Einkäufe, Samstag 2.5.2026

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Viertel vor sechs aufgewacht und nicht mehr einschlafen können, auch wenn ich mir deutlich dessen bewusst war, dass das nach dem langen Abend zu wenig Schlaf war. Trotzdem stand ich nach einer halben Stunde herumliegen auf (und schielte auf vielleicht einen Mittagsschlaf oder so – die Ruhe dafür hatte ich schon lang nicht mehr, aber wer weiß).
Nach dem Aufstehen erst einmal Gießen auf der Dachterrasse und zu meinem Entsetzen zwei winzigkleine, graue Schnecken im Hochbeet, NERV! Dazu deutlich sichtbare frische Fraßspuren an einer Zucchinipflanze. In den gekauften Stecklingen scheinen sich wohl einfach Schneckeneier in der Erde zu verstecken. Mäh.

Katzenmaintenance (das letzte Mal blöden Fisch für die beiden verwöhnten Tiere, und wieder wollten sie ihn nicht nehmen, schleckten nur das zusätzlich untergerührte „Süppchen“ säuberlich ab), Küchenrunde, außerdem ließ ich Hector im unteren Schlafzimmer fahren. Nicht so ganz sicher, wie viel ich wirklich dieses Wochenende putzen wollte – einerseits hatte ich mir so viel anderes vorgenommen, andererseits wartet am kommenden Wochenende schon die nächste Runde der Weiterbildung auf mich. Zumindest aber mal saugen (lassen), dann Tee: Weil ich nicht lang warten wollte, machte ich mir einen English Breakfast mit Milch (also quasi den Tee des Liebsten, nur mit English statt Irish Breakfast). Verläpperte zwar die Hälfte, aber trotzdem gut. Insgesamt recht guter Dinge an diesem Morgen – solang vom Liebsten positive Rückmeldungen von der Strecke kommen und ich ihn über die App durch die Vogesen fahren sehe, ist alles prima.

Betriebsamer Vormittag: Nach dem ersten Tee, Müsli und ein bisschen schreiben ließ ich Hector noch den Rest des Untergeschosses saugen und wischte unten hinterher, machte außerdem Klo und Waschbecken sauber – ein Teil geputzt. Dann fuhr oben Harold und saugte alle Räume, ich machte mir eine Kanne Bancha und wischte oben hinterher – zweiter Teil geputzt. Den Rest (oberes Bad und Erdgeschoss) ließ ich für den Sonntag (…oder auch nicht). Stattdessen duschen, dann schnell an den Laptop, Diät-Katzenfutter, Calciumalge und zwei Cargohosen für mich bestellt.

Anschließend einkaufen. Der Schnelligkeit halber ging ich zum Supermarkt nebenan und kriegte dort auch fast alles (nur gestückte Tomaten haben sie dort merkwürdigerweise nur in der Dose, nicht im Glas – das möchte ich nicht so gern). Da wir am Donnerstag schon einkaufen gewesen waren und ich allein sowieso nicht so viel brauche, hielt sich die Menge (und Summe) in Grenzen.
Nach dem Supermarkt ging ich noch zum Bäcker, gerade so kurz vor Ladenschluss um Viertel nach zwölf, fast erfolgreicher Einkauf, bis mir einfiel, dass ich mein ganzes Bargeld dem Liebsten gegeben hatte, man beim Viertel-Lieblingsbäcker aber nur bar bezahlen kann. Also die Sachen an der Theke hinterlegt (man kennt mich da) und schnell Geld geholt. Dann Einkauf abgeschlossen, wieder heim, und mittlerweile war es halb eins, hatte ungefähr 26 Grad, und ich war nassgeschwitzt und mir war schummrig vor Unterzucker. Suboptimales Timing.

Also Mittagspause. Zeug wegräumen, Kartoffel-Lauchsuppe heiß machen – ich hatte mir dazu beim Bäcker zwei Chiaweckchen geholt. Damit war es so reichlich, dass ich mir noch eine Portion Suppe für den Abend übrig ließ. Nach dem Liebsten geschaut, der mir wunderschöne Fotos aus dem Elsass schickte (ich war schon ein bisschen neidisch, auch wenn er über Rücken- und Handgelenkschmerzen durchs Fahren klagte). Dann legte ich mich, vom Kater begleitet (Magi war den kompletten Tag draußen, der Honk), aufs Sofa, „nur mal schnell“ die Augen zu machen und einen viertelstündigen Mittagsschlaf halten.
Eine Stunde später wachte ich wieder auf, vollkommen vermatscht logischerweise. Und ü-ber-haupt keine Lust, jetzt aufzustehen, deshalb blieb ich „nur noch schnell“ liegen, schlief wieder ein und wachte eine halbe Stunde später auf, jetzt erst recht vermatscht. SUPI!

