Augen, Apps, Anderes, Mittwoch 2.9.2026

Wenig überraschend sehr müde nach der späten Bettzeit am Abend zuvor. Gegen sechs kam der Kater ins Zimmer und begann zu rumoren, ich ließ ihn auf die Dachterrasse und blieb noch 20 Minuten liegen. Dadurch sank die Temperatur auf „nur“ knapp über 20 Grad im Zimmer. Es ist absurd, wie lang im Obergeschoss die Hitze noch in den Räumen hängen bleibt, auch wenn es draußen schon richtig abkühlt (ich hatte natürlich die ganze Nacht das Fenster offen, allerdings Fensterläden zu).

Morgenroutine um kurz vor halb sieben, Küchenrunde, der Kater fand das Nassfutter blöd (Edeka-Pastete: offensichtlich nicht sein Fall, zumindest diese Woche). Ich stellte den Müll raus und bemerkte bei dieser Gelegenheit, dass meine Abfall-App mir keine Push-Nachricht geschickt hatte, weil es offensichtlich nicht genug ist, die „bevorzugten Abfallarten“ an meinem Wohnort einzutragen, man muss auch noch einstellen, dass man für alle gesondert benachrichtigt wird. Bissle mühsam, bei jeder einzelnen App wieder durch alle Einstellungen durchzugehen. Dafür bekomme ich jetzt Terminerinnerungen auf meiner Uhr, weil ich ihr offensichtlich beim Einstellen der Garmin-App ein paar Berechtigungen zu viel erteilt habe, auch nicht so ganz in meinem Sinne. Aber man hat ja sonst nichts zu tun!

Bisschen Augentropfengedöns, der Kater flüchtete nach der ersten Runde um sieben erst einmal in den Garten und ich machte mir schon wieder Sorgen, dass er uns ganz verlassen würde, wenn wir ihn weiter so blöd bedrängen. Fünf Minuten später saß er allerdings wieder auf dem Balkon. Unentschlossen, ob er uns blöd finden sollte oder nicht. Bis es ihm langweilig wurde und er sich schlafen legte. Zweite Ladung Augentropfen dann im Garten, das stresste ihn etwas weniger.

Durch die Medikamentengeschichte haben wir beide jetzt eine etwas blöde Home Office-oder-Büro-Logistik. Den Vormittag über waren wir aber beide daheim. Müsli zum Frühstück, bisschen schreiben, schnelle Dusche, und ab acht war ich schon am Schreibtisch: Eingetragen als mögliche Krankheitsvertretung, es war aber niemand krank. Deshalb bisschen Orgakrams, kurzes Meeting mit dem Chef, relativ geruhsames Abarbeiten. Um halb zwölf leistete ich dem Liebsten Gesellschaft, der sehr früh zu Mittag aß und dann auf den Berg zu einem Präsenzmeeting fuhr, und arbeitete dann selbst weiter bis ungefähr halb eins.

Lange Mittagspause, in erster Linie: Handyzeug. Ich richtete die Bund-ID-App wieder ein (bei der Gelegenheit gleich auf dem Krümellaptop), reaktivierte Tidal (Konto mit allen Playlists noch da) mit einem neuen „Single“-Abo und ging durch meinen „Körper“-Ordner: Die Nährstoff-Tracking-App (einfach im Konto anmelden), die eGym-App (das klappte leider nicht, weil man einen Code vom Fitnessstudio braucht, supi), und ich warf einen Blick in Clue, meine Zyklus-App. Die hat mir über die Jahre gute Dienste geleistet, aber jetzt schaute ich rein, verglich mit meinen Papierkalendern und stellte fest, dass meine letzte Periode vor ziemlich exakt anderthalb Jahren war. Ich würde mal sagen, das Thema ist durch. Also kündigte ich unprätentiös das Abo und deinstallierte die App. Hätte gedacht, dass mich das mehr beschäftigen würde, aber da es sich so ausgeschlichen hat (und bei mir sowieso kaum Beschwerden-belastet ist, weder Menstruation noch Menopause), ist es mir egaler als vermutet.

