Zeugs, Montag 20.4.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Eigentlich gute Nacht (einmal wach wegen Geraschel vor der Tür, und im Schlafzimmer sank die Temperatur bei gekipptem Fenster auf 18,5 Grad, aber das war okay), nur dass das Weckerlicht anging, obwohl es draußen noch dunkel und gefühlt viel zu früh war. Stimmte auch: 5:45 Uhr. Der Lichtzyklus ließ sich unterbrechen, der Reboot funktionierte allerdings nicht, also rebootete ich manuell (= aus- und wieder einstecken) und stand um kurz vor sechs auf, zur Freude der wartenden Kater. Zweite Merkwürdigkeit, als der Wecker um 6:07 plötzlich den Piepsalarm anschaltete, ohne dass vorher das Licht angegangen wäre. Hm. Die dritte Runde (Licht ab 6:15, Piepsen ab 6:30) war dann wiederum okay, das entsprach der eigentlichen Einstellung. Keine Ahnung.
Anyway. Ein bisschen Rumgerödel am Morgen (Katzenmaintenance, Küchenrunde, dazu leerte ich das Altpapier und kochte frische Nudeln fürs Mittagessen), Tee kochen, mich beim Liebsten melden, schreiben, Blick in die Zeitung. Und mich am sauberen Erdgeschoss und dem ordentlichen (und nicht vollgestopften) Schuhregal freuen. Irgendwann Müsli und schnelle Dusche, und plötzlich war es zehn vor neun und ich musste hurtig ins Büro. Draußen trocken, kühl, mit grüner Jacke und Schal (!) war ich ganz gut aufgestellt.

Arbeitsintensiver, recht erfolgreicher Vormittag mit viel administrativem Zeug – unter anderem einem längeren Meeting zum Qualitätsmanagement, sehr angenehm, dass ich dafür ein bisschen mehr Zeit aufwenden kann im Moment – und nur beeinträchtigt durch die Tatsache, dass zwei Kolleginnen mit mir im Büro waren und ich das Arbeiten mit mehreren Leuten im Zimmer echt nicht mehr so gewöhnt bin. (Und generell noch nie so gut konnte.) War schon in Ordnung, aber ich musste mich darauf einstellen. (Glücklicherweise sprachen sie miteinander auf Spanisch, da verstehe ich so wenig, dass ich es gut ausblenden kann.)

Außerdem längeres Gespräch mit einer Kollegin, erst über fachliche Inhalte, dann über ihre persönlichen Perspektiven – wie sie mir mitteilte, wird sie die Firma nämlich verlassen. Was für sie schön ist (sie hat ein tolles Angebot bekommen), für uns aber sehr schade, weil sie schwer zu ersetzen sein wird. Aber ich freue mich sehr für sie. Zweites längeres Gespräch mit einer anderen Kollegin über meine Weiterbildung: Sie ist in einer sehr ähnlichen Situation wie ich (ähnlicher Jahrgang, sehr ähnliche Qualifikation) und grübelt auch schon länger (mit dem gleichen Auslöser wie bei mir) an ähnlichen Baustellen herum, die mich am Ende zu dieser Weiterbildung geführt haben. Wenn sie sich für die gleiche Weiterbildung entscheiden würde, wäre das wirklich lustig (und würde sicher gut zu ihr passen).

Mittagspause um zehn nach eins mit Nudeln & Linsenbolognese, danach ein Espresso und weiter im Text. Nur dass ich nachmittags in ein ziemliches Suppenloch fiel und kaum in der Lage war, konzentrierte Arbeit zu leisten. Also Routinezeug, ich pflegte Statistiken, gab Zahlen in Excel-Listen ein, so was. Als ich wieder auftauchte, machte ich noch ein wichtiges Dokument fertig und war schließlich um zehn vor sechs wirklich zufrieden mit dem Tag. Höchste Zeit für den Feierabend.

Daheim erst einmal Katzenversorgung, dann ein schnelles alkoholfreies Radler im Stehen – ich war so unterzuckrig vor Hunger, dass ich mich leicht schummrig fühlte. Deshalb gleich danach eine aufgetaute Lasagne als Abendessen und danach einen ganzen 400-Gramm-Becher Cheesecake-Joghurt, dann ging es wieder.
Auf Haushalt hatte ich allerdings keine Lust mehr (es gäbe ja immer was zu tun, vor allem wenn man alles allein machen muss). Stattdessen verzog ich ich aufs Sofa und versank in altbewährten Blaulichtcontent, ziemlich gegen den Schlaf kämpfend, bis ich um neun mit Buch nach oben verschwand. Dort immerhin noch eine Stunde Lesezeit. Und Vorfreude auf den nächsten Tag und den Liebsten aus Berlin.