Montagstypisch unruhig geschlafen, aber besser als befürchtet – immerhin von zehn (nachdem das bescheuerte Gehupe nach dem ersten deutschen WM-Sieg endlich vorbei war, meine Güte, eine Stunde lang nach dem ersten Gruppenspiel) bis ungefähr halb fünf. Danach noch etwas herumgedöst und um kurz nach sechs aufgestanden. Unten erwarteten mich schon zwei Kater (im Haus), die nach bravem Medikamente-Aufschlabbern und Fütterung aber gleich wieder im Garten verschwanden. Draußen nicht kalt und nur leichte Schäfchenwolken am Himmel: Sie werden den Tag (vermutlich die ganze Woche) wohl mehr oder weniger komplett draußen verbringen.
Vor mir ein langer Arbeitstag, den ich nicht allzu spät anfangen wollte: Nach Frühstück (Brot mit Mandelfrischkäse und Marmelade, ich war vernünftig und beließ es bei zwei Scheiben) und schneller Körperpflege ging ich schon auf halb neun ins Büro.
Dort ein voller Vormittag: Erste Krisenbesprechung mit der Geschäftsleitung wegen der am Freitag aufgetauchten Problematik, dann eine Stunde Unterricht, kurzer Blick in die Mails und zweite kurze Krisenbesprechung, eine weitere Stunde Unterricht (ich war SO froh, dass ich den Unterricht komplett am Sonntag vorbereitet hatte, das hätte ich im Leben nie irgendwo reingequetscht bekommen), dann Informationen und Neuentwicklungen vom Vormittag bearbeiten, und damit war es eins. Immerhin hatte sich ein Problem vom Freitag nach Intervention der Chefin so halb aufgelöst, sodass wir den nächsten Schritt gehen können. So ganz glaube ich zwar noch nicht dran (sehr schwierige Kommunikationsstrukturen und sehr bürokratisches Gehabe, ist meine Wahrnehmung), aber wir werden sehen.
Mittagspause mit den Kolleg:innen und dem restlichen Quinoa-Riesenbohnen-Dings, jetzt als Salat gegessen (also nicht warm gemacht) – ging gut. Ich nahm mir eine Stunde Pause und ging nach dem Essen noch einmal schnell in die Stadt (nur in Jeans und Shirt, angenehme Temperaturen) und zu einer Apotheke, und zwar weil ich mich mit einer Unterrichtsteilnehmerin über Mückenschutzmittel für die Tropen unterhalten hatte, und bei der Gelegenheit dachte ich, es wäre vermutlich kein Fehler, wenn ich mir ein neues Mittel holen würde. Schließlich fliege ich jetzt während der Regenzeit nach Kerala, und ein guter Mückenschutz war mir in der Tropenklinik empfohlen worden. Also holte ich mir ein „Anti-Brumm“ (was für ein Name), das ich in der Kids-Version daheim habe, jetzt wollte ich aber Forte. Und die Apothekerin zeigte mir dann „Anti-Brumm Tropical“, nochmal stärker dosiert und spezifisch für die Tropen gemacht. Also nahm ich das mit. In der Hoffnung, dass das dann ausreichen wird. (Mückenschutzgitter gibt es dort in den Hotels sowieso.)
Am Nachmittag viel parallele Arbeit: ein bisschen korrigieren, Mails abarbeiten, Dokumente für das kommende Audit durchsehen, mit der Kollegin ausführlich den Indien-Aufenthalt durchsprechen (sie wird in Deutschland quasi „meine“ Rolle übernehmen, während ich dort bin), mit dem Kollegen in Indien Details klären. Sehr vollgepackt, aber am Ende waren wir ein paar große Schritte weiter.
Zum Abschluss dann noch Abendkurs bis halb acht, und der lief ganz okay, denke ich (anstrengend für die Leute, aber andererseits hatten sie sich einen Punkt speziell gewünscht). In Anbetracht der Tatsache, wie voll mein Kopf war, war ich echt ganz zufrieden mit dem Abend.
Um kurz vor acht daheim. Dort wartete schon der Liebste mit versorgten Katzen (die waren schon wieder draußen) und einem fertigen Orzo-Auflauf mit einmal quer durchs Gemüsefach (Tomaten, Paprika, Zucchini, Sellerie). Sehr gut, nur mir etwas zu sauer durch die vielen frischen Tomaten. Aber ich wollte mich nicht beklagen.
Restlicher Abend Sofazeit und Stargate, nur einmal unterbrochen davon, dass ich mit dem Liebsten meine Checkliste im Kopf für die Indien-Reise durchging. Jetzt haben wir die Weckerzeit für Samstag geklärt und ein Auto gebucht, damit ist eine weitere Sache abgehakt. Auch wenn es mein zweites Mal dieses Jahr ist, bin ich trotzdem ganz schön angespannt. Vor allem weil das erste Mal so stressig war. Aber – nun ja. Mehr als meinen Teil vorbereiten und dann auf mich zukommen lassen kann ich sowieso nicht.