Sommerhitze, Montag 28.9.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Ganz gut geschlafen, nur eine einzige Katerstörung um halb sechs (und auch nur kurz, ich hörte ihn sofort wieder treppab marschieren und unten Trockenfutter fressen). Fenster war wieder ganz offen, dadurch morgens frisch im Zimmer und guter Schlaf. Ich fand es nur mühsam, unter der warmen Decke hervorzukommen. (Auf den kalten Winter freue ich mich wirklich so gar nicht.) Insgesamt aber einigermaßen wacher Wochenstart. Katzenmaintenance und Küchenrunde (alles sehr vorsichtig, so wenig Kontakt mit Wasser wie möglich zu haben, damit ich mein Pflaster rechts nicht nass machte – meine Güte geht mir das auf die Nerven), Tee und ein erster Blick in den Arbeitskalender: Nur anderthalb Stunden Unterricht heute, aber eine Erlediliste so lang wie mein Unterarm. Na fein.

Erst einmal Müsli zum Frühstück, dann Bad und im Arbeitszimmer ab kurz vor neun, vorher startete ich aber noch eine Maschine Wäsche. Die Kleiderwahl für den Arbeitstag fiel mir schwer, denn es war warmes Wetter vorhergesagt. Ich wählte zur Cargohose (Jeans geht aktuell nicht mehr) einen leichteren Baumwoll-Strickpulli.

Arbeitsamer Vormittag, ich bekam einige Sachen weggearbeitet und begann recht schnell Land zu sehen (auch weil ich Informationen aus Indien nicht bekam, ohne die ich nicht weiterarbeiten konnte – bisschen blöd, verschaffte mir aber Zeit für andere Sachen). Sogar zwischendrin schnell runtergehen und die Wäsche aufhängen konnte ich. Dann der Skandinavierkurs ab zwölf, ich war ganz zufrieden damit, und um halb zwei Mittagspause.

Mittlerweile war die Temperatur krass angestiegen: Ich hatte mittags die Fenster in Bad und Arbeitszimmer aufgemacht, um sie warm zu kriegen, musste sie aber bald wieder zumachen, es wurde um die 24 Grad warm. Draußen knackten wir tatsächlich die 30-Grad-Marke. Ich zog den Pullover wieder aus und ein Shirt an (zwar langärmlig, aber in erster Linie, um meine Ellenbogen vor dem kalten Schreibtisch zu schützen – das mögen die Gelenke gar nicht mehr).

Mittagspause mit dem Liebsten und den restlichen Bratkartoffeln und Karottensalat (so gut), dann bügelte ich und hängte die zweite, mittags durchgelaufene Wäsche auf. Und putzte die Sachen im Bad, die ich einigermaßen erledigen konnte, ohne mein Pflaster nass zu machen (der Liebste übernahm den Rest). Damit Bude wieder sauber. Der Daumen braucht hoffentlich bald kein Pflaster mehr. (SO lästig.) Außerdem gingen wir schnell zum Supermarkt nebenan, in erster Linie Zutaten für die neu zu machende Eissorte holen (nennt sich „Mandel Orangenblüte“). Außerdem ein paar Marzipankartoffeln und eine Packung Herzensternebrezeln, was sich bei 30 Grad einfach falsch anfühlt. Aber in drei Wochen sind sie möglicherweise schon ausverkauft.

Ab halb drei Weiterarbeit bis kurz vor sechs, eine Online-Lizenzschulung absolviert, noch ein paar Informationen ausgetauscht, und als ich den Tag abschloss, war ich wirklich ein ganzes Stück weitergekommen. War zwar durch die Wärme ziemlich gestresst, und überhaupt, Montagsatmosphäre und so, und in die Nachrichten möchte man sowieso nicht mehr schauen (…Spahn übrigens schon wieder nach Kritik zurückgetreten, dieses Mal aus dem Haushaltsausschuss – oder wie jemand auf Mastodon schrieb: Jetzt braucht es nur noch 20 weitere Rücktritte, bis er sein Bundestagsmandat los ist). Aber trotzdem einigermaßen guter Dinge.

Anyway. Noch eine dritte Ladung Wäsche aufgehängt (damit ist die Wäsche für diese Woche erledigt), dann mit dem Liebsten gemeinsames Kochen. Ich war dabei zurückhaltend und stellte eher nur so zusammen, würzte und rührte, aber alles, was Gemüse waschen (Pflaster!) und schneiden (…Messer!) anging, überließ ich dem Liebsten.
Das Rezept war für uns neu aus einem der Bosh-Kochbücher, „Roast Sweet Potato Tagine“. Wir haben zwar keine Tagine daheim und mussten alles im großen Kochtopf schmoren, aber das ging okay. Eigentlich eine Kombination aus Sachen, die ich nicht so mag: Süßkartoffeln – diese aber wenigstens im Ofen geröstet, außerdem ersetzten wir die halbe Menge durch einen Butternut – und Couscous – der aber mit sehr gutem Olivenöl, Mandelblättchen und Zitronensaft recht aromatisch. Dazu Tomaten, Kichererbsen, Chili, Ras El Hanout und ein halbes Gläschen Harissa, nachdem wir uns entschieden hatten, dass „Harissa ja nicht so wahnsinnig scharf ist“ (ist es eigentlich doch). Insgesamt gute Kombination. Und Couscous brauche ich jetzt nicht ständig, aber wirklich schlimm ist es auch nicht.

Restlicher Abend mit Liebstem, Kater und ein paar Schokobrezeln auf dem Sofa, mit den beiden vorletzten Stargate-Folgen. Und um halb zehn für etwas Lesezeit ins Bett. Die dauerte dann bis halb elf (und damit eine halbe Stunde nach üblichem Lichtaus), weil das Buch einen Zug bekommt, bei dem ich nicht einfach abbrechen wollte. Wenn auch zwiespältige Gefühle: Eine der Hauptfiguren ist ganz, ganz schrecklich unsympathisch (gewollt) und ich merke, wie er mich regelrecht aufregt. Bin auf die weitere Entwicklung gespannt. So gesehen hat der Autor bis jetzt alles richtig gemacht.