Ganz ordentlich geschlafen, nachdem ich mitten in der Nacht dann doch die Dachterrassentür ganz aufgemacht hatte – es ist zwar draußen wieder (angenehm) kühl geworden, aber das Schlafzimmer interessiert das irgendwie nicht. Beim Aufstehen trotz geöffneter Dachterrassentür noch fast 22 Grad. Nun ja. Mit immerhin geschlossenen Fensterläden (also dunkel) und mit Ohrstöpseln (also einigermaßen ruhig) schlief ich bis Weckerklingeln.
Nach dem Aufstehen (draußen alles regennass, kein Dachterrassen-Gießen notwendig) versorgte ich erst einmal die Kater. Wir hatten ja am Abend beschlossen, ein bisschen weniger mit Zwangsmaßnahmen und mit Hektik ein bisschen mehr „normal“ zu agieren, also beschloss ich eine ganz normale Katzenfütterung ohne Kanüle und was weiß ich. (Ich wüsste die Dosierung der neuen Medikamente sowieso noch nicht.) Tatsächlich kamen mir beide Kater entgegen, der Nasenkater im Erdgeschoss, Magi dann ganz unten – vielleicht von draußen, keine Ahnung. Beim Nasenkater war die Medikamentengabe und Fütterung sowieso kein Problem, und Magi vermischte ich die Tabletten mit der Paste und ließ ihn vom Löffel schlecken wie sonst auch: Und davon nahm er immerhin die Hälfte. Nicht super, weil nur die Hälfte, aber – immerhin die Hälfte. Und am Futter zeigte er anschließend auch Interesse und fraß ebenfalls die Hälfte. Naja. Danach beide raus in den Garten und aufs Schattendeck. Ich war so halb zufrieden. Schilddrüse und Antibiotikum in Tropfenform fehlten halt noch.
Gründliche Küchenrunde, Tee kochen, irgendwann war auch der Liebste wach (er hatte ein etwas größeres Schlafdefizit aufzuholen als ich). Draußen war es erstaunlich frisch: Ich lüftete im Erdgeschoss, machte aber irgendwann die Fenster wieder zu und zog einen Hoodie und Socken an. Eigentlich liegt mir die Kleiderauswahl ja mehr als dieses Gefühl von „jedes Stück Stoff ist zu viel“.
Zum Frühstück machte ich uns ein Müsli mit Erdbeeren, während der Liebste Magi die restlichen Medikamente einflößte (ging ganz okay). Und ab neun an den Schreibtisch zum letzten Modultag des Basisblocks meiner Weiterbildung (es kommen noch zwei Vertiefungsmodule im Sommer).
Also wieder ein Tag Onlinemeeting. Viel Input, tatsächlich wieder einige neue Sachen dabei, neue Tools, neue Methodiken, ich war wirklich zufrieden. Sehr lustig: Bei einer Gruppenarbeit, bei der es um digitale Tools und (unter anderem) die Verwendung von KI ging, war ich mit zwei Leuten zusammen, die beide noch überhaupt keine Erfahrung mit KI-Anwendungen hatten, aber neugierig waren. Also dachte ich, ich zeige ihnen ein paar Sachen, gleich auch mit den Schwächen und Stolperfallen und Limitierungen und so. Wir überlegten uns also einen Unterrichtskontext, Zielgruppe, Lernziel, blablub, und ich warf das alles in einen Prompt bei LeChat. Und was macht das Programm? Spuckt uns einen wirklich, wirklich ausgefeilten und detaillierten Unterrichtsentwurf aus, inklusive Varianten und Anpassungsmöglichkeiten und was weiß ich. Ich war einerseits positiv überrascht, andererseits auch leicht irritiert, weil ich ja die Schwächen und Limitierungen hatte zeigen wollen! Lol. Die anderen beiden natürlich ausgesprochen fasziniert: „Oh wie schnell das ging! Und so gute Ergebnisse! Muss ich auch ausprobieren…“ – Well. War nicht der Lerneffekt, den ich erwartet hatte, aber auch okay.
