Training, Apps, Fahrrad, Tee-Eis; Sonntag 13.9.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Unruhige Nacht mit mehrfachem Aufstehen, aber auch einer angenehmen Tiefschlafphase frühmorgens, die – ich schaute auf den Wecker – um 5:57 mit beleidigtem Miau vorbei war. Ich werde wohl so schnell nicht mehr ausschlafen. Nun ja. Um halb sieben stand ich schließlich auf und erledigte Katzenmaintenance und Küchenrunde. Währenddessen lüftete ich Wohn- und Esszimmer, aber nicht lang: Es ist mittlerweile doch wieder erstaunlich frisch, und bei zu langem Lüften ist das Wohnzimmer schnell bei nur noch 19 Grad. Generell kühl am Morgen: Keine Beschwerde von mir.
Tee, schreiben, bisschen Katerbespaßung, ruhiger Morgen.
Der Liebste schlief noch etwas länger, war um halb acht aber auch wach und machte uns gleich ein englisches Frühstück. Generelle Unlust bei uns beiden, wir merkten den eher anstrengenden Samstag noch.

Ich schrieb ein bisschen, ließ das Internet aber ansonsten bleiben und ging recht bald duschen. Damit war ich um kurz vor zehn schon startklar fürs Fitness: Die EINE große Sache, die ich mir für den Sonntag vorgenommen hatte. Vorher lud ich mir noch ein paar Podcasts aufs Handy und kriegte es hin, meine Bluetooth-Kopfhörer mit dem Handy zu koppeln (das geht leider nicht automatisch).
Dann also Fitness, zwei Stunden früher als ich bis jetzt immer am Sonntag war, und ich merkte schon, dass es Vorteile und Nachteile hatte. Vorteil war, dass die blöde Kuh mit ihrem Kind nicht da war, Nachteil allerdings: Es war ansonsten deutlich voller. Aber trotzdem so, dass wir uns ganz gut miteinander arrangierten (…das geht nämlich problemlos, wenn man kein Idiot ist) und ich alle Geräte locker am Stück trainieren konnte. Naja, also davon mal abgesehen, dass es extrem anstrengend war natürlich. Aber trotzdem gutes Training. Und besonders gut: Eine Person vom Studio war da und konnte mir den Code für die eGym-App geben, sodass ich mich wieder mit dem Studio verbinden konnte. Und es waren tatsächlich alle meine Fitnessdaten noch da und auch die Bewegung der letzten Tage war aufgezeichnet worden! Bin also immer noch bei Gold-Status, haha. Damit müssten jetzt eigentlich alle wichtigen Apps auf dem neuen Handy eingerichtet und aktiv sein.

Nach dem Training ging ich noch kurz im Büro vorbei, weil eine Kollegin mir ein kleines Geschenk auf den Schreibtisch gestellt hatte: Zwei Gläschen selbst gemachte Marmelade, einmal Himbeere und einmal Kirsch (oder anders ausgedrückt: einmal für mich und einmal für den Liebsten). Sehr, sehr nett. Der Anlass ist übrigens, dass die Kollegin 20 (!) Jahre nach ihrer standesamtlichen Hochzeit im kleinen Kreis jetzt groß kirchlich gefeiert hat. Es hat halt vorher nie geklappt, unter anderem finanziell nicht (Kinder, Hauskauf, Selbstständigkeit des Ehemanns, noch mehr Kinder). Finde ich eine sehr süße Idee. Und so haben auch die Kinder was von der Feier.