Eine letzte, wichtige App hatte ich noch zu machen, nämlich den Microsoft Authenticator einrichten. Und das klappte halt mal gar nicht. Es ist einfach unfassbar nervig und mir auch zu langweilig, es in allen Schritten aufzuschreiben (Microsoft ist einfach die Pest), aber es ging halt nicht, was saublöd ist, weil ich damit nicht aufs Intranet der Uni für meinen Skandinavier-Kurs komme. Am Krümellaptop konnte ich mich noch einloggen (dort hatte ich letzte Woche „bitte die nächsten 15 Tage nicht mehr fragen“ geklickt), aber das ist ja keine endgültige Lösung. Ich schrieb also an den Support (von der Uni, nicht von Microsoft, lol) und hoffe auf Antwort. Lag übrigens definitiv nicht an mir, auf der FAQ-Seite des Supports: „You can’t use the Authenticator anymore, if (…) you have a new device.“ Super. Lösungsvorschlag: „Please come to our office or use your digital ID“, beides nicht so einfach, wenn man in Deutschland ist. (Und einen deutschen Pass hat.)

Anyway. Lange Mittagspause, unter anderem mit ausführlicher Katerbespaßung – ich schaffte es am späten Vormittag und in der Mittagspause, ihm die Tropfen allein zu geben, und er hatte mich hinterher trotzdem lieb und ließ sich kraulen und durchbürsten und mit Leckerchen füttern – dann essen (restlicher Kartoffelbrei, dazu briet ich mir ein Rügenwalder „Steak“ aus dem Gefrierschrank an) und länger lesen. Es war insgesamt ruhig, und ich beschloss das ein bisschen auszunutzen. Ließ außerdem eine Maschine mit Pullovern laufen, die schon länger im „getragen, aber eigentlich nicht schmutzig“-Fach liegen und die ich gern wieder parat haben möchte, wenn der Herbst ja jetzt bestimmt ganz bald richtig kommt. (Aktuell draußen noch T-Shirt-Wetter.)

Nachmittags dann eine ausführliche E-Mail-Runde (Postfach damit wieder quasi leer), ein paar Termine angeregt und ausgemacht. Minikleine zweite Pause mit dem Liebsten, als er wieder heim kam: Wir probierten das neue Mohn-Marzipan-Eis. Ich war erst etwas irritiert, dass man vom Marzipan wenig schmeckt (der Mohn ist viel deutlicher), aber dann mochte ich es sehr gern. Vor allem nicht so wahnsinnig pappsüß und mit guter Konsistenz.

Um halb sechs machte ich Feierabend. Kurzer Blick zu den urlaubenden Nachbarn (der Küchenbasilikum, den ich schon befürchtete gekillt zu haben, hat sich tatsächlich wieder gerappelt und sogar neue Blätter bekommen), kurze Katerversorgung, bisschen Haushaltskram.
Der Liebste war kurz nach mir fertig, also gemeinsames Kochen. Wunsch war eine Bolognese mit Pilzen, in die wir eine Packung tiefgekühltes pflanzliches Supermarkt-Hack gaben (damit fast aller tiefgefrorener Quatsch verbraucht), dazu Spaghetti. Gutes Essen, brauchte nur seine Zeit, wir aßen erst um zehn nach acht. Egal.

Feierabend mit Sternentor und wieder zu dritt, der Kater kam zum Schlafen zu uns. War etwas blöd, weil wir ihn für die letzte Medikamentengabe quasi aufwecken mussten (nicht so richtig, er stand schon auf, als wir uns rührten, aber störend war es für ihn halt schon), aber er blieb erstaunlicherweise trotzdem bei uns. Vielleicht merkt er langsam, dass die Tropfen ihm gut tun. Auf jeden Fall sieht das Auge schon besser aus (tränt weniger, ist klar, er kneift es auch weniger zu).
Sofa bis Viertel nach zehn. Und weil ich es mir fest vorgenommen hatte und genug Disziplinreserven übrig, schaute ich einfach nur mit drei Folgen TV, ohne nebenher im Handy zu daddeln oder in der Timeline zu scrollen oder sonstiges. Fühlte sich tatsächlich entspannender an. Und schont den Akku, vom Handy und von mir.