Mittagspause mit dem Liebsten und zwei Portionen aufgetautem Pastítisos, danach Espresso. Und wir latschten brav zur Solawi-Ausgabestelle und stellten die leere Kiste der Nachbarn hin (wieder nur leere Kisten dort: Es scheint wohl wirklich so zu sein, dass man zweimal hin muss, einmal leere Kiste hinstellen, einmal wieder abholen. Ein bisschen unpraktisch, finde ich).
Ansonsten viel, viel, viel getrunken, Kräutertee, Kaffee, Wasser, dabei war es wirklich nicht warm und ich in langer Hose und einem leichten Sommerpulli gut angezogen. In einer Teepause noch ein Limettenjoghurt. Das reichte dann gerade so bis zum Abend.
Um kurz nach halb fünf waren wir durch und ich besonders zufrieden, denn ich hatte parallel Unterlagen sortiert und Texte korrigiert bekommen. Noch ein wenig Datensicherung, dann packte ich meine Sachen zusammen und machte mich auf den Weg in die Firma: Wieder ein Abendkurs. Der Liebste kam mit bis zur Ausgabestelle, und siehe da: Die Kiste war jetzt gefüllt. Okay. (Wieder viel Blattgrün: Ein Kopf Bataviasalat, dazu Pflücksalat, Petersilie, Kohlrabi, Kartoffeln und Rote Bete inklusive Blättern.)
Abendkurs, vorher aber kurzer Austausch mit den beiden Abteilungskolleg:innen, die beide noch da waren. Wir hatten an dem Tag eine Prüfung, für die der Kollege verantwortlich war – und den Tag über viel Unterstützung gebraucht hatte, denn es war einiges schwierig gelaufen (ich hatte parallel zur Weiterbildung diverse Male mit ihm gechattet). Details sind nichts für den Blog, aber es war auf jeden Fall sehr, sehr ärgerlich. (Nur zum Verständnis: Er hatte nichts falsch gemacht, sondern im Gegenteil super reagiert.) Ich war froh, dass (neben dem Chef, der auch unterstützt hatte) die beiden Kolleg:innen da waren und das übernommen hatten, sie hatten aus einer schwierigen Gemengelage das absolut Beste gemacht. Nun ja. Kopfschütteln auf jeden Fall.
Der Abendkurs lief dann ganz okay, auch wenn ich merke, dass ich nicht meine beste Performance abliefere, wenn ich den ganzen Tag in einem Onlinemeeting war. Allein dass ich zu schnell rede und mich häufig verspreche, zeigt mir ziemlich deutlich, wie sehr die Konzentration doch weg ist. Dass die Hälfte der Leute fehlte (Krankheit, berufliche Termine, Zeugs), half auch nur bedingt. In Anbetracht dieser Umstände: wirklich okay.
Um Punkt acht war ich daheim, wie dem Liebsten versprochen. Er hatte die Kater versorgt und war schon fast fertig mit Kochen: Ein großer (…sehr großer, weil wir so viele mehligkochende Kartoffeln gehabt hatten) Topf Kartoffelbrei und dazu eine Art sahniges Pilzragout mit Sojasahne, Mandelmus, Kräuterseitlingen, Champignons und, tadaa: Mangold. Fand ich sehr gut, und der Liebste aß es auch tapfer. (Ich weiß gar nicht, was er damit immer hat.)
Ruhiger Abend mit Sternentor auf dem Sofa, erst von einem, dann bald von zwei Katern begleitet, ganz ohne Reintragen und Zwang und sonst etwas. Magi scheint uns also wieder einigermaßen lieb zu haben. Wir machten eine Flasche Grauburgunder leer (steht schon recht lang im Kühlschrank, es gab für jeden noch ein kleines Glas) und wechselten dann auf The Good Stuff aus Schottland. Erst einmal ein Fingerbreit Nc’Nean Organic, damit war diese Flasche leer – toller Whisky, den werden wir eventuell nachkaufen. Danach ein Lagavulin, der ja sowieso ganz fantastisch ist, nur bedeutet deren Vertriebs- und Preispolitik, dass wir ihn nach dieser Flasche wohl eher nicht mehr daheim haben werden, seufz. Als Abschluss ein Smokehead, davon allerdings nur eine Winzportion, ich wollte am nächsten Tag nicht mit Kopfweh aufwachen. So passte es perfekt.