Routinen, Mittwoch 1.7.2026

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Juli! Großes Erleichterungsgefühl, denn erstens vollgestopfter Monat vorbei, zweitens Hitzewelle vorbei, drittens halt einfach Juli, und das war und ist und wird immer bleiben: Der Geburtstags- und Ferien- und Sommermonat. Dabei mag ich Sommer ja eigentlich noch nicht einmal.
Wie auch immer. Um halb sechs aufgewacht und auf die dickere Decke gewechselt. War aber dann doch zu dick, die Illusion brauche ich in den nächsten Wochen wohl nicht zu haben (dabei soll die Nachttemperatur auf 13 Grad runtergehen – wir werden sehen). Ich war schon wieder leicht genervt, weil von dem angekündigten Gewitter nichts zu merken gewesen war, aber als ich auf die Dachterrasse schaute, war alles sehr nass: Offensichtlich hatte es nachts doch ziemlich gewittert und ich hatte es einfach verschlafen. Nun gut.

Um Viertel vor sechs (!) stand ich auf: Einmal lüften im Haus, Küchenrunde, Tee kochen und die ruhigen, kühlen Morgenstunden nutzen. Im Gegensatz zum Liebsten, der schlecht geschlafen hatte und im Halbtran die Kater versorgte, fühlte ich mich ziemlich ausgeschlafen. Und guter Dinge: Die nächsten Tage relativ überschaubare Termine und damit die Chance, ein paar Sachen von den hinteren Plätzen der Erlediliste abzuarbeiten und ein bisschen Gas rauszunehmen. Und dann wartet ja auch ENDLICH der Urlaub.

Ruhiger, angenehmer Morgen also, ein bisschen schreiben, Müsli zum Frühstück (ENDLICH wieder Müsli!), Tee, während oben der reaktivierte Harold das Schlafzimmer saugte. (Ich mag es ja schon sehr gern, wenn nach einer Unterbrechung, sei es durch Urlaub oder durch Arbeitsstörungen, die Alltagsroutinen wieder in ihre gewohnten Bahnen kommen.) Und um acht war ich dann, endlich, endlich, endlich einmal wieder, zum Yogakurs auf der Matte.
Erstaunlich guter Kurs: Nicht nur tat mir das Durchbewegen sehr gut, es ging auch viel besser als befürchtet, sogar den herabschauenden Hund konnte ich einigermaßen halten. Super zufrieden. (Übrigens, da fällt mir gerade ein: Ich habe Mitte Juli einen Termin hier in der orthopädischen Klinik, der Liebste hat seine Klinik-Connections genutzt und mir einen Termin besorgt. Vielleicht gibt es ja doch ein bisschen Bewegung in der unendlichen Achilles-Saga.)

Um kurz vor halb zehn am Schreibtisch, nach nur einer ganz schnellen Katzenwäsche. Eine Stunde Unterricht und damit der einzig „richtige“ Termin des Tages. Nach dem Unterricht etwas Nachbereitung, ein bisschen Kommunikation, dann richtig unter die Dusche. Und den restlichen Tag nur noch Zeug abarbeiten. War ein sehr angenehmes, konzentriertes Arbeiten, durch wenige Nebenschauplätze (Telefon und so) gestört, aber insgesamt ziemlich erfolgreich.

Lange Mittagspause um halb eins mit dem Liebsten, der auch daheim arbeitete. Restlicher Orzo-Auflauf, danach ein bisschen aufs Bett zum Ausruhen, und um zwei arbeitete ich weiter. Vorher ging es sowieso nicht, weil ich kurz vor dem Essen eine zeitintensive Datensicherung angefangen hatte (meine externe Festplatte ist mittlerweile ziemlich endgültig abgeraucht, und ich habe zwar schon eine neue, aber trotzdem habe ich mir jetzt auf dem Krümellaptop noch einen Arbeits-Datensafe eingerichtet). Und das war auch völlig okay, denn am Nachmittag machte ich unter anderem noch meine Zeitabrechnung für Juni, und ich hatte ja schon damit gerechnet, dass ich fett Überstunden gemacht hatte, aber ein bisschen weniger hätten es schon sein dürfen. Nun ja. Ich fasse für Juli-August ein paar Minusstunden ins Auge.

Um Viertel vor sechs machte ich Feierabend, nachdem ich noch kurz zur Post gegangen war und außerdem abgewartet hatte, ob wohl jemand von den Kolleg:innen sich krank melden würde (ich war als Krankheitsvertretung für die Abendkurse eingeteilt). Waren aber alle am Start.
Draußen übrigens den ganzen Vormittag eher angenehme Temperaturen um die 24 Grad (ich trug ein Strickjäckchen über dem Shirt, der Liebste hielt mich für völlig bescheuert), nachmittags kam aber doch die Sonne wieder raus und wir mussten verdunkeln und Fenster zumachen und alles. Temperatur „nur“ bei 27 Grad, was man früher ja für schönes Sommerwetter gehalten hätte (war es auch), aber man ist ja nach der Wahnsinnshitze jetzt gestresst und will sie auf keinen Fall wieder im Haus haben.

Am Abend gemeinsames Kochen. Naja, „gemeinsam“, ich suchte dem Liebsten alle Sachen zusammen, er warf sie in der richtigen Reihenfolge in den Wok und eine halbe Stunde später hatten wir ein sehr gutes Stir Fry mit Pilzen, Mangold (er hatte sich nur ein ganz kleines bisschen beschwert, als er ihn in der Gemüsekiste entdeckt hatte), angebratenem Tofu und Ramen. Gutes Abendessen. Danach noch ein Zitronenjoghurt.

Während der Liebste gekocht hatte, hatte ich meine Lieblingströts vom Juni zusammengesucht und gepostet, sodass wir nach dem Essen tatsächlich Zeit für ausführlichen Blaulichtquatsch hatten. Nach etwas Gedöns (auf VPN wechseln, Cookies löschen) konnten wir endlich DMAX wieder anwählen und dort ein paar neue Folgen Polizeiblaulicht anschauen (immer die unangenehmsten Dokus, weil es einfach so viele Vollidioten auf der Welt gibt). Und ab halb neun kamen auch erst der eine, dann der andere Kater zu uns aufs Sofa (Riesenvorteil, wenn es abends kühler ist). Der Nasenkater war zunächst eher am Herummarschieren und Miauen und so interessiert, aber Magi legte sich zwischen den Liebsten und mir und pennte friedlich ein. Und als ich irgendwann aufstand, um aufs Klo zu gehen, legten sich natürlich beide Kater zum Schlafen auf meine Hälfte des Sofas und ich musste mich mit dem Liebsten auf der anderen Hälfte drängeln. Nach Katzensicht eigentlich alles ganz fair aufgeteilt: Zwei Sofahälften, zwei Kater, zwei Menschen, ist also doch klar, dass sie eine Hälfte für sich in Anspruch nehmen. Wir sind ja froh, dass wir auf der anderen Seite sein dürfen.