Außer Arbeit nichts gewesen, Dienstag 11.5.2021

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Ich wachte im Dämmerlicht auf und fühlte mich relativ wach. Draußen gaben die Vögel ein lautstarkes Konzert: Fünf Uhr morgens. Das war zwar selbst für meine Verhältnisse sehr früh, aber ich beschloss aufzustehen. So konnten wir (der Liebste folgte kurz danach) uns noch Zeit für die Zeitung und einen grünen Smoothie nehmen (sehr grün, wir hatten viel grünes Blattgemüse, das verbraucht werden musste). Die Zeitung war, nachdem der widerlichste OB Deutschlands am Wochenende einmal mehr völlig entgleist ist, voller bizarrer Artikel und Leserbriefe, ich legte sie bald weg. Ein Vogelkonzert: Vor einigen Jahren hatte ich in einem Artikel über schwindende Biodiversität die Beschreibung von einem Vogel gelesen, der im Frühjahr das letzte Mal singt, weil er keine antwortende Partnerin mehr findet. Sodass über die Jahre das Konzert im Garten zu einem „Chor wird, dem einige Stimmen fehlen“. Etwas überdramatisierte Darstellung, aber seitdem muss ich häufig daran denken, dass schwindende Biodiversität etwas ist, das so schleichend passiert, dass die breite Masse (also wir) es gar nicht wahrnimmt. Ich zumindest könnte nicht sagen, ob in den letzten Jahren die Vogelstimmen weniger geworden sind. Lange dachte ich, die Vögel würden gar nicht mehr singen und es wäre schon alles zu spät, bis…

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