Nette kleine Geschichte auf dem Heimweg übrigens: Ich ging gerade heim und sah ein paar Meter vor mir zwei Jungs (vielleicht 9 Jahre alt?) um ihr kleines Fahrrad herumstehen und tuscheln und daran herumfummeln. Einer der beiden sprach mich an: Ob ich Ihnen vielleicht helfen könne? Blöderweise hatten sie nämlich einen Rucksack auf den Gepäckträger des Fahrrads geschnallt und der herunterhängende Riemen vom Tragegurt hatte sich komplett hinten um die Achse des Hinterrads gewickelt. Inklusive darin verknoteter Schnalle und allem. Ich sah da erst einmal schwarz, aber dann versuchte ich doch mühselig, die Verknotung wieder zu lösen, und tatsächlich bekam ich erst die Schnalle frei und konnte den Riemen wieder herauswickeln. Und drückte zwei sehr erleichterten Jungs ihren Rucksack wieder in die Hand. Daheim wusch ich mir das Kettenfett von den Fingern und erfuhr vom Liebsten, dass das wohl immer wieder vorkommt und ihm selbst auch schon passiert ist. Zum Glück haben die beide das Fahrrad nur geschoben und es ist nicht während der Fahrt passiert.

Zum Mittagessen daheim (restliches Ofengemüse mit Hummus, nicht mehr ganz so lecker, das Gemüse wird gern mal etwas gummiartig am nächsten Tag). Für den Nachmittag hatte ich mir eine längere Pause vorgenommen, und die machte ich dann auch. Aufs Sofa mit Buch und einer Tasse Kaffee, bisschen lesen, dann Mittagsschlaf, noch mehr lesen, Cheesecake-Joghurt. Irgendwann hatte ich genug ernstes Sachbuch und holte mir den ersten Sammelband der Motomania-Reihe (wenn ich schon wieder im Motorrad-Thema drin bin). Teilweise immer noch zeitlos lustig, teilweise auch eher schlecht gealtert, aber damit hatte ich schon gerechnet. Fühlte mich größtenteils trotzdem gut unterhalten.

Ab halb vier ein bisschen Haushalt: Zwei Maschinen Wäsche sortieren, waschen, bügeln, außerdem gründlich Bad putzen (damit ist der größte Teil im Haus so sauber, dass es nächste Woche auch ein bisschen weniger sein kann, wenn ich – ein paar Tage nach der Fuß-OP – vielleicht nicht kann und der Liebste alles allein machen muss). Und ich machte uns einen Wochenplan für die kommende Woche. Etwas abgespeckt wegen, naja, rekonvaleszent und so, aber dann ist ja erst recht ein bisschen Planung wichtig.

Der Liebste war den ganzen Tag mehr oder weniger am Laptop beschäftigt (diverse Software-Probleme lösen und ausführlich nach Motorradklamotten schauen). Insgesamt war die Laune eher gedämpft. Dass draußen recht trübes Herbstwetter war (zwar nicht kalt, aber bewölkt und immer wieder Regen), half auch nicht so richtig – obwohl mir das Wetter doch lieber ist als die elende Wärme. Aber es war halt Sonntagabend, das allein reicht ja schon für bisschen Depri-Stimmung.
Um halb sieben auf jeden Fall gemeinsames Kochen, und eine gute Stunde später hatten wir ein wunderbar cremiges Korma mit Butternut, Brokkoli und Stangenbohnen (Butternut ist von allen Kürbissen derjenige, den ich am ehesten noch gelegentlich essen kann), cremig gemacht durch Kokosmilch und Cashewmus. Dadurch wurde es auch recht kalorienreich, deshalb ohne Reis als Beilage. Gutes Abendessen.

Den Abend über ließen wir auf meinen Wunsch den Fernseher aus. Stattdessen Comic-Lesezeit den restlichen Abend. Und Nachtisch um neun: Der Liebste hatte morgens aus der am Vorabend angesetzten Earl Grey-Infusion das Eis fertig gerührt, es hatte also nach der Eismaschine noch einen kompletten Tag in der Gefriertruhe gehabt. Die Konsistenz war dementsprechend perfekt, total cremig. Geschmacklich schmeckte ich die Orange fast gar nicht, den Earl Grey dafür deutlich, allerdings hatte mir das Eis einen etwas zu bitteren Unterton (vom lang gezogenen Tee und der Orangenschale vermutlich). Also schon sehr, sehr gut, aber das kann man noch ein bisschen optimieren, denke ich. Dann könnte es aber ein ziemlicher Knaller werden.