Stunden abbauen, Montag 29.6.2026

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Letzte Nacht der Wahnsinnshitze, schon in der Nacht merkte man, wie die Temperaturen runtergingen – dementsprechend, und auch aufgrund von genereller Erschöpfung, recht gut geschlafen (mit allen nur möglichen Fenstern offen und unter dünner Decke). Um sechs wachte ich allerdings trotzdem wie erschlagen auf, mit sehr zermatschter Birne und heftigem Kopfweh. Ich nahm erst einmal eine Ibu, trank viel Wasser und ging dann in der Wohnung schauen, wie die Lage war.
Zu meiner Überraschung waren deutlich mehr Fenster offen, als wir abends aufgemacht hatten: Der Liebste war nachts aufgestanden (durch Katzengemecker vor dem Fenster geweckt) und hatte alles aufgerissen. Damit war die Temperatur in den Zimmern auf ungefähr 28 Grad gesunken. Und sie sank noch weiter, denn es wehte ein ziemlicher Wind, dazu bewölkter Himmel, und zwei Stunden später fing es doch tatsächlich zu regnen an, während die Temperaturen sich bei 25 Grad (drinnen und draußen) einpendelten. Hitzewelle damit (vorerst mal) überstanden, wäre die Hoffnung. Und Jetlag hoffentlich auch, solang ich es schaffe, abends bis zehn Uhr durchzuhalten.

Der Liebste war mehr oder weniger mit mir aufgestanden und hatte schon nach den Katern geschaut. Zum Frühstück Schwarzbrot (das er sich in der vergangenen Woche abgepackt gekauft hatte, typisches Strohwitwer-Singlebrot) mit Kräuterfrischkäse, dazu ein bisschen quatschen und sich einfach darüber freuen, dass ich wieder daheim war und wir wieder zusammen und überhaupt alles großartig. Dann ging er los ins Büro (in einer kleinen Regenpause – wir kriegten nur die letzten Ausläufer der aktuellen Gewitterfront ab, aber ein bisschen Regen gab es am Vormittag schon) und ich machte mir einen gemütlichen, überstundenabbauenden Morgen: Las ausführlich die aktuelle Vegan Food & Living durch, machte für uns einen Wochenplan (mit viel Vorfreude auf die kommenden Gerichte, vor allem da es ja nicht mehr so heiß sein soll und man (ich) tatsächlich Lust auf Kochen hat), bestellte die Gemüsekiste. Außerdem entwirrte ich eine Leuchterblume, die auf dem Brotschrank steht und immer wieder kamikazeartig in irgendwelche Brotschrank-Ritzen wächst oder sich umeinander wickelt oder sonstige Fluchtversuche unternimmt.

Restlicher Vormittag: Indienreise verbloggen. Und um ehrlich zu sein restlicher Nachmittag auch, denn es gab halt genug zu schreiben (auch wenn vieles davon eher trivial und nicht soooo spannend zu lesen ist, aber ich schreibe es ja auch zu einem großen Teil als Dokumentation und Archiv für mich). Zwischendrin diverse Unterbrechungen, um Kräutertee zu kochen, Kaffee zu kochen, ein paar Sachen aufzuräumen, in der Küche herumzuputzen, und mittags frische Nudeln zu kochen und die restliche Bolognesesauce heiß zu machen. Und die Wäsche sortierte ich auch.

Gegen halb zwei kam der Liebste nach Hause, aß auch zu Mittag und trank mit mir einen Espresso. Dann verschwand er ein bisschen am Schreibtisch, und ich schrieb weiter und hängte zwischendrin diverse gewaschene Maschinen Wäsche auf (vier wurden es am Ende, damit war die komplette Wäsche gewaschen, inklusive aller Indien-Wäsche). Alles hing übrigens im Wäschekeller, weil es draußen zwischen Regen (wenig), bewölkt (meistens) und Sonne (nicht sehr viel, aber sofort wieder für unangenehme Hitze sorgend) abwechselte und das für ein Trocknen draußen zu unbeständig war.

Um fünf gingen wir gemeinsam auf großen Wocheneinkauf, und zwar zum Supermarkt nebenan. Zu meiner Freude wurden dort gerade frische Erdbeeren angeliefert (ich hatte schon die Sorge gehabt, ich hätte die Saison verpasst), und auch sonst gab es noch das Meiste, unter anderem auch zwei Kisten Wasser. Da wir noch ein paar Textilien einkauften (Kissenbezüge in Spezialformat beispielsweise) und auch so Dinge wie alkoholfreien Gin und so, wurde es am Ende eine üppige Summe.
Daheim erst einmal mit Aufräumen beschäftigt, während wir im Zehnminutentakt die Fenster auf- und wieder zumachten: Offen eigentlich viel zu heiß (das Schlafzimmer war schon wieder bei 29 Grad), geschlossen aber sofort unangenehm stickig. Der Liebste zog sich deshalb wieder ins Arbeitszimmer zurück und googelte nach Standventilatoren.

Ich war mit Bloggen und Wäsche bis ungefähr acht beschäftigt, nur von diversen Kater- und Magi-Besuchen unterbrochen. Dann machte der Liebste uns eine große Schüssel Nudelsalat zum Abendessen und Erdbeeren mit Sahnequark hinterher. Genau das Richtige für den Hochsommer.
Restlicher Abend auf dem Sofa, einmal durchs Sternentor. Während es draußen so ganz, ganz allmählich wieder kühler wurde und wir auf eine schlafbare Nacht hofften. Und ich tapfer bis zehn Uhr wach blieb.