Tag der Technik-Fails, Montag 24.8.2026

Relativ okay geschlafen, solang ich es schaffte, die Arbeitsgedanken aus dem Kopf zu halten. Trotzdem ein paar Wachphasen, bis dann irgendwann (um sechs) das Weckerlicht anging. Der Kater, der den größten Teil der Nacht bei mir verbracht hatte, war gleich sehr wach, ich – geht so. Trotzdem Morgenroutine mit Blick auf die Dachterrasse, Katzenmaintenance und Küchenrunde, Tee, schreiben. Und dann bald unter die Dusche und um zwanzig vor acht mit dem Rad ins Büro, Frühstücksmüsli eingepackt: Wir hatten wieder einen Prüfungstag, und der Kollege war zwar verantwortlich – und hoffentlich wieder gesund – aber ich war in einigen Schritten eingeplant. Recht dicht gepackter Tag dadurch.

Und sehr voll wurde es auch. Vormittags war ich in der Prüfungsaufsicht und startete direkt anschließend den ersten Termin des neuen Semesters Skandinavierkurs. Der war eher ein bisschen nervig, weil ich einen großen Teil des Termins mit technischem Gedöns verbrauchte: Bei Person A funktionierte das Mikrofon nicht, bei Person B zwar schon, aber sie kannte die Mute-Funktion nicht (wie kann man im Jahr 2026 nicht wissen, wie bei einem Zoom-Meeting die Mute-Funktion funktioniert??). Person C konnte seinen Namen im Video nicht umbenennen (und ich wusste halt nicht, wer „DELL“ sein soll), außerdem war er nach 3 Minuten wieder weg. Person D konnte seinen Bildschirm nicht teilen und fand sich mit der Lernplattform nicht zurecht, die von der Uni stammt und eigentlich allen Studierenden bekannt sein sollte… Und so ging es gerade weiter. Oh well. Es ist jedes Semester so, wenn auch bei diesem Termin besonders nervig. Die nächsten Termine wird es hoffentlich schnell besser werden.

Um halb zwei fertig, ich machte eine schnelle Mittagspause (zweite Hälfte Suppe mit gerösteten Cherrytomaten, bisschen sauer durch die Tomaten, aber immer noch gut – brauchte nur etwas extra Wasser, weil der Orzo nachgezogen hatte) und arbeitete den Nachmittag über im Büro. Viel Orgakrams mit diversen Kolleg:innen, und ab drei versuchte ich den kommenden Prüfungstag vorzubereiten. Das klappte anfangs ganz okay (ich musste halt ein paar Listen ausdrucken und so), aber dann wurde es echt nervig. Die Prüfung beinhaltete nämlich, dass ich insgesamt zehn Laptops vorbereitete. Eigentlich kein Problem, wenn halt der dafür zuständige Kollege die Geräte ordentlich in Schuss gehalten hätte. Stattdessen: Drei Stück tiefenentladen, bei drei Windows 11-fähigen noch kein Windows 11 drauf, bei einem der Monitorrahmen zerbrochen, und alle (ALLE) forderten dringend nötige Updates. Ich holte mir irgendwann einen zweiten Kollegen (…nicht den verpeilten) und wir kümmerten uns gemeinsam darum, aber es zog sich halt hin. Am Ende war es kurz nach halb sieben, als ich nach Hause ging – da hing ein Laptop noch bei „Update Download 99%“ fest und ich wollte nicht länger warten (Installation und Neustart braucht es dann ja auch noch).

Daheim hatte der Liebste schon das Abendessen fertig und war nach einem nervigen Tag richtig schlecht gelaunt. Eigentlich war auf dem Plan gestanden, beide Motorräder zum TÜV zu bringen. Bei seinem hatte das auch problemlos geklappt, aber mein armes Lenchen: Dieses Jahr scheint es wohl loszugehen, dass wir nicht mehr problemlos durchkommen. Beziehungsweise zum TÜV schaffte sie es gar nicht erst.
Es fing damit an, dass der Liebste feststellte, das durch die lange Stehzeit (ich bin schon ewig nicht mehr gefahren) allen Ernstes eine Maus ein Nest in der Sitzklappe gebaut hatte (die ist eigentlich zu, aber es gibt da halt einen Spalt). Nerv. Die Maus war natürlich weg, aber es war schmutzig und… nun ja. Okay, er machte sauber, fuhr los – schon beim Losfahren Probleme beim Anlassen, was eigentlich sehr untypisch ist. Auf jeden Fall fuhr er dann ein bisschen über Land ins übernächste Dorf, das Mopped warmfahren und für gute Abgaswerte sorgen. Dort fuhr er zur Tanke, einmal Reifendruck messen – und tja, das war es. Sie sprang nicht mehr an. SO sehr blöd!
Den TÜV-Termin konnte er natürlich vergessen. Er fuhr mit dem Bus wieder heim und buchte Transporter und Rampe für die nächsten Tage, denn wir müssen das Motorrad jetzt ja erst mal wieder vom Dorf abholen. Und dann irgendwohin bringen, wo es hoffentlich wieder fahrfähig gemacht werden kann.
…und dann vielleicht doch verkaufen und durch ein leichteres ersetzen, das ich dann auch mehr fahre. Es tut den Fahrzeugen einfach nicht gut, wenn sie so viel stehen.

Nun ja. Auf jeden Fall Abendessen, eine Suppe mit Süßkartoffeln, Udon und Kokosmilch, recht scharf und ohne Brokkoli, weil der Liebste diesen vergessen hatte. Und weil die Udon auch echt extrem nervig zu essen waren (keine gute Suppennudeln) und die Menge sowieso nicht wirklich für vier Portionen reichte, aßen wir alles auf.
Restlichen Abend Sternentor, um halb zehn ins Bett – vorher allerdings noch das Zitronencremeeis als Nachtisch. Dieses Mal so ganz leichte Unperfektheiten: Erstens war es zwar schön cremig, aber man merkte die Gefrierzeit jetzt doch ein wenig durch Eiskristalle (vielleicht müsste man es nach dem Antauen lassen noch einmal durchrühren? Oder länger antauen lassen?), und zweitens war es halt eigentlich ein Vanilleeis mit ganz leichtem Zitronenstich. Die Vanille kam viel zu sehr durch, wogegen ja generell nichts einzuwenden ist (ich liebe Vanilleeis), aber es war halt nicht das angestrebte Ergebnis. Das müssen wir vielleicht noch ein bisschen perfektionieren.