Indien 6: Chaos, Freitag 16.1.2026

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Am letzten Arbeitstag war ich schon halb mit dem Kopf wieder im Flugzeug (und begann mir schon Gedanken über die Rückreise zu machen, wobei: Schnee würde es wohl kaum geben – wir hatten tagsüber durchgehend mindestens 30 Grad), hatte mir aber vorgenommen, nicht am Ende noch unkonzentriert oder nachlässig zu werden, sondern das Ganze zu einem guten Abschluss zu bringen. Dementsprechend normaler Start am Morgen mit Viertel nach 8 Abholung (das war die reale Uhrzeit, wenn wir „8 Uhr“ ausmachten), Frühstück, dann Institut. Dort kamen die Leute, ich richtete alle Rechner ein, es sah alles prima aus. Zwar bei mir ziemliches Krankheitsgefühl, neben dem Hals war jetzt auch ein fetter Schnupfen dazugekommen und ich beäugte misstrauisch meine Taschentuchvorräte, aber davon abgesehen alles okay. Tja, und dann wollten wir den Prozess starten und bekamen eine merkwürdige Fehlermeldung. Und es ging halt nichts mehr. Ohne in die Details zu gehen, lag das Problem offensichtlich beim Server in Deutschland, und auf den hatte ich überhaupt keinen Zugriff. Weswegen ich auch nichts machen konnte, außer tausend Leute anzuschreiben und anzurufen, in der Hoffnung, dass irgendjemand die Nachricht bekommen würde – aber halt Zeitverschiebung, in Deutschland schliefen noch alle. (Bei uns 9:30 bedeutete in…

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Indien 2-5: Hustend, Montag-Donnerstag 12.-15.1.2026

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Eine Projektwoche in Südindien, genauer gesagt Kerala, und es war halt so: Sehr volle, sehr gleichförmige Tage, sodass ich von „Land und Leuten“ quasi nichts zu sehen bekam (naja, von den Leuten schon). Wir führen dort vor Ort Prüfungen durch, und ich war eben hauptverantwortlich, also für den Ablauf, die Prüfungssicherheit, die Technik, und das bei immer sehr großen Gruppen. Dazu die Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen dort, die teilweise auch erst eingearbeitet werden mussten – nun ja, es gab genug zu tun. Erst einmal das Gleichförmige: Mehr schlecht als recht geschlafen bis gegen sieben (meistens mit Klimaanlage oder zumindest Ventilatoren, dann aber unter der Bettdecke verkrochen), geduscht, dann in der Lobby gewartet, bis P mit abholte. Wir fuhren erst einmal zum Frühstück in ein vegetarisches Restaurant in der Nähe des Instituts. Scheinbar gibt es in Indien nicht so wirklich eine Unterscheidung zwischen typischem Essen am Morgen und am Abend – auf jeden Fall aßen alle, also wir auch, Dosa oder Reiskuchen oder sonstiges mit Curry oder Chutney oder sonstigen scharfen Saucen. Nachdem ich die erste Nacht ziemlich mit dem vollen Bauch zu kämpfen hatte und bei meinem ersten Frühstück schon wieder mit drei Idli (schwammige Reisfladen mit Sauce) und…

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Indien 1: Hinreise, Samstag-Sonntag 10.-11.1.2026

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Ich war ja vor der Anreise so sehr nervös gewesen, also wegen der Anreise, dass die Nervosität wegen meines Aufenthalts dort und der Projektbetreuung (ich allein verantwortlich für digitales Zeugs, und ohne Backup!) quasi in den Hintergrund gerückt war – Hauptsache erst einmal ankommen, war die Devise. Wie sich herausstellte, war das nicht völlig unbegründet, denn – naja. Ich habe schon reibungslosere Anreisen erlebt. Aber der Reihe nach. Um Viertel nach fünf klingelte der Wecker, ich hatte die Nacht ganz erstaunlich gut geschlafen (hatte mein ganzes Sorgen- und Bauchgrummelpotenzial nachts vermutlich in den beiden Tagen davor aufgebraucht). Ich ging gleich duschen, gab den Katern (die über die frühe Aufmerksamkeit hoch erfreut waren) Futter und Medikamente, packte meinen Koffer endgültig fertig, und als ich um zehn vor sechs feststellte, dass der Liebste immer noch schlief und offensichtlich vergessen hatte, seinen Wecker zu stellen, ging ich ihn wecken. Leicht genervt. Nun ja. Er schaffte es immerhin, innerhalb von zehn Minuten wach und angezogen zu sein, sodass wir pünktlich um sechs aus dem Haus kamen (das Auto war bei uns ums Eck gebucht). Ich hatte sehr frühes Loskommen eingeplant, weil ich alle möglichen Sachen (Eisglätte! Schnee! Stau!) befürchtete und deshalb REICHLICH Puffer…

