Aufgestanden um halb sieben, nach recht guter Nacht (gute Temperaturen nachts!). Ich goss erst einmal die Dachterrasse und düngte auch ein bisschen (die Tomatenpflanzen sehen nicht mehr wirklich gut aus, mal sehen, wie lang unsere Erntephase noch geht) und versorgte dann den ungeduldigen Kater. Dann ging ich nach unten in Garten und goss dort unsere Staudenbeete mit dem Schlauch (die Wasserfässer sind ja leer). Die Wiese nicht, das war mir zu viel Wasser, aber der Apfelbaum und der kleine Ahorn bekamen noch ein bisschen. Bis halt kurz vor knapp, da platzte dann nämlich der Schlauch vom Endstück ab und ich wurde, bis ich das Wasser schaffte auszustellen, einmal komplett geduscht, so richtig mit herumspritzendem kaltem Wasser auf einem Schlauch, der sich auf dem Boden drehte und so. Danach war ich auf jeden Fall sehr wach.
Die Klamotten mussten also alle runter, also ging ich halt gleich unter die Dusche, auch wenn es erst halb acht und für Samstag mir immer noch viel zu früh für so vernünftige Kleider war. Immerhin einen Tee machte ich mir noch. Dann Esstisch: Brot mit Frischkäse und Quittengelee zm Frühstück, bisschen Internet leerlesen, während Harold oben fuhr. Und weil wir ja jetzt richtig früh dran waren, schafften wir es schon um zehn vor zehn auf den Wocheneinkauf – da waren die Temperaturen gerade noch so noch erträglich und im Alnatura wenig los.
Restlicher Vormittag unspektakulär, ich räumte das Zeug weg (während der Liebste vor dem Haus goss – damit wäre das vordere Wasserfass auch leer)und putzte gründlich dasobere Stockwerk. Danach las ich das Internet leer. Dazu viel Kaffee.
Das Mittagessen war eine sehr große Schüssel Salat (Blattsalat, Tomaten, Gurke, Feto, grüne Paprika, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne), als Nachtisch Sojaquark mit Vanille, Ahornsirup und ein paar Zartbitterschokosplittern – also quasi ein selbstgemachter Stracciatella-Dings (als Teenager liebte ich ja Stracciatella-Joghurt sehr, im Gegensatz zu anderen gesüßten Joghurts, und konnte problemlos ein Pfundglas davon löffeln).
Draußen war es mittlerweile komplett bedeckt, aber leider sehr heiß und kein Tropfen Regen – es regnete mal wieder alles am Schwarzwaldrand und Albrand ab. Irgendwann waren es dann 35 Grad und die Sonne wieder da und das ist doch alles Mist. Gegen den Frust machte der Liebste uns erst einen Aperol Spritz (ganz schön süß mittlerweile, seit wir bei unseren Spritzgetränken auf die herberen Liköre umgestiegen sind), dann einen Lavabelle Spritz (besser). Ich schrieb ein bisschen.
Außerdem war ich ganz mutig: Ich schaltete mein am Mittwoch taufrisch geliefertes und von mir gestern aufgeladenes neues Handy ein. Naja, „taufrisch“, es hatte einen (kleinen) Kratzer auf dem Display und die Einstellungen waren auf Französisch, aber egal. War ja schließlich refurbished. Eine Dreiviertelstunde Rumgefummel und Datenübertragung per spezifischer Samsung App, dann waren fast alle Apps übertragen, nur die eSim hatte nicht geklappt. Egal. Ein Schritt nach dem anderen. Liegt auf jeden Fall sehr gut in der Hand, und alles Weitere kommt dann so allmählich. (Auch mal schauen, ob nur die Apps übertragen wurden, oder auch die Inhalte der Apps, und was ich da noch manuell nachjustieren muss.) Leicht genervt natürlich, dass man eigentlich auch einen „Samsung Account“ braucht, um auf alle Funktionalitäten zugreifen zu können. Das ist nervig, aber noch nicht ungewöhnlich (ich habe auch irgendwo einen Fairphone Account), aber es ist aufdringlicher geworden und man kommt weniger gut ohne zurecht. Mein Samsung Tablet lässt sich noch komplett ohne bedienen und auch bei meinem Fairphone habe ich grundsätzlich auf alles Zugriff. Das muss ich mir noch ein bisschen näher anschauen.
Das war mehr oder weniger der Nachmittag. Das Abendessen übernahm ich allein: Das Rezept nannte sich Aloo Chaat, also indische gebratene Kartoffelwürfel, in diesem Rezept noch mit gerösteten Kichererbsen und von mir zusätzlich mit Pilzen ergänzt. Dazu ein Kokosjoghurt mit Mangochutney, Limettensaft und Koriander (es gab frischen Koriander im Alnatura!). Natürlich alles mit einer Tonne Gewürzen, sehr gut, allerdings auch sehr fettig. Egal. Ein bisschen Naan dazu. Nachtisch nicht mehr nötig.
Zum Abendessen teilten wir uns eine Flasche Weißwein, die schon länger im Kühlschrank lagerte, einen 2025er Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris aus dem Bordeaux. Kein sofort zugänglicher Wein (keine Säure, aber relativ komplexe Aromen und nicht so wirklich „gefällig“), aber er wurde sehr schnell sehr gut. Feiner, interessanter Wein.
Abendunterhaltung drei Folgen QI, weil ich mal wieder Lust auf britische Comedy hatte. Ins Bett gegen Viertel nach zehn, aber der Schlaf ließ noch etwas auf sich warten: Es war um halb elf draußen noch wärmer als drinnen. Ich dachte, diese beknackten sauwarmen Nächte hätten sich jetzt langsam mal erledigt? Wenigstens kühlt es nachts dann irgendwann mal ab, aber trotzdem. Schon sehr anstrengend, das alles. Immerhin habe ich einen Vorteil im Vergleich zu manch anderen Leuten: Ich fand den Sommer ja schon immer eher doof. Mittlerweile halt einfach besonders.