…und schon sind wir wieder bei todmüde am Morgen – wenigstens wachte ich mit dem Weckerlicht (und kurz vor Piepsen) auf, aber ausgeschlafen war ich nicht. Das war auch kein Wunder, denn im Schlafzimmer hatte es immer noch 25 Grad, trotz aller Fenster offen und Ventilator die ganze Nacht. Auch die restlichen Räume nicht kühler. Seufz. Ich sah den Liebsten den Garten gießen (keine Ahnung, wann es mal wieder regnet, obwohl man Wolken sieht) und die Wege mähen – vielleicht etwas früh um 6:40, aber dafür wenigstens nicht brüllend heiß. Dieser Sommer geht mir ganz offiziell massiv auf die Nerven – tut er ja jedes Jahr, aber in den letzten Jahren wurde er durch ein paar schöne Sachen immerhin ein bisschen ausgeglichen (Schwimmen im Fluss, Abende auf dem Balkon, Sommerfeste, so was). Dieses Jahr eher weniger. Und dann ist er auch noch am Tod unseres alten Katers schuld. Also mit schuld zumindest.
Der andere alte Kater sprang aber fröhlich um den Liebsten herum – wenigstens einer, der sich über „Draußenwetter und kein Regen“ freut. Wobei es ihm auch zu warm ist.
Wie auch immer, hilft ja nichts. Immerhin hatte ich einen Heimarbeitstag mit wenigen Punkten auf der Agenda vor mir – da meine geplanten Kurse nicht stattfinden werden, habe ich weder montagabends noch dienstagmorgens Stress. So komme ich im August vielleicht WIRKLICH dazu, Stunden abzubauen. Der September und Oktober werden sowieso voll.
Morgens aber erst einmal ein einigermaßen ruhiger Start. Kleine Küchenrunde, Müsli zum Frühstück, bisschen schreiben. Um kurz vor neun war ich am Schreibtisch und sah einmal kurz nach meinen Nachrichten (wenig passiert), hatte dann aber so massive Rückenschmerzen (blöde Verspannung im rechten Schulterblatt), dass ich erst einmal für zwei ausgedehnte Sonnengrüße auf die Yogamatte ging. Den restlichen Vormittag ging es besser, ich machte mir eine Erlediliste und arbeitete Stück für Stück ab. Ein kurzer Teamscall mit dem Chef, ansonsten vor mich hin.
Zur Mittagspause ging ich schnell duschen, dann restliches Ratatouille gemeinsam mit dem Liebsten. Der verabschiedete sich anschließend ins Büro, und zwar mit dem Auto (es war einfach viel, viel zu heiß für Fahrrad oder zu Fuß), und ich ging in den Garten, den Kater bürsten, und war ab halb zwei wieder am Schreibtisch.
Dort weiter im Text, Orgakram, und um halb vier radelte ich ins Büro: Ein paar Sachen für den kommenden Tag vorbereiten und ein paar Absprachen mit den Kolleg:innen (unter anderem einen blöden Fehler von mir ausbügeln, ärgerlich, aber na ja). Im Büro war es leider wärmer als daheim – das macht ja Hoffnung für die nächsten Tage. Aber positiv: Meine neue hellblaue Segeltuchhose kam zum Einsatz, und sie trägt sich wirklich gut.
Um kurz nach fünf war ich fertig mit der Arbeit und ging direkt ins Fitness (bisschen eine Herausforderung, die Fitnesstasche auf dem Fahrrad zu transportieren, aber wozu hat man einen Gepäckträger). Ziemlich exakt seit einem Monat mal wieder. Der große Vorteil: Dort ist es klimatisiert, es war also am ganzen Tag der kühlste Raum.
Trotzdem anstrengend und vor allem sehr schweißtreibend, aber ich war überrascht, wie gut ich bei den Geräten durchkam. Ich hätte nach der langen Pause ein schlechteres Training erwartet. Angenehm leer war es auch. Das plane ich mir jetzt im August wieder mehr ein, denke ich. Bevor es wieder voll wird.
Um halb sieben daheim, wo ich einen heißen und angestrengten Mann vorfand. Ich ging erst einmal zum Kater in den Garten und brachte uns beiden dann ein alkoholfreies Radler (half ein bisschen). Der Liebste machte uns beiden einen Kartoffelsalat zum Abendessen, und ich goss währenddessen die Dachterrasse. Ich hatte nämlich während des Fitness aus dem Fenster den Regen über der Weststadt wie einen Vorhang fallen sehen, aber bei uns war mal wieder nichts angekommen. Und obwohl es den halben Tag bewölkt (und furchtbar schwül) war, glaubte ich auch für später nicht dran. Beim Gießen gleich noch eine volle Schüssel Tomaten geerntet, ein knappes Kilo. Hui. Erstaunlich gute Ernte dieses Jahr!
Restlicher Abend ohne Berichtenswertes, halt Kartoffelsalat (mediterran angehaucht, der Liebste hatte grüne Spitzpaprika und Zucchini – beides vom Dach – im Ofengrill geröstet, dazu ein Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, Ganzkornsenf) und ein bisschen Blaulicht, ein bisschen Sternentor. Irgendwann ein neben uns schlafender Kater (dem müssen wir das Fressen ein bisschen nahebringen, wenn es nach ihm ginge, würde er nur Trockenfutter, Leckerchen und Katzenwurst zu sich nehmen). Ins Bett um zehn, bei leider 26 Grad im Schlafzimmer. Schon erwähnt, wie nervig ich den Sommer finde?