Kleiner Service, Dienstag 22.9.2026

  • Beitrags-Kategorie:Lesen / Tagebuch

Anfangs anstrengende Nacht, Bauchweh, Hustenreiz, diesdas. Nachdem ich dann eingeschlafen war, war der Rest der Nacht dann okay, vermutlich auch daran liegend, dass der Kater den größten Teil nicht bei mir war, er kam erst angeschlappt, als ich schon mit Weckerpiepsen aufgestanden war und er mich oben mit den Fensterläden klappern hörte. Übliche Morgenroutine, nur mit ziemlichem Hüften- und Rückenzwicken. Und sonstigen Gelenken.
Nun ja. Katzenmaintenance, Müsli zum Frühstück, ausführliche Dusche und ein erster Blick auf Teams, schauen, was die Kolleg:innen so trieben. Der Kairokollege hatte sich schon gemeldet, alles gut vor Ort, ich schaltete mich also wieder ab und ging um Viertel nach neun zum Bahnhof, Zug in die Nachbarstadt, wo ich einen Gyn-Termin hatte.

Natürlich war ich viel zu früh, weil ich diverse Zugausfälle und Ähnliches erwartet hatte, aber alles völlig glatt lief. Machte aber nix: Ich fing während der Zugfahrt einen neuen Krimi an und war schon nach ein paar Minuten so gefesselt, dass ich mich aktiv daran erinnern, meinen Halt nicht zu verpassen. Im Wartezimmer war ich dementsprechend auch sehr gut unterhalten. Das Buch: Das Schweigen des Wassers von Susanne Tägder, ein Krimi-Neuling und schon auf den ersten Seiten atmosphärisch sehr dicht.
Die Gyn-Untersuchung dann unspektakulär und schnell vorbei (dieses Mal nur kleines Programm, nächstes Mal wieder mit Abstrich und Ultraschall), und da der Zug für die Rückfahrt 8 Minuten Verspätung hatte und ich ihn dadurch gerade noch bekam, war ich um elf schon wieder daheim und entspannt am Schreibtisch.

Der restliche Tag stand dann im Zeichen der Prüfungsorga, aber es lief alles ausgesprochen geruhsam. Kurze Pause um eins mit dem Liebsten und der restlichen Linsensuppe, dann viel Kaffee, eine Kanne Kräutertee und weiter. Am Nachmittag zwei Beratungstermine, außerdem hatte ich noch etwas Zeit für meine Softwaredoku, und eigentlich wäre alles super glatt gegangen und ich hätte um fünf Feierabend machen können, wenn nicht kurz vor knapp ein Programm angefangen hätte herumzuzicken. Da es in diesem Bereich keinen guten Support gibt, waren wir etwas ratlos, wie damit umgehen (und ich reichlich genervt: Der Anbieter hatte Mitte April geschrieben, dass das Problem existieren würde und „vorerst“ noch nicht gelöst sei, sie würden aber dran arbeiten. Jetzt ist es Mitte September). Wir probierten ein bisschen, teamsten, klickten links und rechts und vertagten es schließlich auf den nächsten Morgen. Brachte sowieso nichts. Feierabend damit um kurz nach sechs.

Gemeinsames Kochen, ziemliches Rumfort-Abendessen: Ein großer Topf Kartoffelbrei, dazu ein paar restliche Tofuwürstchen mit geschmälzten Zwiebeln, und dazu ein Kohlrabi gewürfelt und gedünstet mit einer Sahnesauce. Gutes Essen, nur für die Sahnesauce nahmen wir als Basis eine Creme Vega, die mir (als Crème Fraîche-Variante) deutlich zu säuerlich war. Aber egal, trotzdem gut. Außerdem hatten wir noch einen Rest Blattsalat, und da der Liebste noch Linsensuppe vom Mittagessen übrig hatte, waren wir danach sehr satt. Aber der Kühlschrank sieht jetzt wieder normal aus und nicht mehr ganz so vollgestopft.

Der restliche Abend blieb TV-frei: Ich wollte dringend mein Buch weiterlesen. Also gemütlicher Sofaabend, als ich um halb zehn nach oben ging, hatte ich ungefähr ein Drittel des Buches durch. Bei Krimis muss man ja schon immer die Auflösung am Ende abwarten, aber bis jetzt bin ich auf jeden Fall sehr angetan davon.