Türen blau, Samstag und Sonntag 8.-9.8.2026

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Samstag: ENDLICH KÜHL IN DER NACHT! Dementsprechend gut geschlafen (mit dicker Decke ungefähr zur Hälfte der Nacht), nicht einmal der doofe Ventilator war nötig. Um zehn vor acht war ich wach und blieb noch etwas liegen, während seit langem mal wieder der Kater nach oben kam und sich die Dachterrasse ansah. (Gießen nicht nötig.) Nicht so super war, dass er prompt wieder seine Vogel-Lauerposition unter den abgedeckten Balkonmöbeln einnahm, aber er sah es recht bald ein, dass das eine blöde Idee war, und kam zur Fütterung mit mir nach unten. Dort Küchenrunde, Tee, und tatsächlich Trainingsjacke an bei geschlossenen Fenstern: Im Wohn- Esszimmer hatte es auf 20 Grad abgekühlt. Dass es tagsüber auf 30 Grad hochgeht, ist mit kühlen Nächten deutlich besser zu ertragen. (SO war früher der normale Hochsommer immer.) Bisschen blöd nur, dass für die kommende Woche schon wieder warme Nächte vorhergesagt sind.

Anyway. Einigermaßen disziplinierter Start am Samstag, der Liebste holte uns Brötchen, und recht gleich nach dem Frühstück gingen wir auf die Terrasse, den zweiten Anstrich für die Türen machen.
Das klappte nur nicht so supergut. Erstens machte meine Walze keinen guten Anstrich (die alte Walze hatte sich am Freitag ganz am Ende von der Rolle gelöst und war in den Dreck gefallen, deshalb musste ich sie ersetzen), und zweitens war der Liebste irgendwie angespannt und gestresst und hektisch. Alles nervte: Die Farbe hatte eine komische Konsistenz, es gab irgendwelche kleinen Dreckteilchen, wir standen uns im Weg… am Ende machte er den Anstrich mit dem Pinsel allein und ich stand etwas blöd daneben. Das war natürlich nicht die Idee einer gemeinsamen Aktivität. Aber es fehlte ja noch die Rückseite, und außerdem gibt es noch ein paar Türen im Haus. (Konkret drei zu streichende.)

Restlicher Vormittag in erster Linie putzen, ich machte das obere Stockwerk gründlich. Ansonsten ein bisschen schreiben, Internet leerlesen, sonstige Sachen lesen. Draußen wurde es schon wieder warm. Zum Mittagessen eine große Schüssel Salat, außerdem Brot und eine Packung veganer „Fleisch“-Salat vom Edeka (ist okay, aber sehr fettig und vermutlich nicht wirklich gesund). Dann ein bisschen Siesta.

Am Nachmittag gingen wir wieder auf die Terrasse, die Türen endgültig fertig streichen, und jetzt klappte es viel besser, auch gemeinsam. Am Ende waren wir beide sehr zufrieden mit dem Anstrich, mit der Farbe, überhaupt. Das wird so cool, wenn die Türen alle fertig sind!
Gegen halb fünf Wocheneinkauf zu Alnatura (wir brauchten nicht einmal einen Wagen,nur zwei Taschen, trotzdem dreistellig) und zum Supermarkt nebenan, in erster Linie wegen Getränken. Sehr angenehmes Einkaufen, es ist krass, wie sehr man die Sommerferien merkt. (Auf der Bundesstraße nicht, aber das ist uns ja egal, wir brauchen nur die Fußgängerampeln.)

Daheim räumte ich Zeug weg und machte dann das Abendessen, während der Liebste noch die allerletzte Seite der allerletzten Tür ein allerletztes Mal strich. Das Essen war eine Shakshuka-Variante mit schwarzen Bohnen (die sehr gut reinpassen) und logischerweise einer Tonne eigener Tomaten, die „Eier“ eine Mischung aus Seiden- und Räuchertofu. Um dem Ganzen ein bisschen Struktur und Umami zu verleihen, kam die Eisenpfanne nach dem Schmoren samt Inhalt noch zehn Minuten unter den Grill, und das Ergebnis war ganz ausgesprochen lecker. Ich habe Shakshuka schon diverse Male probiert und bisher war mein Fazit immer „naja, Tomaten und Paprika halt, aber ich glaube ohne Eier ist das nix“, aber dieses Rezept: Sehr gut. Wir aßen ein bisschen Brot dazu (es ist ja eigentlich ein Frühstücksrezept) und waren sehr angetan.
Abendunterhaltung Stargate, dazu zwei Fingerbreit Single Malt. Gemütlich.

