WMDEDGT, Donnerstag 5.3.2026

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Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen auch im März „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und veröffentlicht die Einträge der diversen Tagebuchblogger in ihrem Blog. Hier mein Beitrag, ein recht ereignisarmer, aber entspannter Arbeitstag.

Erstaunlich gut geschlafen, durchgeschlafen, und um kurz nach sechs aufgewacht. What a difference. Dementsprechend gut aus dem Bett gekommen und angenehme Morgenroutine, mit nur ein kleines bisschen Generve, weil der Nasenkater seit gestern ein Antibiotikum bekommt und das furchtbar schwer aus der Packung zu fummeln war (abends bekommt er jetzt noch einen Blutdrucksenker dazu – es dauert nicht mehr lang, bis wir so eine Tablettenportionierdose für die beiden Kater brauchen, aber das habe ich vermutlich schon mehrmals geschrieben). Naja, und noch etwas mehr Generve, weil, ich möchte nicht ins Detail gehen, aber so alte Katzen treffen offensichtlich das Katzenklo nicht immer so ganz zielsicher und den Hintern abputzen können sie auch nicht. Nun ja. Wir haben ja Fliesen im Flur, harhar.

Küchenrunde, der Liebste machte uns ein Müsli. Draußen wieder sehr kalt und Bodenfrost (von Inbetriebnahme der Dachterrasse sind wir noch eine Weile entfernt), dabei aber wolkenfreier, blassblauer Himmel. Vor mir ein Tag, den ich irgendwann mal als „überstundenfrei“ eingetragen hatte, den Eintrag hatte ich aber schon letzte Woche wieder entfernt – zu viele wichtige Sachen, unter anderem ein längeres Meeting mit dem Chef. Ich muss gerade etwas darauf achten, dass sich keine blöde Bugwelle an Arbeitsthemen aufbaut. Minusstunden mache ich sowieso, wenn Ende des Monats die Weiterbildung beginnt. Aber: Ich hatte zwar den freien Tag wieder rausgenommen, aber mir ein paar längere freie Blöcke eingetragen, später anfangen, früh aufhören, so was. Damit waren es ganz gute Aussichten auf den Tag und ich recht entspannt beim Frühstück.

Nach gemütlichem Schreiben, Zeitung, Tee, ausführlicher Körperpflege war ich um halb zehn arbeitsbereit und am Schreibtisch. (Vorher noch etwas Gedöns, weil mein Handy sich plötzlich mit keinem Bluetooth-Gerät mehr verbinden wollte, bis ich es schließlich neu startete. So unnötig.)
Arbeitsamer, aber wirklich erfolgreicher Vormittag, da ich einen großen Batzen an wichtigen Sachen am Mittwoch schon weggeschafft hatte und mich jetzt auf ein paar Dinge auf den hinteren Plätzen der Erlediliste konzentrieren konnte, die halt auch wichtig waren. Befriedigendes Arbeiten bis halb eins, dann halbstündige Mittagspause mit der zweiten Hälfte der Rote-Bete-Suppe (auch am zweiten Tag noch gut). Blick nach den Katern: Beide friedlich am Pennen, nur Magi scheint so ein bisschen mit der Verdauung zu tun zu haben. Hm.

Ab eins in Meetings: In den kommenden Wochen stehen einige wichtige Termine an, die organisiert werden müssen, und dabei kamen wir ein paar große Schritte weiter. Nachdem sich das Organisieren die letzten Wochen ja manchmal wie so ein Kampf gegen Windmühlen angefühlt hatte, lief es jetzt plötzlich deutlich runder. Sogar meine Inbox leerte sich wieder. So gesehen ein wirklich positiver Arbeitstag, mit einer Einschränkung: Gar kein Unterricht. Das fällt im Moment etwas hinten runter, und das finde ich schon sehr schade. Das wird sich hoffentlich demnächst wieder ändern.

Um zwanzig vor fünf machte ich Feierabend, damit hatte ich wenigstens ein bisschen Minusstunden gemacht. Eigentlich ein bisschen traurig, dass ich sechs Stunden gearbeitet hatte und das so die perfekte Stundenzahl ist, die mir noch Zeit lässt für ein bisschen Haushalt und Hobby und Sport und so. Traurig deshalb, weil das halt nicht meinem normalen Arbeitsvertrag entspricht (und auch nicht den Aufgaben, die ich generell zu erledigen habe), und es finanziell auf Dauer auch keine gute Idee wäre. Nun ja.

Wie auch immer, ich gönnte mir auf jeden Fall früh aufzuhören und ging ins Fitness. Draußen mittlerweile durch die Sonne den ganzen Tag einigermaßen warm, ich war mit Schal, aber ohne Mütze unterwegs. Und ohne Sonnenbrille, was ich fast ein bisschen bereute. Richtig Frühling halt.

Das Training lief dann ausgesprochen rund, deutlich besser als am Sonntag. Zwar war die unverschämte Person vom Sonntag wieder da (ich sah sie gleich beim Reinkommen und konnte es kaum glauben), sie war aber so viel früher dran als ich, dass wir uns nicht mehr in die Quere kamen. Ansonsten ziemlich leer, ich konnte in Ruhe trainieren. Auch das Podcasthören mit den Bluetooth-Kopfhörern klappte dieses Mal hervorragend. Ich habe ein paar Podcasts gefunden, die ziemlich exakt meine Trainingseinheit (45 Minuten) lang dauern, das entspricht hervorragend meinem Sinn für Symmetrie. Damit empfinde ich das Training sogar als recht entspannend, weil ich nicht nebenher die merkwürdige 80er-Jahre-Musik oder die manchmal nervig lauten Gespräche anderer Fitnessbesucher anhören muss.

Um kurz nach sechs daheim. Der Liebste war direkt vor mir gekommen und wurde von den Katern belagert – die Medikamentenversorgung übernahmen wir deshalb zusammen. Danach gemeinsames Kochen, wieder ein Rezept aus Nicole Justs Jeden-Tag-Küche: Wurzelfrikassee mit Reis. Die „Wurzeln“ beziehen sich auf Pastinaken und Karotten, diese geschmort und mit Kichererbsen vermischt in einer cremigen Sauce. Mir waren die Pastinaken in ihrer erdigen Süße etwas zu dominant im Essen (ich mag sie lieber roh im Salat beispielsweise), aber es war insgesamt schon sehr lecker. Nachtisch etwas Vanilleskyr.

Abendunterhaltung wieder zwei Folgen britische Comedy in Form von QI (gerade keine Lust und keine Konzentration für irgendeine Netflixserie), und um neun ins Bett, noch etwas lesen.