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Vorbereitungen, Donnerstag – Freitag 8.-9.1.2026

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…eine lange Lücke im Blog, weil, naja, Indien halt und dann krank, echt doofes Timing. Ich trage aber jetzt ein bisschen nach, wenn auch nicht alle fehlenden Tage. Hier erst mal die beiden letzten Arbeitstage vor meinem Flug. Donnerstag Wieder schlecht geschlafen, beziehungsweise geschlafen bis zu einem Punkt in der Nacht, an dem ich aufs Klo musste und danach nicht mehr einschlafen konnte. Keine Ahnung, wann das war, weil ich es mir verbot auf die Uhr zu sehen, aber ich fühlte mich am Morgen auf jeden Fall nicht ausgeschlafen an. Und natürlich tausend Arbeitssachen zu erledigen im Kopf. (Oder noch schlimmer: Sachen, die andere Leute dringend zu erledigen hatten und auf die ich angewiesen war, aber nicht selbst in die Hand nehmen konnte.)Seufz. Katzenmaintenance und Küchenrunde mit dem Liebsten gemeinsam, außerdem Nudeln kochen fürs Mittagessen, den Liebsten auf den Restmüll hinweisen, der heute abgeholt wurde und rausgestellt werden musste, und während ich noch den Kater vom Balkon wieder rein ließ und die Nudeln piepsten, weil sie abgegossen werden mussten, hörte ich draußen schon die Müllabfuhr vorbeifahren. Super. Da der Liebste auch noch etwas anderes zu tun und den Mülleimer deshalb nicht rausgestellt hatte, war das ein bisschen blöd. Wir…

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Zurück im Alltag, Mittwoch 7.1.2026

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Erster Arbeitstag nach dem Urlaub: Wenig überraschend, dass ich sehr durchwachsen schlief, ab halb fünf war die Nacht mehr oder weniger vorbei. Trotzdem im leichten Dämmerschlaf, als um Viertel nach sechs der Wecker piepste, und insgesamt noch ziemlich müde. Und fröstelig, das lange Wachliegen hatte dazu geführt, dass mir insgesamt trotz dicker Decke recht kalt war. Draußen frostig und sternklarer Himmel, der Schnee im Garten glitzerte (wunderschön) im Licht des fast vollen Mondes.Schnelle Katzenmaintenance und Küchenrunde, Tee, der Liebste machte uns ein Müsli (das ich einpackte). Blick in die Zeitung, aber alles mit einem Blick auf die Uhr, und ziemlich zeitig Dusche, Tasche packen, mich selbst warm einpacken und um Viertel vor acht aus dem Haus. Wir hatten tatsächlich, am ERSTEN Arbeitstag des Jahres, gleich eine Prüfung, für die zwar der Kollege verantwortlich war, aber ich wollte trotzdem früh da sein. Und natürlich auch wegen allem anderen. Relativ voller, aber nicht überfüllter Arbeitstag. (Naja: aber schon sehr voll.) Die Prüfung tangierte mich am Vormittag erst einmal nicht, ich konnte also in Ruhe meine Mails durchgehen, sortieren und abarbeiten. Der Vertretungskollege hatte einiges aufgefangen (und viele Leute waren natürlich auch im Urlaub gewesen), es hielt sich also in Grenzen.Den restlichen…

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