Am Sonntag dann sehr wenig Berichtenswertes. Nach halbgarer Nacht stand ich relativ früh auf, um den durchs Haus marschierenden und schimpfenden Kater zu versorgen (seitdem Magi nicht mehr da ist, ist der Kater wieder etwas lauter und präsenter geworden). Der Liebste hängte währenddessen die getrockneten Türen an Wohn- und Arbeitszimmer wieder ein: Ja, ist super geworden. Hihi.
Dann englisches Frühstück, anschließend eine Kanne Kaffee, während um mich herum die Roboter das Erdgeschoss saugten. Der Liebste verzog sich in sein Arbeitszimmer, und weil es draußen sehr schnell sehr warm wurde, verbrachten wir den restlichen Tag im Haus.Ich in erster Linie mit Hausarbeit, vormittags mit Spülmaschine und Erdgeschoss durchwischen. (Und zwischendrin ein bisschen Lesen und so.)

Zum Mittagessen restlicher Salat, dazu restliches Shakshuka mit ein paar Spirelli zum Sattwerden. Am Nachmittag Wäsche: Ich sortierte und wusch insgesamt vier Maschinen, dazu ein bisschen Bügelwäsche. Unter erschwerten Bedingungen: Ich hatte gerade die zweite Maschine eine Dreiviertelstunde auf der Dachterrasse aufgehängt (zu irgendwas muss das prügelheiße Wetter ja wenigstens gut sein), da wurde der Himmel dunkel, es windete und kurz darauf fielen die ersten Tropfen. Also Wäsche hektisch wieder abgehängt und den übervollen Wäschekorb nach unten in den Wäschekeller balanciert. Wo ich auf der Kellertreppe ausrutschte und sie beinah runterfiel. Ich konnte mich zwar nach ein paar gestolpterten Stufen gerade noch so abfangen (noch nicht einmal der Korb fiel mir aus der Hand), aber ich schrappte mit meinem rechten Handgelenk und Unterarm so dermaßen gegen das Geländer, dass ich mir alles ziemlich verkratzte. Tat den restlichen Abend weh und nervte tierisch. (Allerdings hätte es auch viel schlimmer ausgehen können.)
Logischerweise war der Regen übrigens nach zehn Tropfen wieder vorbei, ich hätte mir die Aktion also auch sparen können. Egal. Die Wäsche kam in den Keller, ein Teil war schon trocken und wurde weggeräumt, und dann legte mich mich für den restlichen Nachmittag aufs Sofa und las. Und der Liebste brachte mir einen (alkoholfreien) Gin & Tonic. Seriously.

Abends machte ich uns einen Wochenplan für die kommende Woche und bestellte die Gemüsekiste, während der Liebste das Abendessen machte. Nannte sich Spanakopita, also griechische Pastete aus Filoteig und Spinatfüllung – mit Naturtofu und reichlich Gewürzen für Festigkeit und Geschmack. Sehr gutes Essen, auch wenn der Filoteig natürlich ein bisschen ein Angeber ist mit seinen tausend Schichten und dem geräuschvollen Zerbröseln in tausend Teile. (Dass lauter Ofengerichte bei dem Wetter eigentlich auch nicht die beste Idee sind, lassen wir jetzt mal unter den Tisch fallen.)

Abendunterhaltung ein bisschen Stargate, außerdem habe ich eine neue Blaulichtdoku entdeckt: Cornwall Air Rescue, UND wir können sie im englischen Original anschauen. Phänomenale Bilder von der südenglischen Küste und lauter medizinische Notfälle – könnte nicht besser sein.