Recht gut geschlafen (yay!), um halb sechs ausgeschlafen aufgewacht und nach noch etwas Rumliegen um Viertel nach sechs aufgestanden. Ohne Kopfweh und mit nur leicht verspanntem Rücken. So weit, so gut. Katzenmaintenance und Küchenrunde, Tee, der Liebste kam irgendwann auch (für ihn ist es ja normales Wochenende, aber er war durch mein Katzenfütter-Geklapper vermutlich wach geworden). Draußen wieder sonnig und Minusgrade, ich war ganz froh, dass ich so schnell nicht raus musste. Ein bisschen Schreiben (Zielsetzung: den Urlaub komplett verbloggen und damit wieder aktuell sein – klappte auch), Tee, alles einigermaßen in Ruhe. Irgendwann machte der Liebste uns ein Porridge mit Banane, wir hatten beide das Bedürfnis nach einem warmen Frühstück, dann heiße Dusche, noch eine Kanne Tee (dieses Mal ein Lung Ming, den ich zwar nicht so berauschend finde, aber er ist der Allerletzte aus dem Adventskalender und muss halt weg) und um neun war ich angezogen und fertig in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch.
Der letzte Weiterbildungstag des erstens Blocks, also wieder von halb zehn bis halb fünf Input. Ich hatte etwas die Sorge gehabt, dass sich das positive Gefühl ein bisschen abschleifen könnte, aber nein, war nicht so. Immer noch sehr viele neue Erkenntnisse, viel gelernt, wirklich Spaß dabei, alles prima. Besonders interessant war an diesem Tag eine Einheit, in der wir einfach als Gruppe eine Dreiviertelstunde Ukrainisch lernten. (Der Hintergrund ist, dass ein Teil der Weiterbildung sich mit Fremdsprachendidaktik beschäftigt und diese Ukrainisch-Stunde dann analysiert und besprochen wurde.) Sehr spannend, mal die Seiten zu wechseln und eine andere Perspektive zu bekommen. Inklusive der (unangenehmen) Erfahrung, dass man plötzlich nichts mehr lesen kann. Meine Hochachtung vor allen Leuten, die in einem neuen Land auch noch mit einer neuen Schrift konfrontiert sind.
Der Liebste hatte entschieden, nicht in den Bastelverein zu gehen, sondern stattdessen daheim ein bisschen herumzudaddeln. Inklusive gemeinsamer Mittagspause, bei der er aber nur so halb anwesend war: Er stellte uns zwar Maultaschen mit Zwiebeln zum Anbraten auf den Herd, versank dann aber wieder in seinen Laptop, und ich drehte die Maultaschen zwar einmal um, aber als ich das zweite Mal danach schaute (hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich schauen müsste), da waren sie schon recht schwarz auf einer Seite. Ups. War aber egal, trotzdem gutes Essen, etwas Zitronenjoghurt und ein Kaffee danach. Nur dass der starke Bratgeruch für den Rest des Tages in den Zimmern hing, hätte es nicht gebraucht.
Um halb fünf pünktlichst fertig. Ich blieb noch eine halbe Stunde am Rechner und bereitete Unterricht für den Montag vor, und dann endlich: Wochenende. Direkt gemeinsam zum Wocheneinkauf in den Alnatura, wo angenehm wenig los war. Nur das Wetter war blöd, es hatte irgendwann zu regnen begonnen und wir wurden nassgerieselt. Saukalt war es dazu auch noch, trotz Mütze. Deshalb war schon klar, dass wir den restlichen Abend komplett eingemummelt daheim verbringen würden.
So war es dann auch: Direkt nach dem Einkaufen und Aufräumen machten wir eine Pizza (mit Fertigteig, keine Lust auf Teig machen) und zogen uns damit aufs Sofa zurück. Ein alkoholfreier G&T nach dem Essen, noch ein Vanillequark als Nachtisch, und dann machten wir es uns mit Kater auf dem Schoß gemütlich (der gab sehr angenehm warm) und schauten auf Wunsch des Liebsten einen Film: The Bourne Identity, einen Film, den ich schon mal gesehen habe, aber schon ewig her, ich wusste nur noch sehr wenig (dass Franka Potente mitspielt, war mir zum Beispiel komplett entfallen). Als wir durch waren, war es erst halb neun, und deshalb waren wir GANZ kühn und schauten den zweiten Film der Reihe (The Bourne Supremacy) auch noch an. Allerdings hatte ich so um Viertel vor zehn, eine halbe Stunde vor Schluss, das Gefühl, die Geschichte wäre nun wirklich auserzählt (war mehr oder weniger auch so). Und da ich ausgerechnet vor der Zeitumstellung eher früher als später schlafen wollte, ging ich ins Bett.