Puh, was für eine Nacht. Schlecht geschlafen, wach gelegen, warm im Schlafzimmer, mehrfach fürs Klo aufgestanden, und dann gab es auch noch einen Katzenklo-bezogenen, ziemlich ekligen Zwischenfall, den ich nicht in den Details ausbreiten möchte, der aber längere Reinigungsarbeiten erforderlich machte. Irgendwann nahm ich mir Ohrstöpsel und schlief endlich tief und fest, als der Liebste, begleitet von einem miauenden Kater, um 5:30 duschte und sich anzog. Damit war ich natürlich auch wach, aber noch zu kreislaufig zum frühen Aufstehen. Um kurz nach sechs schließlich. Da war der Liebste gerade noch beim Tee und der Kater schon versorgt. Wir merkten beide sehr deutlich, dass wir echt keine guten Reserven mehr gegen den Schlafmangel haben. Ich begann morgens schon mit einem Mittagsschlaf zu liebäugeln. (Spoiler: Klappte nicht.)
Um kurz vor halb sieben musste der Liebste aus dem Haus. Für mich langsamer Morgen mit Schreiben, Brot mit Erdnussbutter zum Frühstück, bisschen Küchenrunde, ausführlicher Körperpflege. Arbeitsstart daheim um kurz nach neun.
Der Arbeitstag begann mit einem kleinen Schock, denn mein Hauptmonitor im Arbeitszimmer funktionierte plötzlich nicht mehr: Beim Anschalten begann er wahnsinnig zu flackern, größtenteils schwarzer Bildschirm und gelegentliches Aufblitzen des Bildes. Ich habe ja am Schreibtisch drei Monitore: Den Monitor des Krümellaptops (also des eigentlichen Rechners) und darüber aufgestellt zwei große Monitore nebeneinander. Der zentrale, direkt über dem Laptop und in Augenhöhe zu mir, war der, der sich verabschiedet hatte. Das Merkwürdige war, dass in er in der Bildschirmverwaltung aber noch auftauchte und sich auch nicht entfernen ließ (der Laptop identifizierte den Bildschirm also als „da“), und zwar auch, wenn ich ihn ausschaltete. Da ich bei einigen Programmen eingestellt hatte, dass die Anzeige als erstes auf diesen Bildschirm ging, war das natürlich maximal blöd, denn so waren die Sachen nicht zu sehen und ich musste sie mir mühsam von einem extrem flackernden Bildschirm auf eine andere Anzeige ziehen. Richtig schnell lösen konnte ich das Problem auch nicht (nur checken, dass es weder an den Steckverbindungen noch am Kabel lag).
Um halb zehn hatte ich ein Meeting und bis dahin immerhin alle Programme so gestartet, dass nichts hinter dem falschen Monitor verborgen war. Das Meeting, Indien-bezogen, ging zwei Stunden und ich musste halt ein bisschen jonglieren. Eigentlich sind „nur“ zwei Monitore ja in Ordnung, aber einer davon war halt der des Krümellaptops, und der ist ziemlich klein.
Das Meeting ging trotzdem, der Skandinavierkurs ab zwölf war deutlich blöder. Ging aber auch, war nur stressig für mich.
Während des Kurses, so Viertel vor eins, kam der Liebste wieder nach Hause, und in einer kurzen Kurspause schaute er sich die Sache an. Lösung des Problems: Die Wiederholungsfrequenz des Bildschirms war falsch eingestellt, wahrscheinlich weil es ein Problem mit der Grafikkarte gab. Fürs Protokoll: Die Wiederholungsfrequenz ist die Rate, wie häufig pro Sekunde die Frames auf den Bildschirm übertragen und aktualisiert werden, und dass das nicht statisch ist und überhaupt eingestellt werden kann, wusste ich bis jetzt auch nicht.
Mittagspause ab kurz vor zwei, ziemlich ausführlich, zwar ohne Mittagsschlaf, aber mit restlichem Korma, Earl Grey-Eis hinterher, Comic, Kaffee. Ich fing faktisch erst kurz nach drei wieder zu arbeiten an und arbeitete dann noch eine gute Stunde, bevor ich endgültig den Rechner (…jetzt wieder mit allen Bildschirmen) runterfuhr und Feierabend machte, bei ganz gutem Arbeitsstand.
Um halb fünf radelte ich mit dem Liebsten in die Stadt, leicht irritiert davon, wie warm es draußen war und vor allem wie viel wärmer als bei uns im Haus. Ich war den Tag über im Hoodie unterwegs gewesen und hatte irgendwann Füßlinge gegen richtige Socken gewechselt, und draußen musste ich den Hoodie direkt wieder ausziehen. Immer noch sommerlich warm.
Bei der Versicherung in der Innenstadt ging es dann recht schnell – ich habe dort (bei der WGV) auch Lenchen versichert, es ist also das zweite Fahrzeug. Bei der Gelegenheit stellten wir fest, dass Lenchen immer noch teilkaskoversichert ist, und stellten das auf nur Haftpflicht zum kommenden Quartal um. Die Haftpflicht für das Mopedle wird trotzdem relativ teuer sein, obwohl zweites Fahrzeug und so. Aber eventuell ist es möglich, die Prozente von beiden Fahrzeugen so zu tauschen, dass es insgesamt billiger wird (ich fahre Lenchen schließlich seit 2012 unfallfrei, das sollte ja eine Rolle spielen).
Um fünf wieder daheim. Eine Stunde Lesezeit, Katerversorgung, dann gemeinsames Kochen. Das Rezept (altes VF&L-Heft) nennt sich „Creamy Courgette Linguine“ und besteht faktisch aus Pasta (wir nahmen Spaghetti statt Linguine) mit einer Sauce, bei der man die Zucchini eine gute halbe Stunde im Ofen röstet, eine Saucenbasis aus Weißwein, Sellerie und Thymian köchelt und die geröstete Zucchini damit vermischt und püriert. Mit etwas Zitrone abgeschmeckt, gab das eine erstaunlich aromatische und sämige Sauce. Und tatsächlich „sahnig“ ohne Sahne.
Restlicher Abend mit etwas Lesezeit und zwei Sternentor-Folgen. Sehr früh ins Bett, Schlafmangel bekämpfen. Und draußen schon wieder so warm, dass es im Schlafzimmer 22 Grad hatte. Nervnervnervnerv. (…das gleiche Zimmer, bei dem man im Winter nicht über 17 kommt. Da würde sich eine Isolierung vermutlich doch lohnen.)