch wie der Mensch von der Softwarefirma, dass die Ergebnisse qualitativ so gut sind, wie man sie brauchen würde.

Eigentlich war meine Idee, nach dem Meeting gegen vier oder halb fünf nach Hause zu gehen, aber dann waren prompt tausend Mails wegen der Prüfungsresultate vom Vormittag gekommen, und von drei weiteren Prüfungen waren die Resultate da. Das ist generell super, denn wenn sie alle in meinem Urlaub kommen würden, müsste ich die ganze Arbeit an den Vertretungskollegen delegieren, und das würde ich gern vermeiden. Außerdem warten die Leute dringend drauf, es hängen einige Deadlines dran (unter anderem schaffte eine Prüfung haarscharf die Uni-Immatrikulationsdeadline 15.7.). Also arbeitete ich die Sachen halt noch ab und war damit beschäftigt bis halb sieben. Oh well. Dann heim in mittlerweile sehr warmem Wetter: Nach dem Regen am Vormittag war es irgendwann sonnig und heiß geworden, ungefähr 32 Grad, und dazu logischerweise sehr unangenehm schwül. Die lange Hose war da eher blöd.

Der Liebste war daheim und dort mit Zeugs im Arbeitszimmer beschäftigt. Ich stellte deshalb die Sachen fürs Abendessen raus und ging dann nach den Katern schauen. Magi wollte nicht rein, aber der Kater ließ sich drinnen seine Medikamente geben und marschierte dann mit mir noch ein bisschen durch den Garten. Ich war dort erst einmal mit eher ekligen Anteilen der Katzenhaltung beschäftigt (verdauungsbezogen, ohne ins Detail zu gehen), aber man schaut ja mit Stolz (oder Sorge) auf alles, was die Tiere so machen. Nun ja.

Damit war ich dann allerdings ziemlich durch für den Abend. Schnelles gemeinsames Kochen, wir machten einen mediterran angehauchten Nudelsalat (mit Räuchertofu, Zucchini, Oliven, getrockneten und frischen Tomaten) mit einem Dressing aus Basilikumöl und Aceto Balsamico, in das wir die restliche halbe Packung Hummus einrührten. Damit war alles an abgelaufenen Sachen aus dem Kühlschrank verbraucht. Gerade Hummus machen wir eigentlich immer frisch, diese Packung war noch vom Liebsten übrig, als er im Frühjahr in Heidelberg gewesen war. Und es hält sich lang, aber halt nicht ewig.

Restlicher Abend mit einem alkoholfreien Gin & Tonic auf dem Sofa, mit ein bisschen Blaulichtzeug und dann Stargate. Mit ziemlich leerem Kopf, bis ich um kurz vor zehn nach oben ging und dort noch eine Stunde las. Das aktuelle Buch (immer noch Der Taucher von Mathijs Deen) ist wirklich ausgesprochen spannend und gut zu lesen. Und es war sowieso zu warm zum Schlafen.