Charly, oder: Magi

Schon seit vielen Jahren, fast direkt nach meinem Einzug beim Liebsten, lebten wir mit einem Kater, nämlich unserem tollen Nasenkater, diesem scheuen, zarten Babytier. So richtig gut kam er mit anderen Katzen nicht zurecht, entweder hatte er Angst oder wollte hauen (oder wurde verhauen). Aber das sollte sich ändern. Am 1.7.2023 erwähnte ich das erste Mal im Blog, dass irgendein braungetigerter „Nachbarkater“ seit einigen Tagen regelmäßig bei uns auftauchte. Ich kannte ihn eigentlich schon (er war einige Jahre vorher schon gelegentlich durch unseren Garten gestiefelt), aber mir fiel auf: Er war sehr abgemagert, hatte struppiges Fell, und vor allem: Er blieb im Garten und ging nicht mehr weg. Merkwürdig. Der Nasenkater schien das auch zu finden, auf jeden Fall zeigte er sehr großes Interesse an dem markanten, mageren Tier mit seinem links geschlitzten Ohr. Ende Juli 2023 machten wir uns so langsam Gedanken, wo er denn hingehörte. Wir fragten bei den Nachbarn rum und es wurde klar: Zu keinem. Wir begannen ihm also auf der Terrasse Futter zu geben, und er schlief auf den Decken auf dem alten Hasenstall. Ich entschloss mich, dem ganzen etwas genauer nachzugehen. Im September 2023 fanden wir seine Tätowierung heraus, ich rief bei Tasso…

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Abschied nehmen, Freitag 31.7.2026

In Anbetracht der Umstände (warm im Zimmer, Alkohol) recht gut geschlafen. Allerdings wachte ich um kurz nach sechs mit irgendwie halbschlechter Laune auf – jede Menge Arbeitsgedanken, das nahende Urlaubsende macht sich bemerkbar. Wirklich ausgeschlafen war ich auch noch nicht. Ich döste deshalb noch eine ganze Weile und stand um halb acht schließlich auf, gerade als draußen ein rauschender Regenschauer runterkam. Allerdings nur für fünf Minuten und damit noch nicht mal ansatzweise genug, um den Pflanzen irgendwie zu helfen (aber genug für anschließend unangenehm schwüle Luft).Der Liebste hatte die Nasen schon versorgt und war wegen Magi etwas besorgt: Er hatte gar nichts fressen wollen und auch die Medikamente nur widerwillig genommen. Immerhin verschwand er nicht sofort bei den Nachbarn, sondern legte sich zum Schlafen aufs Schattendeck. Kurze Küchenrunde, dann schaute ich aufs Handy und sah, dass die Tierheimleiterin wegen des Kuchens geschrieben hatte: Ja, Kuchenspende auf jeden Fall gern, bis jetzt ist ein Kirschkuchen da, alles andere würde passen. (Keine Kollisionen hier von meiner Seite, lol – es gibt nichts Schlimmeres als Kirschen.) Und wir könnten ihn am Nachmittag bringen. Passte alles super. (Dachte ich.) Noch vor dem Frühstück (und vor dem ersten Tee!!) ging ich deshalb zum Supermarkt…

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Pflanzen und Turm, Samstag 18.7.2026

Erstaunlich gut geschlafen, trotz Liebstem neben mir und Ohrstöpsel und zwischendrin Decke wechseln und beide nachts aufs Klo und draußen Regen und überhaupt. Aber andererseits war ich halt wirklich zufrieden mit dem Arbeitsabschluss und richtig froh über den Urlaub, und die Entspannung führte offensichtlich dazu, dass ich insgesamt wirklich gut schlief. Und morgens um zehn nach sechs recht ausgeschlafen aufwachte.Ein kleines bisschen wachgelegen, dann beide aufgestanden und sehr leise Katzenversorgung, um S nicht zu wecken, Küchenrunde und Tee. Das leise sein hätten wir uns sparen können, natürlich war sie auch früh wach und kam nach einer Dusche bald nach oben. Wir sind halt alles Frühaufsteher (...und alte Leute). Der Plan für den Tag sah Einkaufen und dann Fahrt ins Nachbarstädtchen vor. Erst einmal aber gemütliches Frühstücken (Brot mit Butter und Marmelade, kein fancy großes Frühstück, weil wir ja die Lasagne am Abend gehabt hatten und S mittags essen gehen würde und abends zu einer Freundin zum Grillen), dazu viel Kaffee und so. Irgendwann mal Dusche, außerdem zu den Katern in den Garten: Die fanden den Besuch nämlich tendenziell eher spannend, vor allem unser scheuer Nasenkater war GANZ TAPFER und ließ sich eine Katzenwurst aus der Hand geben. SO eine…

