Okay geschlafen, es hätte etwas mehr sein dürfen, früh wach. Nach dem Aufstehen goss ich erst einmal gründlich auf der Dachterrasse, auch wenn ich mir über das Wetter nicht so ganz klar war: Es sollte warm werden (die ganze Woche jeden Tag ein bisschen wärmer), aber morgens war es bedeckt und auf jeden Fall kein Hochsommergefühl. Was mir natürlich sehr recht war.
Kurze Küchenrunde und Tee. Die Kater sah ich nur aus dem Garten, der Liebste hatte sie schon versorgt (alles okay bei ihnen, Magi fraß gut). Ganz normale Arbeitstagsroutine also, aber die Laune war trotzdem ziemlich im Keller. Nun ja. Noch zwei große Meilensteine, und noch knappe zwei Wochen. Und dann erst einmal ein bisschen weniger arbeiten, das wäre mal ein sinnvoller Plan.
Erst einmal aber Home Office. Müsli zum Frühstück, dann etwas gestraffte Routine, weil ich gleich morgens einen Termin hatte. Der Liebste ging früh aus dem Haus, ich ging früh duschen und war um Viertel vor neun am Rechner, passend für den ersten Termin um neun.
Das war eine gründliche Indien-Vorbesprechung in allen technischen Details. Ich hatte dafür eine Stunde angesetzt, am Ende brauchten wir dafür aber bis Viertel vor elf, bis wir mit allem durch waren und ich ein langes Dokument mit Ablaufplan und Infos hatte. Danach fühlte ich mich deutlich besser, weil mit mehr Informationen versorgt und gut vorbereitet. Ein paar technische Sachen hatten auch geklappt, und ich begann etwas positiver gestimmt zu werden.
Draußen grautrübes Wetter, zwar stieg die Temperatur, aber von Sommer konnte keine Rede sein – zwischendrin nieselte es sogar etwas. Nichtsdestotrotz stieg ich nach ein bisschen Orgakram um halb elf aufs Rad, bei der Tierärztin Medikamente holen, nur um nach 50 Metern wieder umzudrehen, weil ich meinen Fahrradhelm vergessen hatte (ich bin echt nicht mehr sonderlich routiniert beim Radfahren). Ging in Regenjacke und mit Helm noch einmal schnell nach oben, um meine normale Handtasche gegen die Clip-on-Lenktertasche auszutauschen (SO eine praktische Tasche), und sah prompt, dass der Chef noch einmal angerufen hatte. Also noch ein kurzer Call, weil er ein paar allerneueste Infos zu Indien bekommen hatte (den Fahrradhelm nahm ich dafür ab). Glück gehabt, dass ich den Anruf noch gesehen hatte (ich war ab Viertel vor elf auf rot gestellt, aber etwas zu früh aus dem Haus gegangen, deshalb die Überschneidung).
Dann aber Rad fahren, und das war trotz Nieselregen echt mal wieder nett. Alles in allem brauchte ich eine gute halbe Stunde (also hinfahren, Medis einpacken und zahlen, zurückfahren), inklusive einmal kurz anhalten und einem Handwerkerauto Tipps geben, wo sie hier in der Nähe Mittagspause machen können (sie suchten „einen Edeka oder Rewe oder so für Mittag“). Nur doof, dass ich durch die Regenjacke zwar außen trocken, aber innen nassgeschwitzt war. Leicht bescheuertes Konzept. (Einer der vielen Gründe, warum ich Radfahren eigentlich doof finde.
Anschließend noch ein paar Takte gearbeitet, bis mir um halb eins richtig schummrig wurde und ich dringend Mittagspause machen musste. Zweite Hälfte Orzo-Auflauf, dazu viel Kaffee, danach ging es wieder.
Den restlichen Nachmittag dann relativ ungestört und meetingfrei mit administrativem Zeug und viel Unterrichtsvorbereitung – am kommenden Tag komplett im Audit verplant, dazu Abendkurse. Das füllte die Arbeitszeit genug aus.
Kurz den Liebsten begrüßt, der um fünf wieder daheim war und nach den Katern schaute (die waren tagsüber mehrfach im Haus gewesen, zu grau und zu nass draußen), und ab halb sechs dann mein Abendkurs. Der letzte Termin dieser kompakten Kursphase, und ich hatte schon befürchtet, dass keiner mehr kommen würde, aber von wegen: Alle pünktlich da. War ein guter Kursabschluss, ich war zufrieden.
Um Viertel nach sieben kam ich runter und holte den Liebsten aus seinem Arbeitszimmer. Dann erst einmal Ruhepause auf dem Sofa, mir war schon wieder schummrig. Der Liebste machte uns währenddessen das Abendessen, einen klassisch schwäbischen Kartoffelsalat, so richtig mit selbst gekochter Brühe und so. Und gebratenem Räuchertofu. Gutes Abendessen.
Und dann früh ins Bett, nach etwas Bergwacht und einmal durchs Stargate. Vor mir ein langer Audittag (Meileinstein Nr. 2), und überhaupt noch eine Tonne Arbeit. Aber der Monat wird auch vorübergehen.