…Nun ja. Vermutlich hatte ich das gebraucht, aber es war auch klar, dass ich dringend aufstehen musste, um überhaupt noch irgendwas hinzukriegen. Ich schaute nach dem Liebsten (und sah sein Handy zu Fuß – „on the move, 2 km/h“ wurde angezeigt – durch einen französischen Supermarkt latschen) und ging dann noch ein drittes Mal einkaufen, wieder zum Supermarkt beziehungsweise zu den tausend kleineren Läden drumherum.
Erst einmal in die Apotheke, Levo kaufen (morgens schlimmer Heuschnupfenanfall, neben Niesen erstmalig auch mit juckenden Augen, das ist immer das Signal dafür, dass es jetzt so richtig losgeht), dann zum Schuhladen. Dort hatte ich sehr, sehr schöne Adidas-Sneaker gesehen, so viele und in so großer Auswahl, dass ich mich erst gar nicht entscheiden konnte. Das dezimierte sich allerdings recht bald von selbst, denn einige gab es nicht in meiner Größe, einige gefielen mir beim näheren Ansehen doch nicht so sehr, und einige waren zwar theoretisch Größe 40, aber praktisch drückten sie komplett oder ich passte noch nicht einmal rein – trotz Größe 40 viel zu schmal geschnitten. Ich kaufte schließlich ein Paar sandfarbene Sneaker mit weißen Streifen. Vermutlich werde ich da in den nächsten Wochen noch ein zweites Mal schauen.
Dritter Stopp Blumenladen, wieder frische Tulpen holen (sie haben tatsächlich noch), dann beim Bäcker im Supermarkt einen großen Kaffee mit Hafermilch geholt – so richtig wach war ich noch nicht. Um halb fünf war ich wieder daheim.

Dort setzte ich einen großen Punkt um, den ich mir für das lange Wochenende vorgenommen hatte: Ich ging an den Krümellaptop und machte meine Steuererklärung. Ist ja bei mir nicht sonderlich kompliziert, auch wenn ich mittlerweile den Verdacht habe, dass ich noch eine oder zwei zusätzliche Versicherungen habe, die ich anrechnen könnte, ich mir aber die Mühe nicht machen will, das detailliert rauszufinden (da geht es nur um ein paar Euro). Deshalb im Grunde genommen gleich wie letztes Jahr, fast alle Zahlen waren schon übertragen worden, die Daten von der Lohnsteuermeldung des Arbeitgebers war auch drin, ich suchte noch nach ein paar Belegen (nur zur Sicherheit, hochladen wollte ich nichts) und war nach 25 Minuten fertig. Inklusive Update für meinen Passwortmanager einspielen. Hihi.

Da das so schnell gegangen war, hatte ich eine Stunde Zeit, an den Rechner wollte ich nicht mehr (hätte noch was für die Weiterbildung zu tun gehabt, aber verschob das auf einen anderen Tag) und lesen auch nicht – das letzte Buch klang noch nach. Stattdessen machte ich mir eine Tidal-Playlist an, kochte mir eine Kanne Bancha und ging einmal durch sämtliche Kleiderschränke zum dringend nötigen Ausmisten. Am Ende hatte ich einen kleinen Berg aussortiert, meine Pullis passen alle wieder richtig rein (und sind nach Winter und Sommer sortiert), vier Paar Schuhe wurden auch entsorgt, damit ist Platz für die Wanderstiefel im Schrank (…und Platz für die neuen Sneaker im unteren Schuhregal) und einen uralten (über 20 Jahre) Daunen-Wintermantel sortierte ich auch aus – damit ist die Garderobe etwas entlastet. Und ich habe immer noch mehr als genug Kleider im Schrank.

Nach dem Liebsten geschaut, der wieder in der Ferienwohnung war, dann rausgegangen und die Kater bei den Nachbarn eingesammelt (wieder BEIDE auf deren Terrasse, wo sie offensichtlich ums Reingelassen-werden gebettelt hatten, die Deppen – glücklicherweise erfolglos). Medikamentengabe mit etwas Diskussionen, Magi nahm den größten Teil, marschierte dann wieder raus. Hm.
Okay. Ich machte mir eine Pizza zum Abendessen. Die war dann allerdings nur so halb gut: Gekaufter Pizzateig, gekaufte Fertigtomatensauce, gekaufte Seitansalami, einen Rest gekaufter Mandel-Streukäse, dazu noch ein paar Pilze drübergeschnitten: Es war halt schon ein ziemliches Fertigprodukt, bis auf die Pilze war alles mehr oder weniger Convenience Food, und so schmeckte es auch. Okay, aber im Endeffekt mit einer typischen Tiefkühlpizza vergleichbar. Ich aß ein Drittel davon, vorher noch die restliche Kartoffel-Lauchsuppe.

Und dann aufs Sofa. Irgendwann kamen erst der eine, dann der andere Kater zu mir. Ich schaute ein bisschen Blaulichtquatsch an, telefonierte mit dem Liebsten (der war ganz schön durch, das lange Motorradfahren ist ziemlich anstrengend, vor allem wenn man mit so etwas wie der R9T unterwegs ist), und dann nahm ich mir als Tagesabschluss einen Fingerbreit Lagavulin, bevor ich um halb elf ins Bett ging. Ziemlich betriebsamer Tag, und mir war das recht so: Wenn ich die Energie zum „Erledigen!!“ habe, dann muss ich sie auf jeden Fall nutzen.