Erst ewig wachgelegen, auch weil ich die angebliche Abkühlung im Schlafzimmer überhaupt nicht merken konnte und irgendwann wieder aufstand, um ein weiteres Fenster aufzumachen. Danach ganz okay, morgens nahm ich Ohrstöpsel gegen Vogellärm. (Ich müsste mal mein Handy ins Schlafzimmer mitnehmen und frühmorgens die Merlin-App laufen lassen.)
Blick auf die Dachterrasse: Gießen war nicht nötig, aber ärgerlicherweise sammelte ich wieder ein paar Minischnecken unter den Basilikumpflanzen hervor. Seufz. Davon abgesehen wächst aber alles sehr schön bis jetzt. Dann Küchen- und Aufräumrunde, Tee, der Liebste schaute nach den Katern: Nasenkater alles okay, aber Magi wollte wieder nichts fressen und brauchte die Kanüle für die Medikamente. Und latschte danach raus. Es wäre ja vermutlich auch zu viel verlangt gewesen, dass es nach einmal Infusionen bei der Ärztin alles wieder super ist. Alles doof. Stimmung sowieso doof, weil der Liebste noch sehr gestresst war wegen der Ärgernachricht vom Abend davor, und überhaupt sind wir beide ziemlich durch. Mal eine ruhige Phase wäre schön.
Oh well. Zum Frühstück der letzte Rest Brot mit Frischkäse und Marmelade. Der Liebste ging anschließend schnell aus dem Haus, weil er bei der Tierärztin noch das neue Antibiotikum holen musste, und brachte auf dem Rückweg ein paar Laugencroissants mit (und Franzbrötchen für den Mittag). Damit war ich dann satt. Dann normaler Morgen, nur nicht so richtig entspannt, vor allem der Liebste war angespannt und gestresst und schlecht gelaunt und überhaupt. Aber half ja nix: Ab neun war er und kurz darauf auch ich am Schreibtisch.
Ganz okayer Arbeitstag, zweiter Weiterbildungstag. Mir war es insgesamt etwas zu kleinschrittig (es werden ein paar Elemente aus den vorhergehenden Modulen aufgegriffen und vertieft, die Vertiefung finde ich für mich aber nicht so notwendig), aber es war schon in Ordnung, und es hatte den entscheidenden Vorteil, dass ich parallel auf Mails antworten konnte und Texte korrigieren und Unterricht vorbereiten. Und trotzdem nichts verpasste, haha. Bei den Gruppenarbeiten war ich natürlich trotzdem voll anwesend, ist ja klar.
Mittagspause dieses Mal nicht mit einer Besprechung mit dem Chef, sondern Essen mit dem Liebsten, der immer noch angespannt war. Weshalb wir schnell in den Supermarkt nebenan gingen und frische Erdbeeren holten (die allerdings eher für den Abend). Dann restliche Pasta e Fagioli, anschließend ein Espresso und ein Franzbrötchen.
Dann wieder zurück zur Weiterbildung, da gibt es wenig zu berichten, außer dass irgendwann gegen halb vier das seit zwei Tagen angekündigte Gewitter dann doch noch über der Stadt losbrach und gefühlt mal kurz die Welt unterging. Und ich bei dem Wahnsinns-Geprassel und -Geblitze nicht wusste, wo die Kater stecken – sie lagen dann aber beide, durchs Fenster zu sehen, auf Sessel und Deck Chair auf dem Schattendeck im Trockenen. Sind ja offensichtlich nicht blöd. Ein bisschen später, das gerelle Gewitter hatte nachgelassen, aber es regnete noch, war Magi verschwunden, also rannte ich im Regen in den Garten und zu den Nachbarn: Wo er natürlich auf deren Terrasse im Sessel lag. Im Trockenen. Okay.
Um halb fünf war die Weiterbildung fertig und ich arbeitete noch eine Stunde liegen gebliebenes Bürozeug ab. Dann Abendkurs ab halb sechs, glücklicherweise online – ich musste also nicht mehr raus. (Meine Socken waren von der Magi-Such-Aktion gerade mal so trocken.) Ganz guter Unterricht, wenn auch unter erschwerten Bedingungen (eine Person tauchte nicht auf, eine zweite hatte ganz schlechtes Internet – sie war im Urlaub und nahm vom Campingplatz aus teil, Respekt). Ein bisschen Nachbereitung, Datensicherung (meine externe Festplatte beginnt schon wieder elend zu zicken), und um halb acht war ich fertig.
Der Liebste mit der Lohnarbeit auch, nur war er mit Vereinsbuchhaltung beschäftigt. (Diverse Jahresabschlüsse und Finanzamts-Deadlines und Jahreshauptversammlungen warten.) Half dem Stresslevel nicht gerade.
Gemeinsames Kochen: Wir hatten noch grünen Spargel und waren sehr uninspiriert, deshalb gab es einfach angebratenen grünen Spargel mit einem Glas Tomaten, ein paar Kräutern, viel Knoblauchöl und ein paar Spaghetti. War sehr, sehr gut und mal wieder ein Beispiel dafür, dass die italienische Küche einfach großartig ist: So einfach, aber mit den richtigen Zutaten so gut. Nachtisch natürlich Erdbeeren mit Quark.
Der Liebste hatte die Kater bereits mit Medikamenten versorgt, unter Mühen: Magi bekommt jetzt Schilddrüsenzeug und Antibiotikum in Tropfenform, was er mindestens genauso doof fand wie die Tabletten, und dass der Nasenkater die ganze Zeit aufgeregt herumsprang, machte es nicht besser. Kein Wunder verschwanden beide erst mal wieder irgendwo in den Gärten.
Nach dem Abendessen kam der Nasenkater wieder rein und pennte neben uns, während wir ein bisschen Sternentor ansahen, und noch etwas später ging der Liebste rüber und holte Magi von den Nachbarn, damit er bei uns noch ein paar Happen fraß. Wir entschieden uns aber dafür, die Klappe wieder offen zu lassen. Magi läuft schon wieder besser und es ist einfach schlimm für ihn, wenn er eingesperrt ist. Und wir schlafen auch nicht super, wenn ständig zwei aufgeregte Katzen nachts durchs Haus rennen (oder hinken). Wir müssen einfach hoffen, dass Magi ein bisschen auf sich aufpasst in der Nacht. Und halt auf einer der diversen Terrassen in der Nachbarschaft schläft.