Aufs Amt, Dienstag 7.7.2026

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Eher unruhig geschlafen, immer wieder wach geworden – nun ja. Um kurz nach sechs dann richtig wach, erst einmal auf der Dachterrasse nachgeschaut, Tomatenpflanzen ein bisschen ausgegeizt und eine fast schon grenzwertig große Zucchini geerntet, die an einer etwas ungünstigen Stelle versteckt wuchs. Zwei kleinere werden dann vermutlich am Wochenende so weit sein. Dann Küchenrunde und Freude beim Blick ins Handy, wo der Guardian mir mitteilte, dass nach der unsäglichen Fifa-Entscheidung zur Rotsperre Belgien die richtige Antwort gegeben und ein zweitklassiges US-Team vom Platz gewischt hatte. Eigentlich hätten sie gar nicht spielen dürfen. Nun ja. Die WM ist damit für mich endgültig vorbei, glaube ich, also mit dieser Geschichte. Interesse verloren.

Typischer Morgen mit Küchenrunde, Katerversorgung, schreiben, Müsli und Tee, ausführlicher Körperpflege, und um Viertel vor neun ging ich mit dem Liebsten aus dem Haus und in die Stadt, zu einem Termin auf dem Bürgeramt.

Genauer, Standesamt, und zwar wegen des Vereinsregisters. Ich bin ja seit neuestem Mitglied im Freundeskreis des Sportvereins und habe dort die Position der Schriftführerin inne, und da das ein offizieller Posten ist (und das ein offizieller e.V.) ist, muss man das eintragen, sich mit Ausweis vorstellen und unterschreiben. Und das machten wir also.
Termin um halb zehn im wunderschönen mittelalterlichen Gebäude (ich denke, der alte Fruchtkasten), wir waren aber schon um Viertel nach da. Und, große Überraschung, man suchte uns schnell die Unterlagen raus, richtete alles her, und um 9:28 waren wir fertig mit dem Termin. Hihi.

Damit hatten wir noch eine Menge Zeit, und ich war im Büro erst um elf angekündigt. Also gingen wir erst einmal einen Kaffee trinken und uns die Stadt an einem Werktagsmorgen anschauen (sehr angenehm leer, vor allem arbeitende Menschen und Rentner, eine nette Atmosphäre) und dann zur Bank, Geld wegbringen. Und dann mäanderten wir noch ein bisschen durch die Gegend, bis es zehn Uhr war und wir vor unserem Spirituosenhändler standen, der gerade aufmachte.
Ich Honk war ja zu blöd gewesen, meine Trello-Liste zu lesen, sodass wir am Freitag den West Cork Single Malt gekauft hatten, der schon bei uns im Brotschrank steht. Mäh. Wir nahmen also das freundliche Angebot an und tauschten die Flasche um. Und zwar gegen einen schottischen Single Malt, Glen Scotia Double Cask, mit Rum Cask Finish und 46%. Wir hätten ihn sogar probieren können, lol, aber das war dann doch *ein bisschen* zu früh am Tag. Bin aber sehr gespannt drauf.

Um halb elf war ich auf jeden Fall im Büro und dort ganz froh über noch angenehme Temperaturen – draußen begann es schon wieder sehr warm zu werden, und unangenehm drückend war es bei bewölktem Himmel auch. (Blieb den ganzen Tag so.)
Ein ziemlich erfolgreicher Arbeitstag, so alles in allem. Schneller Blick in die Mails, dann ein einstündiges Meeting mit dem Chef, Indien-Nachklapp und Vorplanungen (ganz eventuell fliege ich im Herbst wieder nach Indien, und ganz ganz eventuell fliege ich auch nicht allein – ist aber alles noch unbestimmt). Und dann viel, viel Orgakram, ich machte mir mal eine Liste und arbeitete dann ab. Mittagspause um eins allein mit restlicher Linsensuppe, dann weiter im Text, erstaunlich ungestört, weil nur noch wenig Kollegen da waren. Und um fünf hatte ich tatsächlich meine Liste komplett durch und war auf einem richtig guten Stand.

Noch ein Abendkurs bis halb sieben, als Vertretung für den urlaubenden Kollegen. Dieser (also der Kurs) war vor Ort und es war eine richtig nette Gruppe. Das Material passte, die Technik funktionierte, und abgesehen davon, dass es im Unterrichtsraum irgendwann ziemlich warm wurde (lüften war keine Option, draußen war es heißer), war alles prima. Der Kollege hatte extra den Raum mit der Nordausrichtung gewählt, der ist zwar dunkel, aber im Sommer die beste Wahl. Aber es ist halt warm. (Aber: meiner Empfindung nach mit knapp über 30 Grad normal Hochsommer-warm, nicht crazy shit-Hitzewelle-warm.)

Noch etwas Nachbereitung, und um zehn nach sieben war ich daheim, mit über zehntausend Schritten auf der Uhr. Der Liebste war schon am Kochen. Echtes Comford Food: Um halb acht hatten wir eine große Portion Kartoffelbrei mit einer extrem leckeren Zwiebelsauce, dazu Tofuwürschen und einen Tomaten-Gurkensalat. SO GUT!!
Restlicher Abend durchs Startgate bis kurz nach zehn, dann ins Bett. Dort aber noch kein Licht aus, sondern eine Stunde lang meinen Krimi zu Ende gelesen (der 14. Jennerwein-Krimi, eher einer der schwächeren Bände). Nicht unbedingt, weil ich das Buch dringend durchkriegen wollte, sondern weil es bis elf Uhr abends draußen immer noch wärmer war als drinnen, und zwar deutlich. Seufz. Damit war an Schlafen erst einmal nicht zu denken, das ging erst gegen elf. Aber wenigstens (!!) kühlt es nachts tatsächlich richtig ab.