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Alltag in gestresst, Dienstag 2.6.2026

Erst ewig wachgelegen, auch weil ich die angebliche Abkühlung im Schlafzimmer überhaupt nicht merken konnte und irgendwann wieder aufstand, um ein weiteres Fenster aufzumachen. Danach ganz okay, morgens nahm ich Ohrstöpsel gegen Vogellärm. (Ich müsste mal mein Handy ins Schlafzimmer mitnehmen und frühmorgens die Merlin-App laufen lassen.)Blick auf die Dachterrasse: Gießen war nicht nötig, aber ärgerlicherweise sammelte ich wieder ein paar Minischnecken unter den Basilikumpflanzen hervor. Seufz. Davon abgesehen wächst aber alles sehr schön bis jetzt. Dann Küchen- und Aufräumrunde, Tee, der Liebste schaute nach den Katern: Nasenkater alles okay, aber Magi wollte wieder nichts fressen und brauchte die Kanüle für die Medikamente. Und latschte danach raus. Es wäre ja vermutlich auch zu viel verlangt gewesen, dass es nach einmal Infusionen bei der Ärztin alles wieder super ist. Alles doof. Stimmung sowieso doof, weil der Liebste noch sehr gestresst war wegen der Ärgernachricht vom Abend davor, und überhaupt sind wir beide ziemlich durch. Mal eine ruhige Phase wäre schön. Oh well. Zum Frühstück der letzte Rest Brot mit Frischkäse und Marmelade. Der Liebste ging anschließend schnell aus dem Haus, weil er bei der Tierärztin noch das neue Antibiotikum holen musste, und brachte auf dem Rückweg ein paar Laugencroissants mit…

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Infusionen, Montag 1.6.2026

Mai schon wieder vorbei. Wahnsinn. Oh well. Noch ein wahnsinnig voller Juni, dann wird es „ruhiger“. Harhar. Normal geschlafen. Um 5:40 wachte ich auf, mehr oder weniger ausgeschlafen, und hörte den Vögeln beim Lärmen zu, leicht irritiert darüber, wie hell es im Schlafzimmer war. Als ich um zehn nach sechs schließlich aufstand, sah ich, dass ein Flügel des Fensterladens vor der Terrassentür aufgeweht worden war. Wind hatte es also gegeben, aber Regen überhaupt keinen: Ich goss erst einmal zwanzig Minuten auf der Dachterrasse. Und steckte allen Tomatenpflanzen Stäbe als Rankhilfe ein, denn leider waren ein paar von ihnen durch den Wind schon umgeweht worden. (Hoffentlich aber keine Dauerschäden.)Dann Küchenrunde, bis irgendwann auch mal der Kater sich bequemte ins Haus zu kommen (ich sah ihn auf dem Schattendeck liegen) und von mir versorgt wurde. Magi lag zu dem Zeitpunkt noch beim Liebsten auf dem Bett (wo er die Nacht verbracht hatte) und wurde etwas später von ihm versorgt. Einigermaßen gefressen, dann beide raus. So eine richtige Verbesserung sehe ich bei Magi nicht. Allerdings auch keine Verschlechterung. Eher blöde Stimmung bei mir, in erster Linie der vollen Woche geschuldet (drei Tage Weiterbildung, das letzte Basismodul, dazu immer abends Unterricht, und dann…

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