Halbgare Nacht. Um Mitternacht hatte es immer noch fast 27 Grad im Schlafzimmer, mehr als abends um zehn – kein Wunder, es war draußen wärmer als drinnen, und mit dem „Lüften“ hatte ich die Wärme eher reingeholt. Na ja. Morgens dann etwas besser, trotzdem war ich ziemlich durch und brauchte einmal Snoozen zum Aufstehen. Außerdem fürchterlich verspannter Rücken. Erstaunlicherweise waren die Töpfe und das Hochbeet auf der Dachterrasse alle recht nass, ich konnte mich aber nicht an Regen in der Nacht erinnern. Sparte mir das Gießen, nur eine Zucchini erntete ich (eventuell die letzte, ich sehe an den Pflanzen keine Blüten und keine weiteren Früchte mehr).
Morgenroutine mit Müsli, Spülmaschine und ohne Kater, denn den hatte der Liebste schon abgefertigt und er war wieder im Garten verschwunden (hatte ganz gut gefressen in der Nacht, trotzdem müssen wir uns überlegen, was wir mit den restlichen Nassfutterpäckchen machen, jetzt wo Magi nicht mehr da ist – der Kater frisst eigentlich das Paté lieber, oder eben Trockenfutter). Auf neun radelte ich ins Büro, in einigermaßen angenehmer Luft.
Eigentlich hatte ich ja geplant, einen kürzeren Arbeitstag zu machen und noch ins Fitness zu gehen, aber das klappte mal leider nicht. Eigentlich alles recht ruhig (ich merke die Sommerferien deutlich), aber eine Kollegin ist aus ihrem langjährigen Auslandsaufenthalt zurück (eben diejenige, die ich vor anderthalb Jahren in Mexiko besucht habe) und neben freudiger Begrüßung hatten wir gleich einen großen gemeinsamen Arbeitspunkt, und zwar eine Prüfungskorrektur. Die Prüfung führen wir schon lang durch, die Korrektur dieses Teils war aber für uns beide recht neu und deshalb – und auch, weil wir relativ viel Gesprächsbedarf hatten – dauerte es bis fast zwei Uhr, bis wir durch waren. Das sollte die nächsten Male hoffentlich schneller gehen.
Späte Mittagspause mit zweiter Hälfte Stir Fry und ein paar Kolleginnen, dann ein bisschen Orgakram. Ein Indien-Meeting (weniger wegen des kommenden Herbst-Aufenthalts, sondern eher ein bisschen genereller, auch schon fürs nächste Jahr – eben besagte Kollegin wird uns im Indien-Team unterstützen, sodass ich vielleicht etwas seltener fliegen muss, was SO gut wäre), letzte Nachbereitung und Zeugs, während sich die Kolleginnen um mich herum langsam in den Feierabend verabschiedeten. Um kurz vor sechs machte ich auch Schluss, mal wieder die Letzte im Büro.
Auf dem Heimweg kurzer Stopp bei der Post und bei jenem Innenstadtbäcker mit den Gutscheinen – ich hatte im Büro einen Gutschein für einen halben Hefezopf („mit oder ohne Rosinen!“ oder wie ich sagen würde „kontaminiert oder genießbar!“) mitgenommen. Er passte erstaunlicherweise in meine Büro-Satteltasche.
Heimweg sechs Minuten, und trotzdem war ich schweißgebadet, als ich daheim ankam. Denn es hatte schon ein wenig abgekühlt (Handy sagte 28 Grad), aber in den Gebäuden hängt die Hitze immer noch, außerdem furchtbar schwül, und da reichten die paar Minuten radeln schon. Dabei hatte ich mich noch nicht einmal beeilt.
Daheim war der Liebste gerade am Kochen, nach Katzenversorgung (er war vom ständig bettelnden Kater etwas genervt). Ich ging noch schnell zum Supermarkt nebenan, einen Sixpack alkoholfreies Bier holen, das gab dann ein relativ zünftiges Abendessen: Bohnensalat mit Cannellinibohnen, Paprika und Oliven (mit Pestodressing), dazu Nussbrot und jeder eine Halbe (Hochdorfer Helles: etwas langweiliges, aber insgesamt ordentliches Export, für ein alkoholfreies Bier wirklich in Ordnung).
Restlicher Abend Sofa und Sternentor, und um neun schon zu Lesen nach oben: Der schlechte Nachtschlaf macht sich bemerkbar. Es wäre dringend Zeit für mal wieder eine gute Nacht.